Vom Kostenblock zum Geschäftsmodell: Ladeinfrastruktur für E-Flotten im Depot

Die Elektrifizierung von Liefer- und Logistikflotten stockt oft an der Ladeinfrastruktur am eigenen Depot. Begrenzte Netzkapazitäten, hohe Anschlussleistungen und lange Abstimmungen mit dem Netzbetreiber verzögern den Hochlauf. Gleichzeitig steigen Energiepreise und Netzentgelte, während Auftraggeber verlässliche Lieferzeiten und klare CO₂‑Reduktionsziele erwarten. Für Logistiker und KEP-Dienste wird Ladeinfrastruktur damit zu einem zentralen Hebel für Wirtschaftlichkeit, Planbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

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„Durch unsere günstigen Ladeinfrastrukturlösungen und dynamische Energieversorgerverträge unserer Partner kommen wir auf unter 30 ct/kWh bei den Ladekosten. Das liegt deutlich unter den 35 ct/kWh, ab denen sich der Elektro-LKW laut Branchenverband DSLV (1) heute schon lohnt“, betont Stefan Hahn, Direktor des Produktmanagements bei ELMI Power. Welche Faktoren darüber entscheiden, ob und wann sich E-LKW wirtschaftlich rechnen, diskutiert ELMI Power gemeinsam mit Drees & Sommer auch in einem Webinar am 28. April 2026.

Im Fokus steht das Depotladen

Lieferfahrzeuge und Lkw kehren regelmäßig an den Standort zurück und können über Nacht oder in definierten Zeitfenstern geladen werden. Genau hier setzt ELMI Power an: Das Unternehmen entwickelt batteriegestützte Schnellladeprodukte für öffentliches Laden sowie für Flottenladen von PKW und LKW über alle Klassen von 12t bis 40t. Die kleinste Depotlösung schafft mit 70 kW Netzanschluss 400 kW Ladeleistung. Größere Speicher ermöglichen mit 200 kW Netzanschluss bis zu 1.200 kW Ladeleistung mit 12 Ladepunkten.

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Neue Hardware für Logistik-Depots

Auf der Power2Drive im Juni stellt ELMI Power die Themenwelt für Logistik- und Lieferdepots vor. Das Portfolio wurde um Dispenser für Überkopfmontage und für sehr kurze Ladezeiten unter einer Stunde ergänzt. So lassen sich eichrechtskonformes Laden, extrem schnelles Laden für kurze Standzeiten und überfahrsicheres Laden an Rolltoren und Laderampen abdecken. Das Baukastenprinzip ist erweiterbar, integriert PV-Strom und nutzt dynamische Stromtarife. Mit dem Elektrifizierungsrechner lässt sich planen, wie viele Ladepunkte und wie viel Speicher für Netzanschluss und Fuhrpark benötigt werden (https://e-truck24.com/der-elektrifizierungsplaner/).

Schnellere Umsetzung, weniger Kosten

Depots, die heute als „netzseitig schwierig“ gelten, können so zu vollwertigen Lade-Standorten werden. Teure Trafos und jahrelange Ausbauplanungen lassen sich in vielen Fällen vermeiden oder parallel zum Flottenhochlauf planen. ELMI-Produkte können innerhalb von 3 bis 4 Monaten installiert werden, selbst wenn der Netzausbau noch nicht begonnen wurde. In vielen Fällen versorgen Speicher- und Schnellladekombinationen bereits die ersten 5 oder 10 LKW, während der weitere Hochlauf über 2–3 Jahre geplant wird.
Der wirtschaftliche Effekt geht über den Netzanschluss hinaus. Durch Speicher, intelligentes Energiemanagement und dynamische Stromtarife können Logistiker Strom dann einkaufen, wenn er günstig und verfügbar ist, und ihn flexibel in den Ladefenstern nutzen. In Kombination mit PV auf Hallendächern steigen Eigenverbrauchsanteil und Planungssicherheit, während Leistungsspitzen und Netzentgelte sinken.

ELMI als Partner

ELMI begleitet Betreiber von der Analyse von Depot, Netzanschluss und Routen über die Planung des Depot-Charging-Ecosystems bis zur Umsetzung und Skalierung auf weitere Standorte. Batteriegestützte Hubs, flexible DC-Dispenser und ein zentrales Energiemanagement-System wachsen mit der Flotte mit. Das System ist offen gestaltet, sodass intelligentes Energiemanagement oder Routenplanungssoftware direkt eingebunden werden kann. So wird aus der vermeintlich teuren Pflichtaufgabe Ladeinfrastruktur ein strategisches Asset: mit planbaren Kosten, kürzeren Projektlaufzeiten und einer Infrastruktur, die zukünftiges Wachstum bereits mitdenkt.

(1) Deutsche Energie-Agentur (Hrsg.) (dena, 2025): „Marktbefragung zur Anschaffung nachhaltiger Lkw in der Logistik“, in Zusammenarbeit mit dem DSLV Bundesverband Spedition und Logistik e. V., Stand: Dezember 2025.

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