Gridserve verzeichnet hohe Verluste trotz Umsatzwachstum

Das britische Ladeinfrastruktur-Unternehmen Gridserve hat im Jahr 2024 einen Verlust vor Steuern in Höhe von rund 82,7 Millionen Pfund verbucht, während der Umsatz auf 46,2 Millionen Pfund stieg. Zudem wurde innerhalb von zwölf Monaten die Zahl der Mitarbeiter von 320 auf 239 reduziert.

Bild: Gridserve

Die Verluste nahmen zwar in 2024 um rund 51 Prozent zu. Ein Jahr zuvor lagen diese noch bei 54,8 Millionen Pfund. Dennoch gelang es Gridserve, die Umsätze deutlich zu steigern. Hier verzeichnete das Unternehmen im Vergleich zu 2023 (29,1 Millionen Pfund) ein Plus von gut 58,8 Prozent. Dies geht aus dem erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Jahresabschluss für das Jahr 2024 hervor.

In einer vom Vorstand unterzeichneten Erklärung heißt es dazu: „2024 war ein bahnbrechendes Jahr für Gridserve, in dem wir unsere Geschäftsstrategie erfolgreich verfeinert und unsere Organisationsstruktur optimiert haben, um eine solide Grundlage für eine effiziente und nachhaltige Zukunft zu schaffen.“ Darüber hinaus hat Gridserve nach eigenen Angaben den Fokus auf erstklassige, ertragreiche Standorte verstärkt und die Auslastung bestehender Standorte maximiert.

Im Zuge der Neuausrichtung hat Gridserve auch nicht mehr strategiekonforme Projekte identifiziert – darunter einzelne Solarentwicklungen, gering ausgelastete Ladestandorte sowie übernommene Technologien. Details nennt das Unternehmen allerdings nicht. Diese Entscheidungen seien jedoch notwendig gewesen, um das Unternehmen auf beschleunigtes Wachstum im Jahr 2025 und darüber hinaus vorzubereiten.

Erst kürzlich hatte Gridserve bekanntgegeben, weitere 100 Millionen Pfund Kapital von bestehenden Investoren eingeworben zu haben – darunter TPG, Infracapital und Mitsubishi HC Capital UK PLC. Mit der Finanzspritze soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur auf britischen Straßen vorangetrieben werden. Zu den weiteren Unterstützern von Gridserve gehören der Rise Fund von TPG, zu dessen Unterstützern Sir Richard Branson und Hitachi gehören.

cityam.com

2 Kommentare

zu „Gridserve verzeichnet hohe Verluste trotz Umsatzwachstum“
Chris49
22.07.2025 um 21:48
Nichts für Ungut, aber ich bin regelmäßig in Großbritannien mit einem BEV unterwegs und die Ladeanbieter dort sind so unfassbar teuer. Die einzigen „normalen“ Preise bekommt man bei IONITY und vor allem auch als Fremdmarke an den Tesla Superchargern. Alles andere ist für mich nur ein Backup für den Notfall.
David W
23.07.2025 um 09:12
Tja das Geschäftsmodell absurd hohe Preise für die kWh zu verlangen geht offensichtlich - zum Glück - nicht ganz auf. Für alle die keine Möglichkeit haben zu Hause zu laden ist ein E-Auto ja auch in Deutschland praktisch unwirtschaftlich. Bei 60ct/kWh landet man ungefähr da wo man auch mit einem Verbrenner raus kommt, nur das hier eben das Fahrzeug in der Anschaffung wesentlich günstiger ist.

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