01.07.2020 - 06:00

These des Monats: Wird das Laden jetzt kundenfreundlich?

Fahrstromvertrag beim Wunschanbieter abschließen und zu diesem Tarif an jeder öffentlichen Ladesäule Strom zapfen? Diese Wunschvorstellung könnte durch einen Vorstoß der Bundesnetzagentur vielleicht bald Wirklichkeit werden. Ein Meilenstein? Diskutieren Sie bei unserer These des Monats mit!

Intransparente Ladegebühren und Roaming-Abkommen, höchst unterschiedliche Tarife und regionale Monopole beim Fahrstrom: Für Fahrer von Elektroautos ist das Laden mitunter noch ein Buch mit sieben Siegeln. Natürlich gibt es Anbieter mit großer Netzabdeckung und einem einfachen Preismodell. Doch es gibt auch vielfach noch das genaue Gegenteil. Die Bundesnetzagentur prüft nun, wie der Zugang zur Ladeinfrastruktur vereinfacht werden kann. Und macher Betreiber von Ladeinfrastruktur befürchtet sogleich eine Neuordnung des Marktes.

Denn: Für den Kunden soll es möglich sein, einen Vertrag mit einem Versorger seiner Wahl abschließen zu können – und zu den dort vereinbarten Konditionen an allen öffentlichen Ladesäulen zu laden. Sprich: Die Charge Point Operator (CPO) sollen künftig verpflichtet werden, den Strom mit dem Vertrag eines Konkurrenzunternehmens abzugeben. Das ist beim Haushaltsstrom schon lange üblich – und der Anbieterwechsel dadurch radikal vereinfacht. Kein Wunder, dass Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick, bereits frohlockt: „Die Pläne der Netzagentur sind ein Meilenstein für die Elektromobilität. Endlich wird der Weg frei für echten Wettbewerb, faire Preise und Transparenz an der Ladesäule.“

Doch krempelt die Bundesnetzagentur den Markt tatsächlich um? Ist das wirklich sinnvoll für die Kunden? Und wie steht es um die Interessen der Betreiber? Schließlich ist das Bereitstellen von Ladeinfrastruktur in den allermeisten Fällen bis heute ein Zuschussgeschäft. Das möchten wir – die Begleitforschung des Technologieprogramms IKT für Elektromobilität und der Branchendienst electrive.net – mit Ihnen diskutieren – und stellen deshalb im Juli folgende These des Monats zur Debatte:

„Die Initiative der Bundesnetzagentur zum Netzzugang an Ladepunkten wird das Laden von Elektroautos endlich kundenfreundlich machen.“

These des Monats

Bitte tragen Sie nach der Abstimmung gerne auch Ihre Gedankengänge im Textfeld ein. Wir sammeln die Argumente und bereiten sie im Nachgang im Rahmen der Auswertung umfassend auf, um ein Meinungsbild darzustellen.

Die „These des Monats“ bietet electrive.net im Rahmen der Begleitforschung des Technologieprogramms „IKT für Elektromobilität“ an. Die Abstimmung bleibt bis zum 31. Juli 2020 geöffnet. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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01.07.2020 06:07