15.07.2021 - 11:15

Bosch zeigt neue Testlösung für Leistungselektronik

Bosch Engineering hat ein High-Voltage Lab Rig (HVLR) entwickelt, mit dem die Leistungselektronik von E-Fahrzeugen effizient getestet werden kann. Da die Tests so im Hochvoltlabor statt auf dem Prüfstand durchgeführt werden können, sollen Entwicklungszeit und -kosten sinken.

Das System integriert laut Bosch eine Hochvolt-Spannungsquelle und elektronische Sicherheitsfunktionen für den Stromkreis des zu testenden Bauteils in einem portablen Kompaktschaltschrank. Durch die modulare Bauweise soll das Testsystem an die jeweiligen Kundenanforderungen angepasst werden können.

Bei der Spannungsebene sollen bis zu 1.200 Volt abgebildet werden können, so Bosch. Eine spätere Erweiterung auf bis zu 1.500 Volt sei möglich. Zudem kann das HVLR mit verschiedenen Kommunikationsschnittstellen ausgerüstet werden. Die Bedienung erfolgt über einen am Schaltschrank angebrachten Touchscreen.

„Viele Untersuchungen an der Leistungselektronik von Elektrofahrzeugen können so vom Prüfstand in das Hochvoltlabor verlagert werden“, so Andreas Nachreiner, Head of Product Management Business Field eMobility bei Bosch Engineering. „Damit lassen sich wertvolle Anlagenkapazitäten für andere Test- und Validierungsaufgaben freimachen und damit die Entwicklungszeit und -kosten reduzieren.“

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Bei der Entwicklung des Systems war die Sicherheit der Anwender ein Schwerpunkt. „Im Labor müssen viele Untersuchungen direkt an den spannungsführenden Bauteilen der Leistungselektronik erfolgen“, sagt Heinz-Georg Schmitz, Director Engineering Mechatronic Solutions. „Fehler sind dabei lebensgefährlich.“ Das Schutzkonzept decke potenzielle Unfallursachen ab und mindere die Risiken bei Arbeiten am Hochvolt-Stromkreis.

Die Sicherheitsfunktionen werden durch eine separate Einheit, die High-Voltage Safety Box (HVSB), umgesetzt. Sie wurde gemäß DIN EN ISO 13849 entwickelt und bietet unter anderem eine Isolationsüberwachung, einen Interlock-Schaltkreis, eine Einbindung an ein Labor-Notauskonzept und eine SPS-Schnittstelle, mit der das HVLR nahtlos in die Testautomation des Hochvoltlabors eingebunden und ferngesteuert betrieben werden kann. Die High-Voltage Safety Box gehört zum Lieferumfang des HVLR, ist laut Bosch auch als separates Modul erhältlich, beispielsweise um die Sicherheitsfunktionen und die SPS-Schnittstelle bei vorhandenen Hochvolt-Spannungsquellen nachzurüsten.
bosch-presse.de

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15.07.2021 11:46