27.06.2019 - 10:42

Österreich: Ab Montag sind E-Autos vom Tempolimit ausgenommen

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Elektroautos werden in Österreich ab dem kommenden Montag im Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) von abschnittsweisen Tempolimits auf Autobahnen und Schnellstraßen ausgenommen. Die Aufhebung des sogenannten „Luft-Hunderters“ für Elektroautos war im Oktober im Rahmen eines E-Mobilitätspaketes beschlossenen worden.

Die Ausnahme gilt für Fahrzeuge, die ein Kennzeichen mit grüner Schrift haben. Diese Kennzeichen sind seit April 2017 für reine Elektroautos verfügbar, ein Halter kann sein E-Auto auch mit einem Kennzeichen mit schwarzer Schrift zulassen – ähnlich wie bei dem deutschen E-Kennzeichen. Für in Deutschland zugelassene Elektroautos gilt die Ausnahme mangels des grünen Kennzeichens nicht.

Auf Autobahnen und Schnellstraßen, auf denen nach dem IG-L vom jeweiligen Landeshauptmann eine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet wurde, sind eben jene Autos mit grünem Kennzeichen von dem Tempolimit befreit. Laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA betrifft das zur Zeit die Bundesländer Tirol, Salzburg, Steiermark, Oberösterreich und Kärnten auf insgesamt über 400 Kilometern.

„Wir setzen so einen weiteren Anreiz, um Elektromobilität in Österreich zu stärken“, sagte die ehemalige Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), die das Gesetz im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hatte. „Gute Förderungen und Maßnahmen wie diese, erhöhen weiter den Anreiz auf saubere E-Mobilität umzusteigen.“
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11 Kommentare zu “Österreich: Ab Montag sind E-Autos vom Tempolimit ausgenommen

  1. notting

    Das wäre aber eine sehr direkte Ausländer-Diskriminierung. In D gibt’s Plaketten für Fahrzeuge, die wenn sie in D zugelassen werden würden ein E hinten bekommen würden.

    notting

  2. Björn

    Ich fühle mich gerade auch ein wenig diskriminiert. Bitte den EU-Gerichtshof einschalten. 😉

    • JG

      EU – Recht: Einer für alle, alle gegen Einen

  3. Präferieren Elektroautos wegen Schadstoff-Vermeidung / geringerem Lärm macht durchaus Sinn.
    Empfehle BMVI allerdings Intervention in Wien oder EU- Kommission in Brüssel bzw. ggfs. Klage EuGH Luxemburg, denn Diskriminierung E-Fahrer verschiedener Länder geht gar nicht! Unionsrecht!

  4. Uwe

    Tatsächlich geht es aber hier nur um die Aufhebung des 100er-Limits -> Max. 130 km/h gelten weiterhin. Ich denke, das ist zur Klarstellung wichtig.

    Das in Österreich EU-Harmonisierung völlig anders verstanden wird, ist bekannt. Nationale Interessen gehen dort weit über jedes EU-Verständnis hinaus. Man realisiere sich dazu z.B. das Vorgehen in Ausschreibungen – in Österreich rechtlich nicht ansässige Firmen sind i.a.R. nicht teilnahmeberechtigt (Off-Topic, aber in dem Zusammenhang sehr relevant)

    • Urs

      Deutschland will auch die Maut für Ausländer einführen, Deutsche dürfen sie von der Steuer abziehen! Ausschreibungen sind ab einem gewissen Volumen gemäss WTO international durchzuführen, da können die Österreicher andere nicht diskriminieren!

  5. Philipp

    Klappt für das E-Kennzeichen schon deshalb nicht, weil es in DE jeder bekommt, der einen etwas größeren Anlasser hat :-/.

  6. Strauss

    Selbst wenn dies in Austria auch für Ausländer gelten würde , wäre es ein Schuss in den Ofen. Auch E Autos laufen bei grösserer Geschwindigkeit unwirtschaftlicher.Neben Spritsparen ist auch weniger Strom brauchen umweltfreundlicher und schont den Geldsäckel.

  7. „Vom Tempolimit ausgenommen“ ist wirklich etwas reißerisch die Überschrift!!

    Sie dürfen 100 km/h fahren, wo wegen IGL 80 km/h vorgeschrieben ist und sie dürfen 130 km/h fahren, wo wegen IGL 100 km/h verordnet ist.

    Nach letzten Wissensstand und auch in der STVO niedergeschrieben müssen auch noch extra Zusatztafeln (z.B. E-Autos ausgenommen) zu den IGL-Schildern dazu gestellt werden. Daran ist die Sache bis jetzt gescheitert. Mal schauen, ob diese aufgestellt werden.

  8. Alex Schmidt

    Heißt das, man wird dort nicht mehr geblitzt (wenn man über dem IG-L Tempolimit ist aber noch unter den normalerweise erlaubten 130km/h)?

    Oder werden die Elektroautos einfach geblitzt und im Nachhinein aussortiert.

    Wie will man sowas differenzieren 😀

  9. Felix Klüsener

    Wegen dieser Diskriminierung wird Bayern sicher die Welle machen und Österreich mit weiteren Klagen drohen.

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27.06.2019 10:42