21.04.2021 - 10:22

Neuauflage: Messerschmitt Kabinenroller mit E-Antrieb

Der legendäre Kabinenroller von Messerschmitt aus den 1950er Jahren feiert ein Comeback – auch als Elektromobil. Die Neuauflage des Kabinenrollers trägt als E-Variante die Modellbezeichnung KR-E5000 und wird in den Messerschmitt-Werken, die nun im spanischen Malaga beheimatet sind, bereits produziert.

Im Mai sollen die ersten Modelle in Deutschland ausgeliefert werden. Angetrieben wird der 195 Kilogramm wiegende KR-E5000 von einem Elektromotor mit 5 kW Leistung, der das dreirädrige Fahrzeug auf maximal 90 km/h beschleunigen kann. Der 1,4-kWh-Akku soll eine maximale Reichweite von immerhin 80 Kilometern erlauben, wobei optional ein zweiter Akku angeboten wird. Der Ladevorgang dauert angesichts des sehr kleinen Akkus an einer herkömmlichen Steckdose dennoch vier bis sechs Stunden.

Optisch ähnelt die Neuauflage dem Original durch und durch: Auch im 2,85 Meter langen KR-E5000 finden sich zwei Räder vorne und eins hinten und zwei Passagiere können hintereinander Platz nehmen. Sowohl das charakteristische „Gesicht„ als auch die 10-Zoll-Räder sind erhalten. Konstruiert ist der neue Messerschmitt Kabinenroller (klassifiziert als Leichtfahrzeug der Kategorie L5e) auf Basis von Aluminium und Glasfaser-verstärktem Kunststoff. Wer genau hinschaut, findet aber im Handschuhfach einen USB-Port vor. Außerdem sind die Schalensitze einstellbar.

In Serie produziert wurde der Messerschmitt Kabinenroller übrigens erstmals 1953. Drei Jahre lang lief bei dem Traditionshersteller in Regensburg die Version KR 175 vom Band. Ab 1955 bis 1964 wurde vor Ort das Nachfolgemodell KR 200 gebaut. Seinerzeit kostete das Modell 2.470 (KR 175) bzw. 2.395 D-Mark.

Die elektrische Neuauflage bringt Messerschmitt nun ab 12.950 Euro plus Steuern und 690 Euro Überführungskosten auf den Markt. Damit fällt die E-Version etwas teurer aus als die ebenfalls neu aufgelegte Verbrennervariante (10.950 Euro).
auto-motor-und-sport.de, t3n.de, messerschmitt-werke.de

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15 Kommentare zu “Neuauflage: Messerschmitt Kabinenroller mit E-Antrieb

  1. BEV

    Geil 😉

    Elektrische Kleinfahrzeuge dürften zunehmen interessanter werden.

  2. Peter W

    Für ein „richtiges“ Auto gibt’s 9500 Euro Förderung, und damit ist das dann billiger als dieser Unsinn.
    Der Kabinenroller war eine Lösung für Leute, die sich damals kein Auto leisten konnten, das Motorrad mit Beiwagen aber bei Regen etwas unpraktisch war. Heute wird aus den Notlösungen der Nachkriegszeit ein Kult gemacht.

    • Axel P.

      Na und?

  3. Frank

    Ist das Teil Förderfähig?

  4. Tobias

    Wäre sinnvoll, wenn es nicht so überteuert wäre.
    Elektrische kleinfahrzeuge sind die Zukunft, da
    1. wir nicht genug Strom haben, damit jeder seinen unsinnigen Tesla laden kann
    1. nur kleine und leichte Fahrzeuge wirklich Ressourcen sparen und die Umwelt schonen können.

    Hoffentlich werden bald auch in Europa bezahlbare kleine Elektroautos verkauft, so wie in China.

  5. Marcus

    Das Konzept ist doch gut, für jeden soll etwas dabei sein. Was mir völlig unverständlich ist warum es auch eine Verbrennervariante gibt.

  6. Günther Schuster

    30 Iahre warte ich schon auf einen solchen Nachbau .aber auf der Benzin Motor Basis.

  7. Georg Müller

    Ich finde die Elektro Mobilität nun wirklich interessant, und fahre selber einen Elektroroller, um damit zur Arbeit zu fahren und kleine Erledigungen in der Stadt zu machen ohne danach nach Benzin zu stinken und aufladen kann ich ihn sowohl zuhause als auch auf der Arbeit. Nur gegen Witterungen bin ich schutzlos ausgeliefert…
    zu dem Nervt es das dat ding nur 45km/h fährt… könnte es nicht einfach 50km/h Fahren ??

  8. Dierk Riesenberg

    Von 1957 bis 1964 habe ich erst den KR 175, dann einen KR 200 gefahren. 1958 fuhren meine Eltern mit ihrem Goggo und meine spätere Frau und ich mit dem KR 200 zu Verwandten nach Eisenach. Bei einem Ausflug auf den Inselsberg wurden wir oben mit Beifall empfangen. Aber ein Opel P4 den wir vor dem Gipfel überholten (er stand am Straßenrand zum abkühlen) wurde mit einem Beifallssturm empfangen.
    1960 unsere Hochzeitsreise an die Dänische Nordseeküste mit der Insel Fanoe.
    Heute fahre ich in den großen Autos des ÖPNV

    • Daniel Obertals

      Ich sehe das schon alles mit Interesse und Anerkennung, aber den NCAP-Crashtests müssen die sich der kleinen Stückzahlen wegen wohl nicht stellen.
      Hmm.
      Ich möchte 2021 nicht mit einem VW Käfer crashen, mit einem 2 CV und und und. Nicht mal mit meinem eigenen ersten Auto, dem damals hochgeschätzten Audi 50 aus 1975. Besser nicht.

      • Henning

        und genau aus diesem Grund müssen die übergroßen sinnlosen Blechpanzer von der Strasse verschwinden, denn wo keine Bedrohung durch übermächtige Fahrzeuge da muss auch die Sicherheit nicht übertieben werden. Dazu dann noch eine generelle Geschwindigkeitsbrgrenzung und alles könnte so einfach sein. Aber die Zeit wird es richten, wenn die Resourcen erst mal weg sind ist auch gabz schnell Schluß mit sinnloser Verschwendung, auch wenn das der ein oder andere noch nicht wharhabe möchte. Wahrscheinlich alle kinderlos, daher für mich schon nachvollziehbar, weil ein paar wenige Jahrzehnte wird’s schon noch halten.

  9. Joachim-H. Schorlies

    Hallo, ich hatte früher einen Echten Messerschmitt Kabinenrodler, etwas geändert mit 120Kmh.
    Wird es auch einen mit 4 Rädern geben? der war schneller und Kurvenstabiel.
    Was nur wenige Wissen: Die Motoren hatten schon rückwertsgänge; der Motor wurde dazu „Rückwerts gestartet (er lief rückwerts, als andersherum), hatte eine heute noch moderne Lichtmaschine.
    Der hat sehr viel Spass gemacht, nie Parkplatzsucherei, er konnte konnte problemlos einfach in eine Lücke gehoben werden. und viel, viel mehr……

    • Frieder Krite

      „Rückwerts nimmer, vorwärts immer“ 😉

  10. SCHUSTER Günter

    Hallo habe grosses Interesse an einem Kabinenroller bitte um Deine Tel. NUMMER. UM mehr von dem Roller zu erfahren.

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21.04.2021 10:37