16.07.2020 - 10:27

Joe Biden stellt Klimaschutz- und E-Mobilitätsplan vor

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs zwei Billionen Dollar in den ersten vier Jahren in den Klimaschutz investieren. Der nun vorgestellte Plan soll auch „Millionen“ von Jobs schaffen. Ein großer Fokus liegt dabei auf erneuerbaren Energien und E-Mobilität.

Kern des Plans des Demokraten ist es, die Stromerzeugung der USA bis 2035 zu dekarbonisieren. Dabei will Biden Millionen Arbeitsplätze im Sektor der erneuerbaren Energien schaffen, etwa bei der Windenergie. Aber auch „Millionen von Solarmodulen“ sollen installiert werden.

Laut der American Wind Energy Association (AWEA) arbeiten in den USA bereits heute 120.000 Menschen in dem Sektor und man sei bereit, die Mitarbeiterzahl „schnell zu vergrößern, um unserem Land zu helfen, bis 2035 ein 100 Prozent kohlenstofffreies Stromnetz zu erreichen“.

Der Plan von Biden steht im krassen Gegensatz zu der Politik von US-Präsident Donald Trump, der stark auf fossile Brennstoffe setzt und auch bei der Mobilität bereits verabschiedete Verbrauchs- und CO2-Ziele wieder aufgeweicht hat. Laut US-Medien dürfte sich Biden mit dem Plan aber nicht nur gegen Trump positionieren wollen, sondern auch innerhalb der eigenen Partei: Es gibt offenbar Demokraten, denen die Haltung ihres wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidaten in Sachen Energieerzeugung und Klimawandel nicht hart genug war – diese Stimmen will Biden mit der Ankündigung offenbar zufriedenstellen.

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Auch für die Mobilität hätte der Klimaschutzplan große Auswirkungen. So soll es ein Abwrackprogramm zum Umstieg auf E-Autos geben, staatliche Flotten sollen elektrifiziert und die Autoindustrie subventioniert werden, sofern sie ihre Produktion auf Elektroautos umstellen, „damit die Vereinigten Staaten – nicht China – bei der Produktion sauberer Fahrzeuge weltweit führend sind“. Außerdem sollen 500.000 neue Ladestationen gebaut werden. So sollen laut Biden eine Million gut bezahlter Arbeitsplätze in der Autoindustrie geschaffen werden.

Einige Details blieben Biden und seine Präsidentschaftskampagne aber noch schuldig. Etwa die Ausgestaltung des Abwrackprogramms, geplante Subventionshöhen und wie wo welche Ladestationen errichtet werden sollen. Wie ein Wahlkampfmanager angab, sollen viele Details im Laufe der kommenden Wochen verkündet werden.

Laut Biden selbst soll das Programm aber umfangreich sein und viele US-Branchen umkrempeln. „Wir werden nicht nur an den Rändern etwas herumbasteln“, so Biden. „Wenn Donald Trump über den Klimawandel spricht, reißt er nur Witze. Wenn ich an den Klimawandel denke, denke ich an Jobs.“
rechargenews.com, bbc.com, caranddriver.com, cbsnews.com

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6 Kommentare zu “Joe Biden stellt Klimaschutz- und E-Mobilitätsplan vor

  1. HAF

    Hallo,

    vermutlich hat sich ein Übersetzungsfehler eingeschlichen. 2 Billionen sind im Deutschen 2 Milliarden. Ich glaube nicht, dass Joe Biden 2.000 Milliarden investieren will (und kann).

    • Sebastian Schaal

      Hallo HAF,

      in den US-Medien ist von „$2 trillion“ die Rede – also im Deutschen 2 Billionen Dollar.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

      • C.B.

        Ich denke auch, dass es sich ganz sicher nicht um einen Übersetzungsfehler handelt.
        Bei einem geplanten US-Haushalt von 4,8 Billionen $ (4,4 Billionen €) alleine für 2021 wären Investitionen von 2 Mrd. $ (egal wofür) keine Newsmeldung wert…
        Und bei dem kürzlich verabschiedeten Corona-Hilfspaket von ebenfalls 2 Billionen $ sieht man, dass ein US-Präsident solche Summen im Namen der heiligen Wirtschaft auch mal eben so investieren „kann“.

        • Ernest Schönberger

          Mythos „Geld ist knapp“, 98000. Wiederholung. Klärung: die USA leben davon, dass sie grüne Zettel drucken, für die sie dann (meist anderer Leute) Kram „kaufen“. Und natürlich sind mehr als 90% der grünen Zettel Zahlen im Computer. Das klappt, weil die USA der größte Markt der Welt sind (waren?) und weil sie überall Argumentationshilfen (=Flugzeugträger) haben. Das vermitteln zum Teil die Banken, und die Schattenbanken wie BlackRock. Bei der EU sieht es ähnlich aus. Und alles basiert bislang auf fossiler Energie, die sich hoffentlich als Brückentechnologie zu einem überwiegend planetaren Mindset erweisen wird.

  2. H.H. Hartmann

    Meine Herren, ihr unterliegt einem fundamentalen
    Irrtum, im amerikanischen und englischen Zahlensystem
    entspricht eine Billion einer Milliarde im deutschen
    Zahlensystem.

    • Sebastian Schaal

      Hallo Herr Hartmann,
      wie schon weiter oben geschrieben: In den US-Medien ist von „$2 trillion“ die Rede – also im Deutschen 2 Billionen Dollar.

      Viele Grüße
      Sebastian Schaal

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