Lichtblick und Regioladen+ erhalten Zuschlag für Lkw-Ladenetz in BaWü
Für den Förderaufruf haben Lichtblick sowie die Thüga-Tochter Regioladen+ ein Konsortium gebildet – und nun den maximalen Zuschlag pro Antragssteller erhalten, nämlich für zwei von insgesamt drei ausgeschriebenen Losen. Wer das dritte Los erhält, ist hingegen noch nicht bekannt.
Die drei ausgeschriebenen Förderlose enthielten jeweils sieben Suchräume. Diese geographisch abgegrenzten Gebiete verteilen sich über ganz Baden-Württemberg, sodass jeder Gewinner einen Mix aus potenziell attraktiven und weniger lukrativen Standorten verantwortet. Wo sich die verschiedenen Suchräume befinden, können Sie in unserem Beitrag zum Förderaufruf aus dem August 2025 sehen. Dabei stellt das Land Baden-Württemberg pro Los eine Förderung von bis zu 4 Millionen Euro bereit. Diese wird aber auf 40 Prozent der Gesamtmittelausstattung begrenzt.
Das Konsortium aus Regioladen+ und Lichtblick hat wie erwähnt den Zuschlag für zwei Lose erhalten – und kann somit nun insgesamt 14 geförderte Lkw-Ladestandorte in Baden-Württemberg errichten und betreiben. Pro Einrichtung sind dabei mindestens vier öffentlich zugängliche CCS-Ladepunkte vorgeschrieben. Gefördert werden dabei auch die Netzanschlüsse, wobei die pro Standort verfügbare Gesamtnennladeleistung mindestens 1.200 kW betragen muss.
Lichtblick und Regioladen+ planen nun mit CCS-Ladepunkten mit einer Leistung von bis zu 600 kW. Fester Bestandteil des Konzepts sind für jeden Ladepark auch Batteriespeicher. Und je nach Kundennachfrage erwägt das Konsortium, zusätzlich auch MCS-Lademöglichkeiten an den Standorten zu schaffen, also mit dem neuen Megawatt-Ladestandard, der in Kürze von den Lkw-Herstellern eingeführt wird.
„Ich freue mich, dass wir mit unserem Konzept erfolgreich waren“, sagt Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. „Schon seit Jahren baut die Thüga-Gruppe konsequent die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität aus. Für E-Autos ist die Gruppe mit rund 13.000 Ladepunkten bereits führend in Deutschland. Den Ausbau auch für die Schwerlast-Mobilität, gemeinsam mit unserem Partner LichtBlick eMobility, voranzutreiben, ist nur logisch und konsequent.“
„Die Elektromobilität ist ein zentraler Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor. Der Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Mit dem Projekt in Baden-Württemberg erweitern wir unser Portfolio und schaffen hochwertige Ladeangebote für Gewerbekunden wie Speditionen und Logistikunternehmen“, ergänzt Sebastian Ewert, Geschäftsführer der LichtBlick eMobility GmbH. „Der Zuschlag durch das Bundesland Baden-Württemberg stellt einen weiteren, wichtigen Meilenstein für unser Unternehmen dar, der ohne die vertrauensvolle Kooperation mit der Thüga nicht erreicht worden wäre.“
Für die Planung, den Bau und die Beschaffung der Ladeinfrastruktur wollen die Partner nun eine gemeinsame Gesellschaft gründen. Die Beteiligten haben in Baden-Württemberg bereits Kontakt zu Flächeneigentümern, Speditionen und Logistikunternehmen aufgenommen und dazu beigetragen, geeignete Standorte zu identifizieren und die notwendigen Grundlagen für die Bewerbung zu schaffen. LichtBlick eMobility übernimmt die Vorfinanzierung des Projekts sowie den kommerziellen Betrieb der Ladeinfrastruktur. Den technischen Betrieb der Ladeinfrastruktur verantwortet Regioladen+.





0 Kommentare