11.02.2020 - 15:15

Briten kreieren autonomen Elektro-Pod namens Motiv

Gordon Murray Design hat zusammen mit Delta Motorsport und itMoves die Plattform Motiv für autonome Elektrofahrzeuge entwickelt. Es handelt sich um einen Pod mit geringer Grundfläche, der für mehrere Passagiere, Rollstuhlfahrer oder für Lieferdienste angepasst werden kann.

Aktuell ist der elektrisch betriebene Pod auf der Messe Move in London zu sehen. Laut Gordon Murray Design wird er von einem 20-kW-Elektromotor angetrieben und mit einem 17,3-kWh-Batteriepaket mit Flüssigkeitskühlung ausgestattet sein, das eine Reichweite von bis zu 100 km bietet. Die Studie kann ferner bis zu 65 km/h schnell fahren und eignet sich daher in erster Linie für den Einsatz in Städten und Vororten. Mit an Bord ist auch ein CCS-Schnellladesystem.

In der nun vorgestellten Version bietet der Motiv einen Sitzplatz, der via Flügeltür komfortabel zugänglich ist. Optisch ist der 2,54 x 1,31 x 1,63 Meter kleine Stromer mit auffällig wenig Fensterfläche versehen – lediglich schmale Front- und Seitenscheiben geben den Blick ins Innere bzw. den Blick nach draußen frei. Grund dafür: Das Chassis des Motiv – klassifiziert als Leichtfahrzeug (L7e) – besteht aus einer Aluminium-Struktur, die eine ebenso hohe Crashsicherheit bieten soll wie sie für Pkw vorgeschrieben ist. Gleichzeitig beschreiben die Entwickler das Chassis als „ultraleicht“: Ohne die im Unterboden des Fahrzeugs verbaute Batterie bringt der Stromer nicht mehr als 450 kg auf die Waage.

Kreiert worden ist der Motiv, um via Sensoren und Radarsystem autonom durch den Verkehr zu manövrieren. Für Warentransporte kann die Plattform nach Angaben der Entwickler so verändert werden, dass eine maximale Ladekapazität von mehr als 1.100 Litern erreicht wird.

Um mehrere Pilotstudien anzustoßen, strebt das Entwickler-Konsortium nun Partnerschaften mit autonomen Technologieanbietern an. Was den weiteren Zeitplan angeht, könne das Fahrzeug innerhalb von zwei bis fünf Jahren serienreif werden, schätzt Gordon Murray Design. Allerdings müsse parallel der rechtliche Rahmen für autonomes Fahren geschaffen werden. Teilfinanziert wird die Entwicklung bis dato im Rahmen des IDP14-Programms der britischen Regierung.
vision-mobility.de, gordonmurraydesign.com

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Ein Kommentar zu “Briten kreieren autonomen Elektro-Pod namens Motiv

  1. Sascha

    Ist ja schön, dass das Teil autonom fahren können soll, aber warum sind die technischen Daten so viel schlechter als z.B. beim ähnlich kleinen und leichten Twizy?

    Der Motiv ist mit 65Km/h langsamer (= Verkehrshindernis auf Stadtautobahnen), kann scheinbar nur einen Passagier mitnehmen, und braucht eine fast 3x so große Batterie um auf die gleiche Werksangaben-Reichweite zu kommen?

    Wenn ich also wie beim Twizy von real ca. 80km im Sommer ausgehe, dann hat der Motiv einen Stromverbrauch von über 20 KWh.

    Selbst bei den versprochenen 100km Reichweite wäre der Verbrauch immer noch schlechter als bei einem 2-3x so schwerem PKW.

    Ich hoffe, da ist ein Fehler in den Daten und die bauen nicht wirklich das vermutlich ineffizienteste Elektro-Stadtfahrzeug.

    Im übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass die meisten Menschen sich in solch einer fensterarmen Sarbinenbüchse unsicherer oder gar Klaustrophobisch fühlen, als in einem objektiv etwas weniger sicherem Fahrzeug, dass aber durch mehr Fensterfläche deutlich mehr Übersicht bieten kann.

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11.02.2020 15:08