06.02.2020 - 15:02

Wird bei Tesla Grohmann zu viel gearbeitet?

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Die rheinland-pfälzische Landesregierung untersucht laut einem Medienbericht mögliche Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz bei Tesla Grohmann Automation. Und auch der Gigafactory 4 in Brandenburg droht neuer Gegenwind – aus Bayern.

Nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ bestehe der Verdacht, dass bei Grohmann die gesetzlich festgelegten maximalen Arbeitszeiten regelmäßig überschritten wurden und gegen den gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheitsschutz verstoßen wurde. Tesla dementiert die Anschuldigungen, ohne jedoch ins Detail zu gehen.

Laut den Insidern, auf die sich das Wirtschaftsmagazin beruft, soll auch der Betriebsrat bei Tesla Grohmann gespalten sein, ob er gegenüber der Geschäftsführung fordern soll, dass die Überstunden abgebaut und das Arbeitszeitgesetz eingehalten werden: Da die Überstunden sehr gut vergütet werden, würden „zahlreiche Mitarbeiter“ ein Vorgehen gegen die hohe Überstundenzahl kritisch sehen.

Elon Musk, selbst für seinen Arbeitseifer und ausufernde Wochenarbeitszeit bekannt, wird es wohl freuen. Ob Mitarbeiter von Tesla Grohmann aber schon – wie einst von Musk rund um die „Produktionshölle“ beim Model 3 überliefert – in der Fabrik geschlafen haben, ist nicht bekannt.

Ob Musk beim Produktionsanlauf in der Gigafactory 4 auch mit dem Schlafsack in Brandenburg auftauchen wird, ist offen. Falls es überhaupt soweit kommt: Der „Tagesspiegel“ berichtet, dass ein Verein aus Bayern (!) erwäge, gegen den Bau der Gigafactory in Grünheide zu klagen. Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB), der strikt gegen Windkraft eintrete und in Brandenburg bisher nie in Erscheinung getreten sei, wolle „eine Stellungnahme als anerkannte Naturschutzvereinigung“ abgeben und „erwäge auch, Rechtsmittel einzulegen“.

VLAB wurde 2015 vom Freistaat Bayern und 2019 vom Umweltbundesamt als Umwelt- und Naturschutzvereinigung anerkannt. Damit kann der Verein bundesweit über das Verbandsklagerecht gegen Genehmigungsbescheide von Bau- und Infrastrukturprojekten klagen.
wiwo.de, tagesspiegel.de

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3 Kommentare zu “Wird bei Tesla Grohmann zu viel gearbeitet?

  1. Manfred Stummer

    Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) sollte seinen Schwerpunkt lieber zu BMW verlagern.

    Neuer BMW X3 M, Testverbrauch im Magazin „TIPS“ in Oberösterreich 12 Liter/100 km!!
    6-Zylinder TwinPower Turbobenziner – 510 PS!!

    Wer heutzutage noch eine Zulassung für derartige Fahrzeuge vergibt sollte kritisiert werden und nicht die E-Autobauer mit den effizientesten Fahrzeugen!

    • SHausSTA

      Und was hat das mit Landschaftspflege und Artenschutz zu tun?
      Ihr Kommentar und das Vorgehen des Vereins zeigen, dass die selbsternannten Tugendwächter hierzulande erst dann Ruhe geben werden, wenn wir alle Fahrrad fahren und Schafe züchten.
      Armes Deutschland!

      • Manfred Stummer

        „Die rheinland-pfälzische Landesregierung untersucht laut einem Medienbericht mögliche Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz bei Tesla Grohmann Automation. Und auch der Gigafactory 4 in Brandenburg droht neuer Gegenwind – aus Bayern.“

        Darum ging es ursprünglich!!

        Ich habe auch keine Ahnung was die „Landschaftspfleger und Artenschützer“ mit Ihrem Widerstand gegen Tesla-Brandenburg bezwecken wollen.

        Es ehrt mich, dass Sie mich als „Tugendwächter“ bezeichnen (war wohl nicht negativ gemeint).
        Und nein ich bin kein Schafzüchter, aber Radfahrer UND E-Auto-Fahrer (KEIN 2. Auto!).

        Übrigens kommt der Strom für unsere Mobilität (2-Personen-Haushalt) zumindest von März bis Oktober vollständig von der eigenen PV-Dachanlage samt Speicher, der benötigte Reststrom von WEB-Grünstrom, dorthin liefere ich auch den PV-Überschussstrom (2019 Eigenverbrauchsquote 40,47 %, Autarkiegrad 83,84 %).

        Armes Deutschland, ich bin übrigens Österreicher.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/02/06/wird-bei-tesla-grohmann-zu-viel-gearbeitet/
06.02.2020 15:52