13.06.2017

Diesel hat Pause: Flächendeckende Fahrverbote in München?

Oberbürgermeiser Dieter Reiter will gegen Stickstoffdioxid-Belastungen vorgehen

diesel-tankstelle-symbolbild-pixabay

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter denkt angesichts erschreckender Stickoxid-Messwerte über die Einführung eines flächendeckenden Fahrverbots für Dieselautos nach. Bis zu 170.000 Fahrzeuge wären davon betroffen. In der Autostadt München wird gerade das Grab für den Diesel ausgehoben.

„So sehr ich mich freuen würde, wenn es ohne solche Verbote ginge, so wenig sehe ich, wie wir künftig weiter ohne Sperrungen auskommen werden“, sagte Reiter der „Süddeutschen Zeitung“. Die Ankündigung dürfte deutschen Autobauern den Angstschweiß auf die Stirn treiben – und für Proteste sorgen. Grund für Reiters Vorstoß sind neue Messwerte zur Stickstoffdioxid-Belastung in der bayerischen Landeshauptstadt. Laut „SZ“ wird der EU-Mittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht nur auf großen Ring- und Einfallstraßen deutlich überschritten, sondern auch weit jenseits dieser Zone. „Die Ergebnisse sind erschreckend, das hatte niemand so erwartet“, sagte Reiter gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

Die ständige Gesundheitsbelastung seiner Bürger will der Oberbürgermeiser nicht länger hinnehmen. Reagieren muss er ohnehin: Die Daten müssen nach Klagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bis zum 29. Juni vorgelegt werden. Eine City-Maut ist für Dieter Reiter übrigens keine Option. Autofahrer würden eher bezahlen, als ihren Pkw stehen zu lassen. Von einem generellen Fahrverbot betroffen wären – je nach Abgasnorm – zwischen 133.000 und 170.000 Fahrzeuge. Insgesamt sind in München 295.000 Diesel-Pkw zugelassen.
sueddeutsche.de




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2 Kommentare zu “Diesel hat Pause: Flächendeckende Fahrverbote in München?

  1. Was ist das für ein Schwachsinn? Der Benzin-Direkteinspritzer verpestet die Luft viel tödlicher als der Diesel. Wenn man was erreichen will für die Luftqualität in den Städten, müssen beide draußen bleiben!
    Die Autoindustrie muß dazu verdonnert werden, saubere Motoren zu verkaufen. Es geht schon beim Diesel. Der SCR Kat z.B. beim Citroen C4 Cactus filtert die Stadtluft von 50.000 Partikel pro cm³ auf ganze 5. Benzin-Direkteinspritzer haben noch gar keine Partikelfilter und erzeugen viel kleinere Partikel, die nicht nur lungengängig sondern sogar durch die Zellwände dringen.

  2. München Diesel-Stopp….ist richtig

    Da hilft nur eines : die deutschlandweite oder gar
    EU-weite Diesel – Abwrackprämie ,
    es gibt elektrische PKW, el. Kleintransporter ,el. LKW , E-Busse und immer mehr Ladestationen für E-Mobility.

    Mit freundlichen Grüßen
    Holger Enzmann