09.09.2019 - 16:30

Audi bringt A7 erstmals als Plug-in-Hybrid

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Audi schickt sein viertüriges Coupé A7 Sportback jetzt auch als PHEV auf die Straße. Bei Batteriegröße und elektrischer Reichweite bieten andere Plug-in-Hybride mehr als der A7 Sportback 55 TFSI e quattro. Dafür setzt Audi verstärkt auf den EV-Modus.

Der 270 kW starke A7 kombiniert einen Verbrenner (2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 185 kW) mit einer permanenterregten Synchronmaschine mit 105 kW Peak-Leistung und einem 14,1-kWh-Akku, der „mehr als 40 Kilometer“ elektrische Reichweite im WLTP-Zyklus ermöglichen soll. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt nach WLTP-Norm zwischen 1,9 und 2,1 Litern, der Stromverbrauch zwischen 17,5 und 18,1 kWh/100km.

Der E-Motor ist zusammen mit der Trennkupplung in das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe integriert und treibt selbst im Elektro-Modus alle vier Räder an – laut Audi als einziges Premium-Modell im Marktumfeld. Aus Effizienzgründen wird aber nur über die Vorderachse rekuperiert – bis zu 80 kW oder Verzögerungen bis 0,2g. Dank des Elektromotors liegt das maximale Gesamtdrehmoment von 500 Newtonmetern bereits sehr früh an. Der A7 PHEV beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 5,7 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei 250 km/h. Rein elektrisch sind bis zu 135 km/h möglich.

Die 14,1 kWh große Batterie sitzt unter dem Kofferraumboden. Eine Stufe im Kofferraum soll sich dennoch nicht ergeben. Unklar ist aber, wie sich die Batterie auf das Volumen des Gepäckraums auswirkt. In der Mitteilung erwähnt Audi nur den Wert mit umgeklappten Rücksitzlehnen (1.235 Liter), nicht aber das Volumen des Standard-Kofferraums (Verbrenner-Modelle: 535 Liter). Bei anderen Modellvarianten liegt das Volumen mit umgeklappten Rücksitzlehnen bei 1.390 Liter, es ergibt sich also eine Differenz von 155 Liter.

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Die Ladeleistung beträgt maximal 7,4 kW, womit an einer entsprechenden Ladesäule oder Wallbox der Hochvolt-Speicher in 2,5 Stunden wieder voll ist. An einer Haushaltssteckdose liegt die Ladezeit bei sieben Stunden. Eine Lademöglichkeit mit Gleichstrom wie einige Mercedes-Modelle hat der A7 Plug-in-Hybrid nicht.

Audi gibt an, den Antrieb so ausgelegt zu haben, dass die Kunden so viel wie möglich elektrisch fahren können. Aus diesem Grund startet der A7 PHEV standardmäßig im EV-Modus. Das bedeutet: Das Auto wird ausschließlich elektrisch angetrieben, solange der Fahrer nicht einen variablen, spürbaren Druckpunkt im Fahrpedal überschreitet. Erst dann wechselt der Wagen in den Hybrid-Modus. Mit jedem Motorstart wird aber wieder der EV-Modus aktiviert.

Der Hybridmodus wird entweder automatisch mit der Zielführung in der Navigation oder manuell vom Fahrer mit der Betriebsartentaste aktiviert. In diesem Modus nutzt der A7 PHEV das Zusammenspiel aus E-Maschine und Verbrenner so, dass möglichst viele Fahretappen elektrisch zurückgelegt werden können. Im Battery-Hold Modus, wird die Batteriekapazität durch das Antriebsmanagement auf dem aktuellen Stand gehalten.

Um die elektrische Reichweite zu erhöhen und den Verbrauch zu senken, setzt Audi im A7 Sportback 55 TFSI e quattro auf Assistenzsysteme. Die „Prädiktive Betriebsstrategie“ (PBS) plant bei einer aktiven Routenführung anhand zahlreicher Live-Daten den Einsatz des Batteriestroms so, dass innerstädtische Strecken möglichst elektrisch gefahren werden. Die Feinplanung, mit welcher der A7 die Antriebssteuerung in einer aktuellen Fahrsituation managt, übernimmt der „Prädiktive Effizienzassistent“ (PEA), der bereits von anderen Audi Mittel- und Oberklasse-Modellen bekannt ist.

Wie andere Plug-in-Hybride hat der A7 eine Standklimatisierung, die per App gesteuert werden kann. Die Klimaanlage nutzt auch eine Wärmepumpe. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Matrix-LED-Scheinwerfer, Sportsitze, das Virtual Cockpit mit PHEV-spezifischen Anzeigen sowie eine Vier-Zonen-Klimaautomatik.

Bestellbar ist Audis neues PHEV-Modell in Deutschland ab sofort zu einem Grundpreis von 77.850 Euro. Die Markteinführung beginnt im dritten Quartal 2019. Da seine elektrische Reichweite im WLTP-Zyklus mehr als 40 Kilometer beträgt, kann das Plug-in-Hybrid-Modell in Deutschland als Dienstwagen von einem reduzierten Steuersatz bei der privaten Nutzung (Stichwort: 0,5%-Regel) profitieren.
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