Tesla präsentiert erstes in Texas gebautes Cybercab
Tesla hat auf der Social-Media-Plattform X ein Foto des Debüt-Cybercab aus der Giga Taxi gepostet. Dieses sei die erste Einheit, die dort vom Band gelaufen sei, heißt es im einzigen, dem Bild beigestellten Satz. Wie schon in einem ähnlichen Moment in der Cybertruck-Vorproduktion feiert Tesla diese Etappe mit einem sorgfältig arrangierten Pressefoto: Das Fahrzeug verschwindet mehr oder weniger in der Belegschaft: Im aktuellen Fall ist das Cybercab zu zwei Dritteln nicht zu sehen. Unverdeckt bleiben nur die Windschutzscheibe und etwas Blech drumherum.
Dass es sich bei diesem Exemplar noch um ein Vorserienfahrzeug handelt, davon zeugt ein weiterer Post von CEO Elon Musk, wonach das „Cybercab, das weder Pedale noch Lenkrad hat, im April in Produktion geht“. Vorgestellt hatte Tesla sein Robotaxi 2024 in Form eines zweisitzigen Coupés mit Flügeltüren. Es soll die Anwort auf die Robotaxis von Waymo sein und wie vielfach beschrieben ohne Lidar auskommen. Stattdessen setzt Tesla mit seiner Full-Self-Driving-Software (FSD) auf ein Kamera-basiertes, rein visuelles System. Auch in Privatwagen ist dieses System aktivierbar, jedoch bleibt der Fahrer in der Verantwortung.
Hat das Cybercab jedoch keine Pedalen und kein Lenkrad mehr, muss es tatsächlich vollautonom fahren und ohne Eingriffe von Fahrern zurechtkommen. Theoretisch jedenfalls, denn bei einem seiner aktuell zwei Robotaxi-Dienste mit umgerüsteten Model-Y-Fahrzeugen in den USA hat Tesla testweise zwar auch keinen Sicherheitsfahrer mehr an Bord, jedoch folgen diesen Robotaxis aktuell bemannte Fahrzeuge mit Eingriffsmöglichkeiten. Eine Art individuelle Fernsteuerung ist also auch beim Cybercab denkbar.
Wie auch immer: Für Tesla ist das Modell ein weiterer Schritt in Richtung Robotik und autonomes Fahren. Musk macht keinen Hehl daraus, dass er das Unternehmen weiter umbauen will, hin zu Robotaxis und humanoiden Robotern, die er als zentral für die Zukunft von Tesla bezeichnet. Und: Mit dem Cybercab kündigte der Tesla-CEO stets auch die Einführung eines neuen Produktionssystems namens „Unboxed“ an. Dieses soll die Fertigung stark vereinfachen.
Tesla plant konkret, verschiedene Baugruppen des Cybercab in separaten Bereichen der Fabrik zu montieren und diese anschließend zusammenzuführen. Also eine Abkehr vom aktuellen Linien-Ansatz. Dies soll Kosten senken, weniger Produktionsfläche benötigen und die Fertigung beschleunigen. Ob das System nun tatsächlich zum Einsatz kommt, ist aber nicht bestätigt. Auch warnte Musk laut dem Portal InsideEVs Anfang des Jahres, dass die Produktion des Cybercab unter dem neuen System voraussichtlich „quälend langsam“ erfolge – da Tesla in die neuartige Produktionstechnik noch hineinwachsen muss.
Ein weiterer in der Branche viel diskutierter Punkt ist die FSD-Software des Unternehmens, die erst noch beweisen muss, dass sie funktioniert. In Austin sollen die Model-Y-Robotaxis mit der Software seit der Einführung des Diensts im vergangenen Sommer in 14 Unfälle verwickelt gewesen sein. Das berichtet CBS News. Auch wird die Rolle des Systems bei mehreren tödlichen Unfällen mit Privat-Pkw aktuell von der US-amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht.





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