12.04.2022 - 10:14

Porsche stellt Service-Konzept für Hochvolt-Batterien vor

Angesichts der zunehmenden Elektrifizierung der Branche passt Porsche das Service-Geschäft seiner Handelsorganisation an. Ein Reparaturkonzept für Hochvolt-Batterien soll Händlern die Arbeit erleichtern und Mehrwert für Kunden erzeugen.

Porsche hat sich eigenen Angaben zufolge frühzeitig darum bemüht, für den Taycan in Werkstätten eine Analyse mittels des sogenannten Porsche-Diagnosetesters zu ermöglichen. Wie das Ausleseprozedere funktioniert, hatte das Unternehmen bereits Anfang März 2022 kommuniziert, sodass die Händler in die Lage versetzt werden, Daten eigenständig auszulesen und an die Kunden zu übermitteln.

„Die gesamte Batteriekapazität ist bestimmt durch die schlechteste Zelle – wenn eine Zelle Kapazität verliert, begrenzt sie die Reichweite“, sagt Christian Brügger, Product Engineer im Bereich Aftersales Elektrik von Porsche. „Eine defekte Zelle können wir mittels des Diagnosetesters in der Werkstatt detektieren. Wenn zum Beispiel die Spannungen nicht zusammenpassen, wissen wir bereits vor der Reparatur, welches Modul getauscht werden muss.“

Ein Service-Konzept für Elektrofahrzeuge umfasst mehrere Stufen. Grundlage dabei ist ein Hochvolt-Stützpunkt, der speziell für HV-Batteriereparaturen ausgestaltet wurde und der über geeignetes Spezialwerkzeug und ausgebildetem Personal verfügt.

Für den Fall, dass ein Hochvolt-Stützpunkt nicht in Anspruch genommen werden kann, richtet der Sportwagenhersteller überregionale Hubs zur Reparatur von Hochvolt-Fahrzeugen ein, die sich ebenfalls in zertifizierten Porsche-Zentren befinden. Die Fahrzeuge werden von dem Porsche-Zentrum, das sie angenommen hat, zum Hochvolt-Hub gebracht, dort instandgesetzt und nach einer finalen Qualitätskontrolle zum ursprünglichen Porsche Zentrum zurückgeliefert. Ist der Transport an einen geeigneten Reparaturort nicht möglich, soll ein mobiler Hochvolt-Experte zum Einsatz kommen, der defekte Hochvolt-Batterien vor Ort repariert.

Zellmodule, die ihren Dienst im Fahrzeug geleistet haben, aber noch funktionsfähig sind, sollen für stationäre Aufgaben genutzt werden. Porsche arbeitet dafür im Rahmen seiner Second-Life-Strategie an einem Pilotprojekt, um Hochvolt-Batterien weiterzuverwenden. Gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern und anderen Partnern optimiert Porsche fortlaufend bestehende Recycling-Prozesse.

Porsche plant zudem eine App-Lösung, mit der Kunden eigenständig den Gesundheitszustand seines Fahrzeugs in Erfahrung bringen können.
porsche.com

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