16.08.2021 - 12:15

Ola Electric zeigt neuen E-Roller – auch für den Export

Der indische Hersteller Ola Electric hat seinen neuen Elektroroller vorgestellt, den es in zwei Varianten (S1 und S1 Pro) geben wird. Anders als ihre Vorgänger sind die beiden neuen Modelle nicht nur für den indischen Markt gedacht, sondern sollen auch in andere Länder exportiert werden.

Beide Modelle kommen auf eine Leistung von 8,5 kW, können damit aber unterschiedlich schnell fahren. Der S1 ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h angegeben, der S1 Pro kann bis zu 110 km/h erreichen. Die Reichweite des S1 liegt bei 121 Kilometern, der S1 Pro ist mit 181 Kilometern angegeben.

Der Unterschied zwischen beiden Modellen liegt in der Batterie: im S1 sind 3 kWh verbaut, im S1 Pro 4 kWh. Die Besonderheit bei beiden Modellen ist die Form der Batterie. Sie ist nicht als Block unter der Sitzbank angebracht, sondern Bananen-förmig gebogen unter der Fußablage des Fahrers. Damit fällt das Staufach unter der Sitzbank größer aus – mit 36 Litern finden dort zwei Helme Platz.

Der Nachteil der Einbaulage: Die Batterie ist fest verbaut und kann nicht zum Laden an der heimischen Steckdose entnommen werden. An einem Schnelllader von Ola (das Unternehmen baut wie berichtet ein eigenes Ladenetz auf) soll in 18 Minuten Strom für 75 Kilometer im Akku sein. Für das Laden über Nacht kommen beide Modelle mit einem 750-Watt-Ladegerät. Der Akku ist dann in 4,5 (S1) oder 6,5 Stunden (S1 Pro) vollständig geladen.

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Der schlicht, aber modern gestylte E-Roller wird in zehn Farben angeboten – zumindest der S1 Pro, beim S1 sind es fünf Faben. Beide Modelle verfügen über einen sieben Zoll großen Touchscreen mit Navigation (eigenes GPS ist verbaut). Das Ola-eigene Betriebssystem soll auch über einen Sprachassistenten verfügen, mit dem etwa die Musik gesteuert werden kann – der S1 und S1 Pro verfügen auch über fest verbaute Lautsprecher.

Letztgenannte Funktionen sind erwähnenswert, da der Basispreis für den S1 in Indien bei nur 99.999 Rupien liegt – umgerechnet sind das 1.144 Euro. Der S1 Pro steht mit 129.999 Rupien (1.488 Euro) in der Preisliste. In diesen Preisen ist allerdings die landesweite Subvention in Indien eingerechnet, mögliche Preise für den Export sind noch nicht bekannt.
electrek.co, techradar.com, olaelectric.com (Mitteilung), olaelectric.com (technische Daten)

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10 Kommentare zu “Ola Electric zeigt neuen E-Roller – auch für den Export

  1. BR

    Ehem. Appscooter, Ehem Etergo… ich habe vor einem halben Jahr 1000 Euro in das Produkt im Sinne von Unternehemsanteilen (war noch nicht an der Börse gelistet) investiert. Bei Übernahme durch Ola hieß es dann, die Anteile haben einen Restwert von 37 Euro und werden ausbezahlt… . Akt. kämpft eine kleine Gruppe auf Fb. mit Unterstützung eines Anwaltes darum die Investitionen zurückzubekommen, bisher aussichtslos.

  2. Hans Constin

    Das Akkukonzept mit fest verbauten Akkus wird Olaf scheitern lassen, wie auch Vespa gescheitert ist. Mit unseren wechselbaren Standardakkus im Fussraum bleibt das Staufach unter dem Sitz auch frei.

    • Helmut.H.

      Es gibt Roller mit wechselbaren Akkus, einer unter/in der Sitzbank und einer unter dem Fussraum. Oder wie bei einem “Chopper” Modell unter dem Fussraum und vor der Sitzbank. Bei einem Trikemodell das gleiche und hinten dann ein Korb/Stahlkäfig für Sachen wie Helm, Einkäufe. Reichweite mit dann mit 2 Akkus 100 Km. Einen Ladeadapter für Ladesäulen gibt es für 250 € dazu.

      • Hans Constin

        Wir entwickeln Standardakkus in verschiedenen Formaten und Akkustationen zum öffentlichen Aufladen bzw. Tauschen. Der Bananenakku von OLA passt nirgends.

  3. Shino

    Ich wollte mir den Appscooter auch kaufen. Verstehe nicht warum dieser hier nun mit fest verbauten Akkus kommt.

    • Kumpelanton

      Eigener Schnelllader? Wie wäre es mal mit einem Typ2-Anschluss, damit ich ihn an meiner Wallbox laden kann? Außer bei BMW ist mir da noch nix begegnet

      • Helmut.H.

        Genau! Wo bleibt ein einheitlicher Typ 2 Anschluss für Ladesäulen und Wallboxen? Immer diese Ladeziegel für Zuhause und mit Ladeadapter an einer Ladesäule, wird dann der (teuere) Ladeziegel mit 10A und der (auch teuer) Adapter gestohlen…(zusammen knapp 500.- €)

    • Andy_T

      Die Akkus sind vermutlich entgegen des ursprünglichen Konzepts von Bolt fest verbaut, da die Sicherstellung des Kontakts der Batteriepole zum Fahrzeug nicht einfach realisierbar ist und bei vielen Modellen eine Schwachstelle darstellt (Hitzeentwicklung, Kontaktschwierigkeiten)

  4. Hans Constin

    es ist nicht einfach aber technisch längst gelöst

    • Philipp

      Ich bezweifle stark, dass das technisch so gelöst ist, dass es auch mit Staub, Dreck und Hitze in Indien wirklich dauerfest funktioniert. Socken Steckkontakte sind einfach grundsätzlich eine Schwachstelle, man kann es nur unterschiedlich robust machen.

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16.08.2021 12:36