15.05.2018 - 12:29

Tesla-Chef plant Umstrukturierung des Managements

elon-musk

Elon Musk hat in einer E-Mail an die Tesla-Mitarbeiter eine Umstrukturierung im Management des Elektroauto-Pioniers angekündigt. Außerdem sollen die Probleme bei der automatisierten Produktion des Model 3 mittels eines Programmierwettbewerbs angegangen werden.

Der Begriff “Umstrukturierung” kann bekanntlich vieles bedeuten. Im Fall von Tesla sollen Musks E-Mail zufolge die Hierarchien innerhalb des Unternehmens flacher gestaltet und einige Management-Aufgaben kombiniert werden.

Andere Aktivitäten, “die für den Erfolg unserer Mission nicht entscheidend sind“, sollen ganz wegfallen. Insgesamt geht es laut dem Tesla-CEO darum, “die Kommunikation zu verbessern”. Wobei sich die Neustrukturierung offenbar nur auf Management-Ebene vollziehen soll – und somit nicht die gesamte Belegschaft betrifft. Denn Musk spricht u.a. davon, dass die Einstellungsoffensive zur Akquirierung von Fachkräften wie geplant fortgesetzt werde.

Gut möglich ist, dass die Umstrukturierung des Tesla-Managements in Zusammenhang mit Musks Ankündigung steht, das Unternehmen in der zweiten Hälfte des Jahres profitabel zu machen. Das würde implizieren, dass die Kalifornier den Gürtel enger schnallen und “Umstrukturierung” eben auch den Verzicht auf den einen oder anderen Managerposten bedeutet.

Erst gestern wurde bekannt, dass Teslas Chefingenieur Doug Field eine mehrwöchige Auszeit nimmt, wobei der E-Autobauer betont, dass er das Unternehmen nicht verlasse. Das “Handelsblatt” berichtet, dass zudem Andrew Schwall seinen Hut genommen hat. Er war unter anderem für die Sicherheit der Tesla-Fahrzeuge zuständig und schließt sich nach seinem Weggang von Tesla nun offenbar Google-Tochter Waymo an. Fakt ist: Teslas Management-Etage kommt kaum zur Ruhe. Immer wieder hört man von Manager-Abgängen.

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Doch Tesla wäre nicht Tesla, wenn es nicht unabhängig von den Umstrukturierungsplänen weitere Ankündigungen gäbe: So macht Elon Musk per Twitter publik, dass Tesla einen Hackathon initiiert. Dabei handelt es sich um einen Programmierwettbewerb, der Lösungen hervorbringen soll, um zwei der dringlichsten Probleme bei der automatisierten Produktion des Model 3 aus der Welt zu räumen. Details nennt der Tesla-Chef nicht.

Unterdessen dringen von einem Tesla-Mitarbeiter Infos an die Öffentlichkeit, wonach Tesla inzwischen eine Produktionsrate von über 4.000 Model 3 pro Woche erreicht hat. Dann können die Probleme in der “Produktionshölle” ja eigentlich gar nicht mehr so gravierend sein.
handelsblatt.com, spiegel.de, electrek.co (Umstrukturierung), automobilwoche.de (Hackathon), teslarati.com (Produktion)

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15.05.2018 12:21