18.12.2020 - 08:59

Mit angezogener Handbremse

volkswagen-id-familie-id-family-iaa-2019-daniel-boennighausen-min

Volkswagen tut zu wenig, um den Absatz seiner E-Autos zu fördern. Das wirft Greenpeace dem Autobauer mit einer nun veröffentlichten Recherche vor, die auf Testgesprächen bei bundesweit 50 VW-Händlern basiert.

Trotz eines einheitlichen Nutzungsprofils, das zum ID.3 passt, seien potenziellen Käufern in 27 Fällen ein Auto mit Verbrennungsmotor empfohlen und lediglich in acht Gesprächen zum Kauf eines ID.3 geraten worden. Wie Greenpeace weiter berichtet, seien laut übereinstimmender Aussagen von Händlerinnen und Händlern die Konditionen für den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor deutlich lukrativer. Zudem fehle es an umfassenden Verkaufsschulungen und fundiertem Wissen über die Elektromodelle von VW.

Update 22.12.2020: Nachdem Greenpeace Volkswagen vor einigen Tagen vorgeworfen hatte, dass der Konzern zu wenig tue, um den Absatz seiner E-Autos zu fördern, gibt es nun eine Reaktion des Autobauers. „Kein anderer Automobilhersteller fördert die Transformation in Richtung Elektromobilität so massiv wie Volkswagen. Allein die Marke Volkswagen investiert zwischen 2020 und 2024 11 Milliarden Euro in E-Mobilität“, heißt es in einem Statement.

Es gebe seitens Volkswagen extra ein eigenes Anreizprogramm, welches den Verkauf sowohl der Verbrenner als auch der Elektrofahrzeuge mit Verkäufer-Prämien fördere. Der Verkauf des VW ID.3 werde dabei „sogar überproportional gefördert“, erklärt der Autobauer – ohne jedoch nähere Details zu nennen: „Wir bitten in dem Zusammenhang um Verständnis, dass wir zur Frage der Händlermargen aus Wettbewerbsgründen keine internen Zahlen nennen können.“
presseportal.degreenpeace.de (PDF), merkur.de (Update)

– ANZEIGE –

CoperionCoperion Technologie für kontinuierliche Produktion von Batteriemassen. Zuverlässige Technologielösungen, die eine konstant hohe Produktqualität sicherstellen: Die ZSK Extrusionssysteme, die Komponenten und Dosierer von Coperion und Coperion K-Tron sind speziell für toxische sowie schwer zu handhabende Materialien in kontinuierlichen Produktionsprozessen konzipiert.
www.coperion.com

Stellenanzeigen

Produktmanager eMobility (m/w/d)

Zum Angebot

Ingenieur (w/m/d) Projektmanagement Fahrzeugneubeschaffung Stadtbahn

Zum Angebot

Senior Projektmanager (m/w/d) Mobilitätsmanagement

Zum Angebot

3 Kommentare zu “Mit angezogener Handbremse

  1. Dieter Schleenstein

    Genauso ist es, als ich im März meiner Tochter einen e-up kaufen wollte, riet ihr der VW-Händler ab, die Technik sei noch nicht marktreif, nach dem sie das Fahrzeug geordert hatte, kam kein Kaufvertrag, angeblich hätte VW die geänderten Zuschüsse noch nicht ins System eingestellt, nur mit Tricks war der Kauf überhaupt möglich. Eine Umrüstung auf Allwetterreifen vor der Zulassung lehnte der Händler ab, das sei nicht zulässig! Und bei der Beschaffung der Ladekarte gab es auch keine Unterstützung.

  2. C. Getto

    Als die Werbung für den ID3 vor ein paar Wochen anlief, habe ich mich im Internet für eine Probefahrt angemeldet. Ich habe aber seitdem weder von VW direkt noch vom in unserer Region zuständigen VW Händler Graf Hardenberg auch nur eine Bestätigung geschweige denn einen Termin erhalten! Die wollen nicht wirklich verkaufen, oder?

  3. Dörte

    Die Erfahrung habe ich auch gemacht beim Händler, ich meinte ich kann Bar bezahlen, aber Bestellung war nicht möglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2020/12/18/mit-angezogener-handbremse/
18.12.2020 08:23