Scania testet elektrischen 60-Tonner bei Minenbetreiber LKAB

Scania hat einen vollelektrischen 8x4-Schwerlastkipper an den schwedischen Minenbetreiber LKAB übergeben. Damit vertiefen beide Seiten ihre Zusammenarbeit, um den Transport im Bergbau weiter zu elektrifizieren. Voll beladen wiegt der Lkw 60 Tonnen, davon sind 38 Tonnen Nutzlast.

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Bild: Scania

Die Partner haben dem Fahrzeug den Spitznamen „Sleipner“ verpasst , benannt nach Odins legendärem achtbeinigen Pferd. Es handelt sich bei dem Modell um einen vierachsigen E-Lkw mit zwei lenkbaren Vorderachsen – ein Novum für Scania. Der Schwerlastkipper wurde dabei auf der modularen Elektroplattform des Unternehmens entwickelt, „um eine größere Tragfähigkeit für schwere Lasten und Stabilität auf anspruchsvollen Bergbaustraßen zu bieten“, wie es in einer begleitenden Mitteilung heißt.

„Wenn er die Erwartungen erfüllt, haben wir eine vollständig fossilfreie Lösung für den Transport von Abraum in wirklich anspruchsvollen Bergbaubetrieben”, kommentiert Peter Gustavsson, Projektleiter für die Elektrifizierung mobiler Maschinen bei LKAB. Angesichts der Tatsache, dass sein Unternehme jährlich mehr als fünf Millionen Tonnen Abraum transportiert, ist das CO2-Einsparpotenzial erheblich.

Den 8×4-Lkw hat Scania speziell für den Versorgungs- und Bergbausektor entwickelt. Bei LKAB transportiert er Abraum von einer Rutschenverladestation zu einer Verfüllstelle in Tingvallskulle – „eine Strecke von etwa fünf Kilometern mit einem Höhenunterschied von 250 Metern“, wie die Partner präzisieren. Voll beladen wiege der Lkw 60 Tonnen – davon sind 38 Tonnen Nutzlast. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit zwei Batteriepacks mit einer Gesamtkapazität von 416 kWh und einem 400-kW-Elektromotor.

Das neue Fahrzeug baut laut den Initiatoren dabei auf den Erfahrungen mit dem vollelektrischen schweren Kipper Scania 6×4 auf, der seit 2022 erfolgreich in Malmberget im Einsatz ist (Hier unser ausführlicher Bericht dazu). „Partnerschaften wie diese sind für den Lernprozess und die Beschleunigung des Fortschritts unerlässlich“, betont Tony Sandberg, Leiter von Scania Pilot Partner.„Jeder neue Lkw, den wir in Betrieb nehmen, hilft uns und unseren Kunden zu verstehen, wie wir die Elektrifizierung auch unter härtesten Bedingungen skalieren können. Dieses Fahrzeug ist nur der Anfang einer ganzen Reihe weiterer Lösungen für den Bergbau.“

scania.com

2 Kommentare

zu „Scania testet elektrischen 60-Tonner bei Minenbetreiber LKAB“
Maarqs
13.12.2025 um 19:01
Das kann gar nicht sein! Elektrischer Schwerlastverkehr ohne Wasserstoff? Das geht doch gar nicht! Wir brauchen doch was "technologieoffenes", sagen zumindest die Clowns von der FDP. Und Aiwanger weiht die nächste H2-Tankstelle ein. Duck und weg. P.S.: Wer Zynismus findet, darf ihn behalten.
Chris
15.12.2025 um 09:08
Leider fehlen in diesem Artikel wichtige Fakten. Fährt der Truck die 250 Höhenmeter beladen bergauf oder bergab? Nach welcher Betriebszeit muss wieder geladen werden? Wie lange dauert der Ladevorgang? Und natürlich.... was wird das gute Stück ungefähr kosten?

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