HeiterBlick baut mit Partnern eine BZ-Straßenbahn

Die HeiterBlick GmbH aus Leipzig entwickelt gemeinsam mit den Chemnitzer Unternehmen Hörmann Vehicle Engineering und Flexiva Automation & Robotik eine mit Brennstoffzellen betriebene Straßenbahn. Der vom BMVI geförderte Prototyp soll in den kommenden vier Jahren vorgestellt werden.

Laut einer knappen Pressemitteilung der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie) soll es sich bei dem geplanten Exemplar um Europas erste Wasserstoff-Brennstoffzellen-betriebene Straßenbahn handeln. Der neuartige Antrieb soll städtischen Straßenbahnbetreibern neue Streckenerschließungen  möglich machen – und zwar dort, „wo aus ökologischen, städtebaulichen oder verkehrstechnischen Gründen Oberleitungen nur schwer oder gar nicht realisierbar sind“, wie die NOW ausführt. Neue Stadtteile und Stadtrandgebiete könnten so deutlich einfacher erschlossen werden.

Eckpunkte zur Technik werden in der Mitteilung noch völlig außen vor gelassen. Den Projektstartschuss erteilte das Bundesverkehrsministerium jüngst mit der Genehmigung des Förderzuschlags. Konkret wird die BZ-Straßenbahn im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2) mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.
now-gmbh.de

3 Kommentare

zu „HeiterBlick baut mit Partnern eine BZ-Straßenbahn“
Stefan
22.03.2021 um 00:11
Es gibt Straßenbahnen mit Akku für kürzere innerstädtische Bereiche ohne Oberleitung. Für längere Strecken außerhalb ohne Oberleitung könnte sich das aber lohnen.
mike
22.03.2021 um 09:23
da hat man schon feste schienen und man schaft es nicht Strom an solche gebundenen Fahrzeuge direkt ran zu bringen. Die FCs sollte erst mal statioär sauber laufen. Dort könnte man auch die ganze Abwärme zutzen.
Stefan
02.04.2021 um 12:39
Noch etwas zum Hintergrund: In Chemnitz wie in Kassel fahren derzeit einige Straßenbahnen mit zwei Antrieben in einem Fahrzeug: Diesel und Elektromotor. Diese werden auf Strecken ins Umland genutzt, die Regionalbahnstrecken waren und nun per Straßenbahn besser eingebunden sind. Die sind bisher nicht elektrifiziert und es würde viele Millionen kosten, Leitungen zu legen.

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