Nächster Opel Astra wird auf Basis der STLA One in Rüsselsheim gebaut

Der Automobilkonzern Stellantis hat entschieden, auch die kommende Generation des Opel Astra im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim zu bauen. Dieser soll zusammen mit drei weiteren neuen Modellen, darunter auch der angekündigte E-SUV auf Leapmotor-Basis, bis 2030 auf den Markt kommen.

Opel astra produktion
Bild: Opel

Der künftige Opel Astra soll dabei nicht nur in Rüsselsheim produziert werden, sondern zuvor auch in der neuen globalen Opel-Zentrale namens grEEn-campus entworfen und entwickelt werden. Die Grundlage für die nächste Generation des Kompaktwagen-Klassikers soll die neue Plattform STLA One bilden, die als komplett neue, übergreifende „Mega-Plattform“, gleich fünf bisherige Architekturen in einem einzigen System zusammenführt. Die STLA One ist Teil des neuen Strategieplans „FaSTLAne 2030“ von Stellantis, die der Konzern im Mai vorgestellt hatte.

Der Opel Astra ist seit 2023 auch als vollelektrische Variante auf Basis der Plattform EMP2 erhältlich, in der Mitte des Produktzyklus erfolgte Ende 2025 ein Facelift. Dabei stieg der Energiegehalt der Hochvolt-Batterie von 54 auf 58 kWh (55,4 kWh netto), womit nun bis zu 454 Kilometer nach WLTP möglich sind – also 34 Kilometer mehr als bisher.

In welchen Antriebsarten der nächste Opel Astra auf den Markt kommt, hat Opel bislang noch nicht mitgeteilt, sondern spricht nur davon, dass das aktuelle Modell in vier Antriebsvarianten erhältlich ist: Batterie-elektrisch, Plug-in-Hybrid, Hybrid und Diesel. Das wäre auch mit der neuen STLA One abdeckbar, denn Stellantis entwickelt sie als modulare Fahrzeugarchitektur für die Segmente B, C und D für verschiedene Antriebsarten. Die STLA One soll dabei als Grundlage für 30 Modelle verschiedener Marken bis 2035 dienen und bis dahin ein Jahresvolumen von 2 Millionen Einheiten erreichen.

„Die Vergabe der nächsten Astra-Generation an unser Werk in Rüsselsheim bekräftigt das Engagement von Opel für Deutschland als Industriestandort. Ich freue mich sehr, dass Rüsselsheim auch in Zukunft die Heimat des Astra bleiben und dieser in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem neuen grEEn-campus gebaut werden wird“, sagt Opel CEO Florian Huettl. „Diese Investition ist ein klares Zeichen dafür, dass wir gemeinsam mit unseren Sozialpartnern Vereinbarungen erzielen, die allen Beteiligten zugutekommen.“

Laut Hessischem Rundfunk sichert die Vergabe der nächsten Astra-Generation in Rüsselsheim rund 1.350 Arbeitsplätze in der Produktion. Außerdem sollen die Auszubildenden und dualen Studenten, die bis in den Winter 2028/2029 ihren Abschluss machen, übernommen werden. Wann genau die Produktion des künftigen Opel Astra starten wird, ist noch unklar.

Im neuen Strategieplan „FaSTLAne 2030“ hat das Stellantis Leadership Team unter der Führung von CEO Antonio Filosa den traditionsreichen deutschen Autobauer nur als regionale Marke eingestuft, der von den globalen Zugpferden Fiat, Peugeot, Jeep und Ram profitieren soll. Zugleich investiert der Konzern aber aktuell über eine Milliarde Euro in Deutschland, die v.a. in die neue Zentrale von Opel und Stellantis Germany fließen.

Dabei soll der nächste Opel Astra nicht das einzige neue Modell werden. Opel CEO Florian Huettl hat zudem bekanntgegeben, dass der deutsche Hersteller bis 2030 die Einführung von mindestens drei weiteren neuen Opel-Modellen plant. Dazu zählen der nächste Opel Corsa sowie das noch namenlose Elektro-SUV im C-Segment auf Basis von Leapmotor-Technologie, das im spanischen Saragossa gebaut werden soll.

stellantis.com, hessenschau.de

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