Hyundai-Tochter und Kaiwo bauen 224 H2-Busse für Guangzhou

Die Hyundai Motor Group macht einen neuen Auftrag zur Lieferung von 224 Wasserstoffbussen an die staatliche Guangzhou Public Transport Group publik. Laut Hyundai handelt es sich dabei um den bisher größten Einzelauftrag für Wasserstoffbusse in China.

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Bild: Hyundai Motor Group

Die Bestellung über die 224 H2-Busse ging konkret an HTWO Guangzhou, den chinesischen Ableger von Hyundais Wasserstoffmarke HTWO, in Kombination mit dem chinesischen Nutzfahrzeughersteller Kaiwo Group. Für die Übergabe der 224 H2-Busse sind beide gemeinsam verantwortlich. Insgesamt beschafft die staatliche Guangzhou Public Transport Group etwa 450 Wasserstoffbusse. Die HTWO/Kaiwo-Fahrzeuge machen also die Hälfte der ausgeschriebenen Busse aus.

Finanzielle Details zu dem Deal sind laut koranischen Medienberichten nicht bekannt gegeben worden. Zu den Fahrzeugen selbst ist publik, dass es sich um 8,5 Meter lange Midibusse handelt, die von HTWO Guangzhou und der Kaiwo Group entwickelt wurden. Sie beherbergen laut Herstellerangaben ein 90-kW-Brennstoffzellensystem mit einem Wirkungsgrad von 64 Prozent, kommen 576 Kilometer weit und lassen sich in fünf Minuten betanken. Zu den weiteren Merkmalen der Busse gehören ein Niederflurdesign mit einem kurzen hinteren Überhang von unter 1,1 Metern.

Das Herzstück der Fahrzeuge, der Brennstoffzellen-Antrieb, stammt aus dem Werk von HTWO Guangzhou in der gleichnamigen Stadt. Es handelt sich bei der 2023 fertiggestellten Fabrik um Hyundais erste Produktionsstätte für Wasserstoff-Brennstoffzellen im Ausland. In einem Firmen-Statement heißt es: „Wir werden weiterhin mit unseren lokalen Partnern zusammenarbeiten, um die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie zu präsentieren und Wasserstoff als führendes sauberes Transportmittel zu positionieren.“

Bei einer separaten Ausschreibung sicherten sich HTWO und Kaiwo übrigens bereits vergangenen Monat einen zusätzlichen Auftrag über 25 von 50 H2-Bussen. Kumuliert werden die beiden Unternehmen also 249 Wasserstoffbusse an die Guangzhou Public Transport Group liefern.

koreaherald.com, en.yna.co.kr, biz.chosun.com

5 Kommentare

zu „Hyundai-Tochter und Kaiwo bauen 224 H2-Busse für Guangzhou“
Toni
12.12.2025 um 14:03
Hmm, so eine Meldung aus Deutschland und es würde Hass und Hetze, Schimpf und Schande regnen. Just sayin'...
Max
15.12.2025 um 12:41
Bei den Kommentaren zu einer solchen Meldung in Deutschland würde ja auch die Effizienz adressiert werden, also wieviel mehr Strom für die Erzeugung des Wasserstoffs erforderlich ist, der auch in BEVs direkt genutzt werden würde. Ich vermute, dass man es in China etwas lockerer sieht und die Herkunft des verwendeten Wasserstoffs eher zweitrangig ist, genauso mit der Herkunft des Stroms für BEVs
John
16.12.2025 um 14:32
Und wieso sollte man das dann in D anders machen. Da wartet man lieber auf die Henne bevor man das Ei legt? Ganz schön klever die Chinesen.
E. Horn
16.12.2025 um 16:49
In China hat man begriffen, dass man den Windstrom in der Nacht nicht wie in Deutschland mangels Nachfrage abregeln muss, wenn man daraus praktisch kostenfrei Wasserstoff herstellen kann.
Battie
20.12.2025 um 19:46
Naja ganz so ist es ja nicht: Elektrolyseure wollen hingestellt und gewartet werden, und wenn sie nur nachts laufen sollen ist das wohl kaum besonders effizient, also muss auch Tagstrom verwendet werden. Da fängt dann wieder die Wirkungsgradfalle an zuzuschnappen, denn BEV Busse können nachts auch wunderbar laden, ohne den ganzen H2 Aufwand und damit preisgünstiger fahren.

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