09.12.2020 - 10:26

Großbritannien führt spezielle Elektro-Kennzeichen ein

Großbritannien hat am 8. Dezember offiziell die angekündigte Einführung spezieller Kennzeichen für Elektrofahrzeuge gestartet. Die Kennzeichen sollen es lokalen Behörden erleichtern, Sonderregelungen zu erlassen.

Die mit einem grünen Streifen versehenen Nummernschilder können auch an allen bestehenden lokal emissionsfreien Fahrzeugen (Autos, Lieferwagen, Bussen, Lkw, Taxis und Motorrädern) nachträglich angebracht werden. Lokal emissionsfrei meint also nicht nur Batterie-elektrische Autos, sondern auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Die Grundfarbe der in Großbritannien üblichen Kennzeichen bleibt bestehen – das vordere Nummernschild ist weiß, das hintere gelb.

Ursprünglich sollten die neuen Kennzeichen bereits im Herbst eingeführt werden – Gründe für die Verzögerung bis in den Dezember nennt die Regierung in der Mitteilung nicht. Das „grüne“ Kennzeichen ist allerdings nicht verpflichtend, Elektroautos können also auch mit einem regulären Kennzeichen zugelassen werden. Allerdings kann es dann sein, dass eben lokal gewährte Sonderrechte, die an das neue Kennzeichen gebunden sind, nicht genutzt werden können.

Die Regierung erhofft sich von dem Kennzeichen neben der einfacheren Gewährung von Vorteilen auch eine höhere Sichtbarkeit der sauberen Mobilität im Straßenverkehr. „Grüne Nummernschilder könnten eine Reihe von Anreizen für Fahrer freisetzen und das Bewusstsein für sauberere Fahrzeuge auf unseren Straßen stärken und den Menschen zeigen, dass eine umweltfreundlichere Transportzukunft in greifbarer Nähe liegt“, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps im Sommer zu der geplanten Einführung.

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Das britische Magazin „Autocar“ verweist auf eine von Nissan und YouGov durchgeführte Umfrage, wonach 32 Prozent der Befragten angaben, aufgrund der neuen Kennzeichen eher ein Elektroauto zu kaufen. Dabei spielt aber aus Aussicht auf weitere Anreize, die durch das Kennzeichen ermöglicht werden, eine wichtige Rolle. Möglich sind spezielle Parkzonen in Innenstädten, Maut-Befreiung oder eigene Fahrspuren für emissionsfreie Autos.

Wie bereits bei der Ankündigung der Pläne im Oktober 2019 für ein solches Kennzeichen – ohne das genaue Design zu kennen – hatte der britische Autoclub RAC kritisiert, das  grüne Nummernschild könne auch den „Unmut unter Fahrern von Benzinern und Diesel“ fördern. Gegenüber Autocar wiederholte der RAC nun diese Kritik: Laut dem RAC-Leiter für Straßenpolitik, Nicholas Lyes, gebe es „Fragezeichen, ob die Fahrer dies als Ehrenzeichen betrachten würden oder ob es alternativ zu Ressentiments unter den Verbrenner-Fahrern“ führen könnte.
autocar.co.uk, airqualitynews.com, gov.uk

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