Amperfied gewinnt mit Siemens Energy weiteren Großkunden

Amperfied hat mit Siemens Energy einen weiteren Großkunden für das Laden von E-Autoflotten gewinnen können. Der Auftrag umfasst die Migration, Konsolidierung und den Betrieb von rund 200 AC-Ladepunkten an zwölf deutschen Standorten in das Cloud-Backend von Amperfied. Auch ein Ausbau der Ladeinfrastruktur sieht der Auftrag vor.

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Bild: Heidelberger Druckmaschinen

Erst vor Kurzem meldete die Heidelberger-Druckmaschinen-Tochter die erfolgreiche Inbetriebnahme von 56 Ladepunkten für Elektro- und Hybridfahrzeuge der Mitarbeitenden am Hauptsitz des Finanzdienstleisters MLP. Nun hat das Unternehmen mit Siemens Energy, das 2020 durch die Abspaltung der ehemaligen Gas-and-Power-Division von der Siemens AG entstand, einen weiteren Großkunden gewinnen können.

Der Auftrag umfasst die Migration, Konsolidierung und den Betrieb von rund 200 AC-Ladepunkten an zwölf deutschen Standorten in das Cloud-Backend von Amperfied. „Die Umsetzung startet sofort, während die Partnerschaft langfristig und auf einen weiteren Ausbau der Ladepunkte durch Amperfied angelegt ist“, heißt es.

Obwohl Amperfied die Betriebsführung der Ladeinfrastruktur bei Siemens Energy als anspruchsvoll bezeichnet, soll die an den verschiedenen Standorten zum Einsatz kommende Lade-Hardware unterschiedlicher Hersteller in weniger als vier Wochen in das eigene Cloud-basierte Backend migriert werden. „Dafür wurde die bestehende Systemlandschaft analysiert, unterschiedliche Hardware-Komponenten harmonisiert sowie technisch in eine zentrale Plattform integriert – rechtzeitig, bevor der bisherige Betreiber zu einem festgelegten Stichtag die Verwaltung der Ladepunkte einstellte“, teilt Amperfied mit. Nach der Migration übernimmt Amperfied den zentralen Service und die Verwaltung der Ladepunkte, inklusive Monitoring, Reporting und technischer Unterstützung.

Siemens Energy soll durch diesen Schritt von einer einheitlichen, zukunftsfähigen Plattform mit umfassenden Tarifierungs- und Abrechnungsmöglichkeiten, etwa für privates Laden, beruflich genutzte Fahrzeuge oder Gäste, profitieren. Gleichzeitig schaffe die Plattform die Grundlage für einen weiteren Ausbau und weitere Use Cases wie Ad-hoc-Laden und Roaming. „Mit Amperfied konsolidieren wir unsere Ladeinfrastruktur auf einer leistungsfähigen Plattform und schaffen die Grundlage für unsere innerbetrieblichen Anforderungen an die Ladeinfrastruktur“, so ein Sprecher der Real Estate der Siemens Energy. „Neben der technischen Basis war für uns entscheidend, dass Amperfied bereits heute umfassende Möglichkeiten in der Tarifierung und Abrechnung bietet – und damit genau die Use Cases adressiert, die für uns künftig relevant werden können.“

„Wir freuen uns, dass wir mit Siemens Energy einen weiteren Großkunden von unserem Angebot überzeugt haben. Dieser Auftrag bestätigt unsere Kompetenz im Bereich Lademanagement und -betrieb und unterstreicht unsere Fähigkeit, komplexe Großprojekte effizient und zuverlässig umzusetzen“, sagt Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender von Heidelberger Druckmaschinen. „Ladeinfrastruktur ist kein Produkt, das man einmal kauft, sondern sie muss während der gesamten Nutzungsdauer zuverlässig funktionieren“, erklärt Robin Karpp, Geschäftsführer der Amperfied GmbH. „Dafür braucht es mehr als Hardware: Es geht um das Zusammenspiel von Technik, Software und Service. Unser Anspruch ist es, diese Komplexität für unsere Kunden zu managen, damit sie sich voll auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.“

heidelberg.com

2 Kommentare

zu „Amperfied gewinnt mit Siemens Energy weiteren Großkunden“
erFahrer
12.11.2025 um 08:24
Echt super. Siemens, der globale Hersteller von Schnellader. braucht Hilfe um AC-Lader seiner Standorte abrechnen zu können. Soll noch jemand sagen, Siemens würde nicht die Wirtschaft fördern. Was wohl jetzt die Mitarbeiter für den Ladestrom zu bezahlen habe?
EVF
12.11.2025 um 08:39
Siemens Energy ist ein anderes Unternehmen. Außerdem hat Siemens das Geschäft mit AC-Wallboxen und den Backendbetrieb über Monta eingestellt und das Personal abgebaut.

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