07.12.2020 - 12:40

Dreirädriges Solar-Elektroauto von Aptera vorbestellbar

Das US-amerikanische Unternehmen Aptera Motors nimmt ab sofort Vorbestellungen für sein dreirädriges Solar-Elektroauto an, das mit Reichweiten von bis zu 1.000 Meilen beworben wird. Dies entspricht rund 1.600 Kilometern.

Angeboten wird das bereits im vergangenen Jahr angekündigte E-Auto wahlweise mit Front- oder Allradantrieb erhältliche Leichtbau-Elektromobil zu Preisen zwischen 25.900 und 46,900 US-Dollar. Diese Preisspanne umfasst vier Akku-Varianten des Fahrzeugs mit Kapazitäten von 25, 40, 60 und 100 kWh.

Für den Einstiegspreis erhalten Kunden ein frontgetriebenes Modell mit 100 kW Leistung und der kleinsten Batterie, für den Top-Preis gibt es analog eine allradgetriebene Version mit 150 kW Leistung und dem größten Akku. Die Reichweiten variieren laut dem Hersteller je nach Batteriekapazität zwischen 250, 400, 600 und 1.000 Meilen, was rund 400, 645, 965 und 1.600 Kilometern entspricht.

Aptera hat zur Entwicklung des futuristisch anmutenden Zweisitzers nach eigenen Angaben neueste Erkenntnisse aus den Bereichen Leichtbau, Aerodynamik, Kühlung, Materialwissenschaft und Prozesstechnik kombiniert. Der kalifornische Hersteller bietet an, bis zu drei Quadratmeter der Außenfläche mit Solarzellen zu bestücken, wodurch Energie für bis zu 45 Meilen (rund 72 km) zusätzlich generiert werden könne, heißt es.

Die weiteren technischen Daten lesen sich wie folgt: Der dreirädrige Stromer soll nur zwischen 816 und 998 Kilogramm wiegen und es mit Allradantrieb in 3,5 Sekunden von 0 auf 60 mph bringen, was in etwa dem Sprint auf 100 km/h entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit wird  mit 110 mph, also knapp 180 km/h, angegeben. Der Luftwiderstandsbeiwert beziffert die Firma mit Sitz in San Diego auf nur cW 0,13, wodurch ein Verbrauchswert von 100 Wattstunden Energie pro Meile beziehungsweise 62 Wattstunden pro Kilometer drin sein soll. Zum Vergleich: Das Tesla Model 3 kommt auf einen Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,23.

Was die Ladetechnologie angeht, soll das Modell schnellladefähig sein. „Inside EV“ berichtet zudem mit Verweis auf ein Bild des Ladesteckers, dass Aptera offenbar Teslas Supercharger-Technologie verwendet. Bestätigt ist dies allerdings nicht. Bemerkenswert ist ferner, dass das Fahrzeug aus nur vier Hauptteilen bestehen soll, was nach Angaben des Herstellers die Volumenfertigung stark vereinfacht. Zur Vorbestellung des Stromers ist eine erstattungsfähige Gebühr von 100 US-Dollar zu tätigen. Dafür erhalten Kunden ab 2021 ein Exemplar der Sonderedition Paradigm- und Paradigm+, wobei Aptera zu diesen Sondermodellen keine weiteren Details nennt.
insideevs.com, theverge.com, caranddriver.com, aptera.us

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8 Kommentare zu “Dreirädriges Solar-Elektroauto von Aptera vorbestellbar

  1. Fx

    Eine Sache, die ich damit nie machen würde:
    180 km/h schnell fahren 🙂

  2. Tina Egger

    Hätte ich sofort vorresiert, wenn die Breite nicht wäre. Damit kannst Du auf keiner Autobahn-Baustelle links fahren und parken ist auch schon an der Grenze.

  3. Volker

    Die Geschichte von Aptera ist wesentlich länger und die Idee wesentlich älter. Ursprünglich hätte die erste Version des Aptera schon vor dem Tesla Model S auf die Straße kommen sollen! Zwischenzeitlich war die Firma mindestens einmal pleite. Es ist bemerkenswert, dass er jetzt, nach so vielen Umwegen und Sackgassen, doch noch zu kaufen sein wird! Vielleicht könnt Ihr bei der nächsten Meldung zum Aptera etwas mehr auf die Geschichte und die Hintergründe eingehen.

  4. Thomas Hurtz

    Ich bin begeistert, und sage mir einfach, das ist der Weg. Ich habe die 100$ bezahlt, und hoffe das ich einen bekomme. Fahre momentan einen BMW i3, und bin begeistert, da fehlt nur was Reichweite, und die Lenkrad Heizung, ansonsten unantastbar.Und wer beim Aptera lesen kann, stellt fest, kein Risiko, kann zurück treten, oder sogar zurück geben, so das sich dann ein anderer freut.

    • Martin Hanik

      Hallo Thomas,

      ich bin auch gerade dabei die 100$ zu bezahlen. Weißt du wie es mit der Überführung nach Deutschland aussieht und wie es mit der Zulassung aussieht? Konnte dazu bisher nirgendwo Infos finden. Ebenso wäre ein ungefähres Lieferdatum interessant.
      Danke dir!
      Grüße

  5. Michael Rohrhuber

    Ich bin begeistert die Idee ist Klasse.
    Ein echter E-Smart Killer.
    Weis den jemand ob man das Ding in der EU
    auch irgendwo zugelassen kriegt.

  6. Franz

    Hallo,
    Die Geschichte von Aptera verfolge ich schon seit einigen Jahren.
    Es scheint wohl doch ernst zu werden mit den ersten Auslieferungen.
    Wie und wo kann eine Bstellung vorgenommen werden?
    Dankeschön für die baldige Nachricht.
    MfG
    Franz

  7. Bernhard Kürzl

    Wäre vielleicht mal eine Anregung für den deutschen Twike-Hersteller doch auf Lenkrad zu setzen (ich hatte große Probleme mit der mechanischen Joystick-Lenkung) und zusätzlich Solarzellen zu verbauen.

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07.12.2020 12:49