20.04.2021 - 09:59

Irland halbiert Fördersatz für Plug-in-Hybride

Die Regierung Irlands passt zum 1. Juli 2021 ihre Kaufprämien für E-Fahrzeuge an. Während reine Elektroautos weiterhin mit 5.000 Euro bezuschusst werden, wird die Förderung für Plug-in-Hybride von aktuell 5.000 auf dann 2.500 Euro halbiert.

Eine weitere Änderung betrifft beide Antriebsarten: Sowohl Elektroautos als auch Plug-in-Hybride werden ab Mitte des Jahres nur noch gefördert, wenn ihr Listenpreis maximal 60.000 Euro beträgt. Bisher waren die Preise der förderfähigen Fahrzeuge nicht gedeckelt.

Das Umweltministerium erklärt in einer Mitteilung, dass die Unterscheidung zwischen BEV und PHEV im Einklang mit anderen Ländern in der Europäischen Union vorgenommen wurde, „da die realen Emissionen oft höher sind als von den Herstellern angegeben“. Die nun eingeführte Deckelung des Listenpreises erklärt das Ministerium damit, dass man sicherstellen wolle, dass der Zuschuss denjenigen zugutekommt, die andernfalls kein Elektrofahrzeug kaufen würden und „bei denen die Verfügbarkeit von staatlicher Unterstützung die Entscheidung zum Kauf eines E-Fahrzeugs am ehesten beeinflusst“.

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Das Subventionsprogramm der Iren bietet ab dem 1. Juli ansonsten auch weiterhin eine breit gefächerte Palette von Förderungen an, um Anreize für den Kauf von E-Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur zu schaffen. So gewährt die Regierung Zuschüsse für Heimlader (bis zu 600 Euro), öffentliche Ladesäulen (bis zu 5.000 Euro) und zum Kauf von Fahrzeugen zur gewerblichen Personenförderung (bis zu 12.500 Euro). Außerdem gelten für E-Autos Steuererleichterungen und eine Mautermäßigung.

In diesem Jahr stellt Irland für das Förderprogramm 27 Millionen Euro bereit. Das ist der größte Anteil im 36,5-Millionen-Euro-Topf, der im laufenden Jahr für die Dekarbonisierung des Verkehrs vorgesehen ist. Zahlen der Society of the Irish Motor Industry zeigen, dass die Verkäufe von Elektroautos zunehmen: In den ersten drei Monaten des Jahres 2021 stieg der Absatz um mehr als 71% im Vergleich zum Vorjahr.

Die britische Regierung schmilzt ihre E-Autoförderung derweil übrigens ab. Im März kürzte sie ihre Zuschüsse für den Kauf von Elektroautos mit sofortiger Wirkung um 500 Pfund pro Fahrzeug und senkte die Preisobergrenze für förderfähige E-Autos um 15.000 auf nunmehr 35.000 Pfund. Umgerechnet bedeutet dies 584 Euro weniger pro Fahrzeug bei einem Maximallistenpreis von knapp 41.000 Euro.
rte.ie, gov.ie

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