22.08.2019 - 10:47

Carver: Kabinendreirad kommt mit Elektroantrieb zurück

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Das ehemals von einem Daihatsu-Dreizylinder angetriebene niederländische Kabinendreirad Carver mit Neigetechnik feiert ein Comeback mit Elektroantrieb. Der ab Herbst erhältliche Stromer soll rund 8.000 Euro kosten.

Allerdings hat Carver nicht den Antrieb 1:1 ersetzt, sondern auch Konzept und Ausrichtung des Zweisitzers verändert. Mit dem 50 kW starken Verbrenner sollte der Carver One ein Auto in nahezu allen Lebenslagen ersetzen können. Angesichts eines Preises von knapp 60.000 Euro fanden sich zwischen 2007 und 2009 gerade einmal 200 Käufer – weshalb das Projekt in der Insolvenz endete.

Der neue E-Carver hingegen ist anders ausgelegt: Die hydraulisch gesteuerte Neigetechnik ermöglicht zwar immer noch bis zu 45 Grad Schräglage, aber das war es auch mit den Gemeinsamkeiten. Zwei E-Motoren liefern jeweils zwei kW, die Höchstgeschwindikgeit begrenzt Carver auf 45 km/h. Das Gewicht liegt bei 330 Kilogramm, die Reichweite bei 100 Kilometern.

Damit soll der E-Carver nicht zum reinen Spaßmobil auf der Landstraße werden, sondern mit gerade einmal 88 Zentimetern Breite etwa als Pendlerfahrzeug in der Stadt dienen. Der im Heck untergebrachte Akku (5,3 kWh) soll in 6,5 Stunden an einer Haushaltssteckdose geladen werden können.

Der E-Carver bietet Platz für zwei Erwachsene, die hintereinander sitzen. Zudem kann in einem kleinen Kofferraum von 75 Litern Größe etwas Gepäck verstaut werden. Das Dach über dem Gitterrohrahmen lässt sich öffnen, womit der E-Carver zu einer Art Targa wird. Der Fahrer benötigt laut „Auto, Motor und Sport“ für den E-Carver trotz der geringen Höchstgeschwindigkeit einen Autoführerschein.
auto-motor-und-sport.de, autogazette.de, carver.earth (technische Daten)

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4 Kommentare zu “Carver: Kabinendreirad kommt mit Elektroantrieb zurück

  1. Christian

    Moin Moin,

    also ich stehe sehr offen für neue Konzepte und finde den E-Carver echt cool und auch Sinnvoll, aber…!

    „Damit soll der E-Carver nicht zum reinen Spaßmobil auf der Landstraße werden“
    LANDSTRASSE mit 45 km/h…?!?! geht´s noch?
    SORRY, mir einer „Höchstgeschwindigkeit begrenzt auf 45 km/h“ ist der E-Carver auch in der Stadt (zumindest in Hamburg) ein Verkehrshindernis. Als 50ger-Rollerfahre kann ich davon ein Lied, nein ein ganzes Album singen!
    45 km/h ist ein Witz, und nur schon die Überlegung, damit auf der Landstraße zu fahren ist unsinnig – zumindest in Deutschland, wo die meisten Autofahrer immer noch „das Recht des Stärkeren“ propagieren!

    Der zweite Punkt ist der Akku und das aufladen…
    „Der Akku (5,3 kWh) soll in 6,5 Stunden an einer Haushaltssteckdose geladen werden können…“
    Wie jetzt, über einen 12-Volt-Lader oder wie?
    Ein-Phasig stehe unter Dauerbelastung der Installation gute 2,3 kW (230 Volt x 10 Amper) zur Verfügung. Macht also bei 5,3 kWh gute 3 Stunden. Wieso also 6,5 Stunden… Ist dort ein Blei-Akku mit 48V verbaut…?
    Bei 6,5 Stunden fällt eine öffentliche Ladesäule aus. Somit sollte der Akku (aus Gewichtsgründen) auf 2 herausnehmbare Wechsel-Akkus ausgelegt sein, damit diese dann @ Home geladen werden können.

    Für mich klingt der E-Carver wie ein eRoller auf 3 Rädern mit Dach und 2 Stühlen. Auch ein sinnvolles Konzept für die Stadt. Aber die Nutzbarkeit, auch in Hinsicht auf den Führerschein (45 km/h und Dreirad) sollte für den deutschen Markt noch einmal überdacht werden!

    Ansonsten tolles Gefährt!

    • HAF

      Sehe ich auch so – ein attraktiver Preis und auch die äußere Form macht Sinn (aerodynamisch + es wird wenig Parkraum verschwendet) aber alles unter min. 80km/h kann nicht als Pendlerfahrzeug genutzt werden. Und 6,5h laden – wie schon beschrieben ein Witz bei dem Akku!

  2. Peter wulf

    Welch ein Witz das Auto hat schlechtere technische Leistung etc .als der Messerschmitt Kabinenroller der 60et er Jahre der ein durchsichtiges Dach mit 2 sitzen hintereinander und 2 Rädern vor 1 hinten . Lenkrad sah aus wie ein Flugzeug Steuerknüppel.

  3. Ist echt schade um dieses schöne Gefährt. Mit 45 km/h Höchstgeschwindigkeit ist man lediglich ein Hinderniss im Strassenverkehr. Da kann kein Fahrspaß aufkommen. Dazuhin noch eine sehr geringe Reichweite und sehr lange Ladezeit. Wer denkt sich heutzutage solch ein Konzepte aus? Das Gefährt selbst ist ja toll, passt aber von der Leistung so gar nicht auf die heutige Strasse.
    200km Reichweite und 100km/h Höchstgeschwindigkeit würden das Fahrzeug schon attraktiver machen. Ich habe immer davon geträumt mal einen zu besitzen. Als Benziner zu teuer und als elektro Variante nicht attraktiv. Schade um dieses schöne Fahrzeug….

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https://www.electrive.net/2019/08/22/carver-kabinendreirad-kommt-mit-elektroantrieb-zurueck/
22.08.2019 10:13