Deutscher Lade-Markt: Cubos übernimmt ChargeOne
Kurz zu den beiden am Deal beteiligten Unternehmen: Das 2018 in Wolfsburg gegründete Unternehmen Cubos plant, installiert und betreibt eigenen Angaben zufolge „Photovoltaik- und Ladelösungen, ergänzt durch moderne Speichersysteme und intelligente Software – Made in Germany“. Der Anbieter ermöglicht es Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern, „durch integrierte Energielösungen unabhängig vom Netz zu werden, Energiekosten dauerhaft zu senken und ihre Dekarbonisierungsziele zu erreichen“. Erst im März hatte Cuobs einen Großauftrag vom Land Niedersachsen erhalten.
ChargeOne seinerseits ist eine Marke des Münchner Elektrofachbetriebs Claus Heinemann Elektroanlagen GmbH und hat sich innerhalb des Fachbetriebs auf Ladeinfrastruktur spezialisiert. Seit Ende 2021 war der Geschäftsbereich Elektromobilität unter der Marke ChargeOne gebündelt und hat zuletzt 3.500 Ladepunkte in Deutschland betrieben – mit großen Wachstumsambitionen, den bis 2030 wollte das Unternehmen laut früheren Angaben „einer der führenden deutschen Ladeinfrastrukturbetreiber mit 150.000 installierten Ladepunkten sein“.
Zwar will Cubos Aussagen von CEO Marc Wille zufolge ebenfalls „der führende Anbieter flächendeckender Ladeinfrastruktur in Deutschland“ werden. Ob das konkrete ChargeOne-Ziel von 150.000 Ladepunkten weiter steht, wird hingegen nicht kommentiert. Stattdessen wird betont, dass die Wolfsburger im Zuge des Deals alle Arbeitsplätze bei ChargeOne sichern–was eher nach einer Konsolidierung klingt. Da beide Unternehmen zuletzt jeweils rund 3.500 Ladepunkte betrieben haben, kommt Cubos nun auf zusammengelegte 7.000 Ladepunkte in ganz Deutschland – und kann „gezielt seine Präsenz in Süddeutschland“ stärken, wie es heißt.
Allerdings hat Cubos die bisherigen 3.500 Ladepunkte nicht nur mit organischem Wachstum erreicht. Denn erst im Dezember 2025 hatte das Unternehmen Teile des Geschäftsbereichs Elektromobilität von Swarco Traffic Systems in Deutschland übernommen – und damit auch mehr als 1.000 Ladepunkte. Sowohl bei dem Swarco-Deal als auch der nun angekündigten ChargeOne-Übernahme hat Cubos keine Angaben zu den finanziellen Umfängen gemacht.
Für die bisherigen ChargeOne-Kunden soll sich nichts ändern, alle bestehenden Kundenaufträge sollen „vollumfänglich“ erhalten bleiben. „ChargeOne-Kunden können den gewohnten Betrieb ihrer Ladeinfrastruktur ohne Unterbrechung fortsetzen und profitieren zusätzlich vom erweiterten Leistungsportfolio, automatisierter Abrechnung und optimierten Betriebsprozessen über die Cubos-Plattform“, so die Wolfsburger. „Die Integration erfolgt schrittweise und beginnt ab sofort.“ Dabei werden eben auch die ChargeOne-Mitarbeitenden in das neue Unternehmen integriert und sollen dort ihre „tiefe Expertise in der Planung, Installation und dem Betrieb von Ladeinfrastruktur“ einbringen.
„Mit der Übernahme von ChargeOne bauen wir gezielt unsere bundesweite Servicepräsenz aus und schaffen durch die Bündelung unserer Stärken echten Mehrwert. Wir sichern nicht nur ein etabliertes Unternehmen und seine Arbeitsplätze, wir gewinnen auch ein starkes Team und ein gewachsenes Kundennetz“, sagt Marc Wille, CEO von Cubos. „Unsere Kunden profitieren sofort von erweiterten Services, digitalen Prozessen und einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur. Gemeinsam treiben wir den Ausbau nachhaltiger Mobilität in Deutschland voran – mit dem Ziel, der führende Anbieter flächendeckender Ladeinfrastruktur in Deutschland zu werden.“
Quelle: Info per E-Mail





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