Österreich: ASFINAG betreibt 500 E-Pkw – und mustert letzte Verbrenner aus

Österreichs Autobahnen- und Schnellstraßenbetreiber ASFINAG hat seine Pkw-Flotte komplett auf Elektroautos umgestellt. Dieser Tage rollte der letzte Verbrenner-Pkw aus der ASFINAG-Flotte, die nun insgesamt aus 502 Elektro-Dienstwagen besteht.

Asfinag e auto ladestation oesterreich
Bild: ASFINAG

Die österreichische ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) bezeichnet die vollständige Ausmusterung von Verbrenner-Pkw aus ihrem Fuhrpark als „wichtigen Teil des ASFINAG-Mobilitätskonzepts, das nachhaltige und CO2-arme Mobilität für 3.500 Mitarbeitende des Unternehmens ermöglicht und fördert“. Die Umstellung erfolgte binnen sechs Jahren und umfasst auch die Minimierung von Dienstreisen („Digital First“) und Anreize für eine vermehrte ÖPNV-Nutzung.

Die eigenen Elektro-Pkw legen nach Angaben der ASFINAG derweil mehr als zehn Millionen Kilometern pro Jahr zurück. „Damit ist die Pkw-Dienstwagenflotte der ASFINAG ein ‚Big Player‘ in Österreich“, betonen die ASFINAG-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser. „Mit der Umstellung auf insgesamt 502 Elektro-Pkw im Unternehmen erreichen wir eine Einsparung von 1.450 Tonnen CO2 pro Jahr. Mit dem Verbrenner-Aus schließen wir also das Kapitel ‚Verbrenner-Pkw‘ und eröffnen mit unserer rein elektrischen Pkw-Flotte ein neues, als Teil unserer Nachhaltigkeitsstrategie.“

Peter Hanke, Österreichs Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, lobt den Mut der ASFINAG zur Innovation und ihre klare Vorreiterrolle auf dem Weg zur Mobilitätswende: „Wir zeigen damit, dass ökologische Transformation und wirtschaftliche Effizienz Hand in Hand gehen. Dieser Meilenstein sichert nicht nur einen sauberen Fuhrpark, sondern ist ein wichtiges Signal für den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich.“

Geladen werden die Fahrzeuge an 44 ASFINAG-Raststationen und an einem Rastplatz. Dort stehen zusammengerechnet gut 300 Ladepunkte zur Verfügung. „Im Schnitt sind bereits jetzt alle 60 Kilometer entlang der Autobahnen und Schnellstraßen E-Ladestationen vorhanden und der Ausbau wird stetig vorangetrieben“, teilt die Gesellschaft mit. Ab 2027 werden auch auf ASFINAG-Rastplätzen die Ladestationen ausgebaut, sodass es „in Zukunft alle 25 Kilometer Lademöglichkeiten am österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetz gibt“. Konkret will die ASFINAG bis 2030 mehr als 1.500 Ladepunkte für Pkw und bis 2035 auch 1.300 Ladepunkte für Lkw anbieten.

ots.at

4 Kommentare

zu „Österreich: ASFINAG betreibt 500 E-Pkw – und mustert letzte Verbrenner aus“
Lonny Rausch
05.01.2026 um 15:37
Aber es sind nach wie vor auch ASFINAG Sprinter u.ä. mit Verbrenner unterwegs. Werden diese nicht elektrifiziert?
Siegfrid Brandstätter
05.01.2026 um 20:25
Jetzt müssten noch die Politiker-Minister auf E-Autos umstellen und nicht nur blöd reden.
Manfred Stummer
06.01.2026 um 08:53
100% Zustimmung!
P. Hackl
06.01.2026 um 16:44
Ja aber hallo, dass die ASFINAG so Strom gibt ist mir als Österreicher und Emobilitätsfan vollkommen entgangen. Sehr gut, wenn der Autobahnbetreiber selbst stark auf die Emobilität setzt.

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