27.09.2021 - 10:47

Nissan präsentiert e-NV200-Nachfolger namens Townstar

Nissan nennt erste Details zum Nachfolger seines Kleintransporters NV200 und dessen Elektro-Variante e-NV200. Das neue Modell heißt Nissan Townstar und erhält ebenfalls einen rein elektrischen Ableger. Als Basis dient die zusammen mit Allianzpartner Renault entwickelte Plattform CMF-C.

Der Townstar wird als Nutzfahrzeug- und Pkw-Variante – konkret als Kastenwagen und als Hochdachkombi – in den Handel kommen und in zwei Längenversionen sowie mit fünf bis sieben Sitzen angeboten. Die Plattform teilt sich das Fahrzeug mit dem neuen Renault Kangoo und Mercedes Citan.

Vor diesem Hintergrund erhält der neue Nissan-Transporter dieselbe 44-kWh-Batterie wie das genannte Duo. Zum Vergleich: Der e-NV200 hat bis dato maximal 40 kWh an Bord. Produziert werden dürfte der elektrische Townstar im französischen Maubeuge, eines der Nutzfahrzeug-Kompetenzzentren der Herstellerallianz. Angaben zu Marktstart und Preisen bleibt Nissan noch schuldig. Vom neuen Kangoo und dem Citan ist bekannt, dass sie als E-Transporter 2022 in den Handel rollen sollen.

So oder so. Aus dem technischen Datenblatt des Townstar sind folgende Werte publik: Besagten 44-kWh-Akku kombinieren die Japaner mit einem E-Motor, der mit 90 kW und 245 Nm aufwartet. Damit fällt die Leistung höher aus als bei Kangoo und Citan, die jeweils auf 75 kW kommen. Die Reichweite gibt Nissan mit bis zu 285 Kilometern an, weist aber darauf hin, dass die Homologation noch ausstehe. Und: Recht allgemein spricht der Hersteller zudem davon, das Modell mit einem intelligenten Energiemanagement und einer effektiven Batteriekühlung ausgestattet zu haben.

Aufhorchen lässt, dass mit dem elektrischen Townstar der CCS-Schnellladestandard bei Nissan Einzug hält. Beim e-NV200 werden DC-Ladevorgänge noch mit maximal 50 kW über CHAdeMO realisiert. Der Nachfolger soll künftig per CCS mit bis zu 75 kW in 42 Minuten auf 80 Prozent der Batteriekapazität geladen werden können. Für das AC-Laden erhält der Townstar zudem ein Bordladegerät mit 11 oder 22 kW. Auch das ist ein deutlicher Zuwachs: Der e-NV200 hat ab Werk ein 6,6-kW-Onboardladegerät verbaut.

Grundsätzlich wird der Townstar mit dem NV200 nicht mehr allzu viel gemeinsam haben. Denn auf der CMF-C-Plattform wurde das Modell dem Hersteller zufolge „in puncto Qualität und Funktionalität von Grund auf neu entwickelt“. In der Nutzfahrzeugvariante bietet der elektrische Townstar 3,9 Kubikmeter Ladevolumen und eine Nutzlast von 800 Kilogramm. Darüber hinaus lassen sich laut Nissan bis zu 1.500 Kilogramm Anhängelast an den Haken nehmen. Wobei dieser Wert allgemein für den Townstar gilt. Es bleibt also abzuwarten, wie dieser Wert explizit für rein elektrische Variante ausfallen wird. Der Zugang zur Fracht erfolgt über große seitliche Schiebetüren und am Heck je nach Modellvariante über eine nach oben öffnende Heckklappe oder asymmetrisch geteilte Flügeltüren, die sich um 180 Grad öffnen lassen. Ergänzt wird der Stauraum um mehrere Fächer im Innenraum, darunter ein spezielles Fach für Büroutensilien.

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Die Pkw-Version des Fahrzeugs wartet mit fünf bis sieben Sitzen, einem Stauraum von bis zu 775 Litern und einer tiefen Ladekante auf. Nissan schätzt, dass sich mehr als jeder zweite Kunde in Deutschland für die Kombi-Variante anstellte des Transporters entscheiden werde.

Als Highlights des Exterieurs nennen die Japaner serienmäßige LED-Scheinwerfer, eine aerodynamische Frontschürze, das traditionelle Kumiko-Muster und ein neues V-Motion-Frontdesign mit integriertem Tagfahrlicht. Inspiration holt sich das Fahrzeug dabei beim neuen Coupé-Crossover Ariya.

Die Themen Konnektivität und Sicherheit adressiert Nissan nach eigenen Angaben mit „mehr als 20, teilweise neuen Technologien“, die im Townstar zum Einsatz kommen. Darunter ein Seitenwind-Assistent, eine Anhängerstabilisierung, ein intelligentes Notbremssystem mit Fußgänger- und Fahrradfahrer-Erkennung sowie Kreuzungsassistenten, ein Spurhalte- und Totwinkel-Assistent, eine Verkehrszeichenerkennung, ein intelligenter Tempomat und ein Parkassistent. Rund um das Fahrzeug verteilte Kameras liefern zudem eine 360-Grad-Rundumsicht, die das Einparken und Manövrieren auf engstem Raum vereinfachen sollen.

Mit an Bord des elektrischen Townstar ist zudem das Fahrerassistenzsystem ProPilot, das teilautomatisiertes Fahren auf Autobahnen ermöglicht: Dabei folgt der Transporter vorausfahrenden Fahrzeugen, beschleunigt und bremst selbstständig bis zum Stillstand und wird dabei mittig in der Spur gehalten – laut Nissan auch in leichten Kurven.

Daneben soll das Modell mit seinem Vernetzungsgrad punkten. Neben dem Notrufsystem E-Call verfügt der Townstar Herstellerangaben zufolge über eine Smartphone-Einbindung per Apple CarPlay und Android Auto. Und über eine Einrichtung, um das Mobiltelefon während der Fahrt kabellos aufzuladen. Mit an Bord seien darüber hinaus verbesserte Connected Services, teilt Nissan mit. Gesteuert werden die Konnektivitäts- und Infotainmentfunktionen über einen Acht-Zoll-Touchscreen, der mit einer zehn Zoll großen digitalen Instrumentenanzeige hinter dem Lenkrad platziert ist.

Auf das Fahrzeug selbst gewährt Nissan eine Fünf-Jahres-Garantie bis 160.000 Kilometer Laufleistung. Für die Batterie gilt zudem eine separate Acht-Jahres-Garantie bis 160.000 Kilometer.
logistra.de, germany.nissannews.com, europe.nissannews.com

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6 Kommentare zu “Nissan präsentiert e-NV200-Nachfolger namens Townstar

  1. Djebasch

    Also der ENV200 ist ein Bus und das ist ein Hochdachkombi, als Nachfolger irgendwie Falsch…

  2. O.Pet

    Es ist so schade, dass Nissan das eigenständige Fahrzeug NV200 (eher ein geschrumpfter Bus) als ein HDK. Das Busfeeling und das Platzangebot waren für mich vor 6 Jahren das Kaufargument für den Diesel. Ich hatte auf einen verbesserten (Reichweite) eNV200 gehofft – aber nun ist es ‘nur’ ein normaler HDK… schade.

  3. Andi66

    Na hoffen wir mal, daß es auch bezahlbar sein wird.

  4. F. Lodengruen

    Man will halt nicht schreiben, dass es ein Ableger des Renault Kangoo ist. Aber logisch in einem großen Konzern, dass alle Konzern-Töchter auf die gleichen Plattformen bzw. Fahrzeuge setzen.

    • O Schu

      Ja, der Elivia, die altgediente E- Variante, war eine sympathische Blechbüchse auf Rädern, der man die geringe Reichweite noch verzeihen konnte. Dem neuen HD Kastenwagen , der mit nicht viel mehr Reichweite ausgestattet ist, kann man das nicht mehr verzeihen. Was fehlt sind vernünftige Kombis, die nicht schon aufgrund Ihrer schlechten Aerodynamik an elektrischer Laufleistung einbüßen. Daran und an der mageren Batterie kranken diese Kosten, mit denen man ja sonst gerne auch Mal weiter in den Urlaub fahren würde. Na ja, man kann halt nicht alles haben, das zeigt schon die magere Anzahl am E-ladestellen.

  5. Peter

    Ich denke Nissan hat hier alles richtig gemacht
    Sehr schön

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27.09.2021 10:50