BMW setzt in der Neuen Klasse viele Komponenten von Infineon ein

Ab dem 7. März steht mit dem neuen iX3 erstmals ein Fahrzeug der Neuen Klasse bei den BMW-Händlern. Der Chiphersteller Infineon liefert für die Architektur zahlreiche Komponenten, um performante wie zuverlässige Rechenleistung, schnelle Datenverbindungen sowie ein intelligentes und effizientes Energiemanagement sicherzustellen.

Bmw ix3 xdrive fahrbericht
Neuer BMW iX3
Bild: BMW

Für BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post  ist die Neue Klasse der „Beginn einer neuen Ära“. Im Video-Interview mit electrive sagte er auf der IAA: „Wir haben sämtliche Technologien auf ein komplett neues Level gehoben!“ Am 7. März ist es nun soweit und die Probefahrten mit dem neuen BMW iX3 und die ersten Auslieferungen können beginnen.

Der Halbleiterkonzern Infineon weist nun daraufhin, dass er ein wichtiger Technologielieferant für die Neue Klasse ist. Das bayrische Unternehmen trägt demnach entscheidend zu der innovativen E/E-Architektur für softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV) bei, und zwar in drei Feldern: der Rechenleistung, dem Energiemanagement und den Datenverbindungen.

So setzt BMW bei seinem Hochleistungscomputer „Heart of Joy“, der für die Antriebs- und Fahrdynamikregelung des Fahrzeugs verantwortlich ist, vollständig auf Mikrocontroller von Infineon. Das Kernstück ist dabei ein Aurix-Mikrocontroller der neuesten Generation (TC4D). Zudem ist das „Heart of Joy“ über schnelles Ethernet auf der Basis von Brightlane-Produkten von Infineon mit den anderen Systemen verbunden.

Die Neue Klasse ist zudem mit drei weiteren Hochleistungscomputern bestückt, die für das automatisierte Fahren, Infotainment und Basisfunktionen des Fahrzeugs zuständig sind. Alle vier Computer – auch Steuergeräte genannt – werden von drei separaten Zonensteuergeräten unterstützt, die ebenfalls vollständig auf Mikrocontrollern von Infineon basieren.

„Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit der BMW Group die Zukunft der Mobilität zu gestalten“, sagt Infineon-Chef Jochen Hanebeck. „Die Neue Klasse der BMW Group ist ein wichtiger Schritt bei der Markteinführung softwaredefinierter Fahrzeuge und hebt die individuelle Mobilität in Bezug auf Dekarbonisierung und Digitalisierung auf eine neue Ebene. Wir unterstützen die Vision einer neuen softwaredefinierten Plattform mit umfassendem Fachwissen und modernster Technologie.“

Wie bereits angedeutet, sorgt Infineon-Technologie zudem auch für Ethernet-Datenverbindungen und das Ethernet im neuen BMW iX3 und künftigen weiteren Fahrzeugen der Neuen Klasse. Das Unternehmen hebt u.a. noch hervor, dass der Kabelbaum des BMW iX3 weniger komplex und insgesamt rund 600 Meter kürzer als in früheren Fahrzeuggenerationen ist – und damit etwa 30 Prozent leichter. Außerdem ersetzen intelligente eFuses von Infineon bis zu 150 herkömmliche Sicherungen pro Fahrzeug. Diese unterstützen ein softwaregesteuertes Energiemanagement, das die Stromversorgung passgenau dynamisch anpasst. Je nach Fahrzeugzustand, beispielsweise beim Laden, Fahren, Parken oder bei Software-Updates, werden damit nicht benötigte Verbraucher abgeschaltet. Dadurch soll sich die Energieeffizienz um rund 20 Prozent, so Infineon.

Übrigens will Infineon künftig verstärkt auch Technologie für humanoide Roboter liefern. Viele der Chips, die Europas größter Hersteller von Halbleitern heute für das automatisierte Fahren an die Autoindustrie liefert, lassen sich laut einem „Handelsblatt“-Gespräch mit CEO Jochen Hanebeck nämlich auch gut in Robotern einsetzen.

infineon.com

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