20.10.2020 - 12:09

Nexport plant Bau von Elektrofahrzeugen in Australien

Der Elektrobus-Hersteller Nexport hat Pläne für die Produktion von Elektrofahrzeugen in einem neuen Werk im australischen Bundesstaat New South Wales angekündigt. Es soll zunächst Busse produzieren, später aber auch andere Fahrzeugtypen wie Pkw, Lkw und Lieferwagen.

Die geplante Produktionsstätte von Nexport, einer Tochter der Clean-Tech-Investmentgruppe TrueGreen, soll nichts Geringeres als die australische Autoindustrie wiederbeleben. Der Standort zwischen Sydney und Canberra sei strategisch gewählt, da sich das Unternehmen in diesen Städten die größte Nachfrage verspricht, heißt es in mehreren Medienberichten. Außerdem ist Nexport über die Regierung von New South Wales in die Beschaffung von 8.000 Elektrobussen für das öffentliche Busnetz des Bundesstaats einbezogen. Die Investition in das Werk soll sich auf 700 Millionen Australische Dollar belaufen und binnen fünf Jahren rund 2.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Zur geplanten Fertigung der Anlage gibt es widersprüchliche Angaben. Während beim Portal „Car Advise“ von Ende 2021 die Rede ist, heißt es bei „The Driven“, dass die volle Betriebsstärke in fünf Jahren erreicht werden soll.

So oder so: Nexport will die lokale Produktion künftig mit dem „sinnvollen Import“ von Schlüsselkomponenten aus dem Ausland kombinieren. Eine Partnerschaft besteht bereits mit dem chinesischen Elektrofahrzeug-Hersteller BYD, der seine Antriebe und anfangs auch das Chassis für die Elektrobusse zuliefern wird. Aktuell baut Nexport seine Busse in Montagewerken in China und Malaysia zusammen, wobei das Unternehmen einige Teile aus der Schweiz bezieht. Die Montage in Malaysia will der Hersteller zugunsten von Down Under auflösen. Bis das Werk in New South Wales so weit ist, soll Medienberichten zufolge bereits in einer „Interimsanlage“ produziert werden. Der Auftragsbestand beläuft sich zurzeit auf 115 Busse.

Außerdem will sich Nexport bis zur Fertigstellung seines Werks als Importeur von Elektrofahrzeugen einen Namen machen. Dazu kreiert der Hersteller aktuell eine Importplattform namens EV Direct. Geplant ist unter anderem die Einfuhr des E-Geländewagens BYD Tang, des PHEV-Crossovers BYD Song und der Kompaktlimousine BYD Qin, wobei Nexport alle erforderlichen technischen Aufrüstungen vor Ort ausführt. Weitere Automarken sollen folgen.
caradvice.com.au, thedriven.io, thedriven.io

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20.10.2020 12:53