Nyobolt demonstriert Schnelllade-Technologie

Nyobolt hat einen Ladevorgang demonstriert, bei dem ein Fahrzeug mit 35-kWh-Batterie in weniger als sechs Minuten vollständig aufgeladen wurde. Die entsprechende Batterietechnologie soll kommendes Jahr skaliert werden.

Der britische Batterieentwickler demonstriert mit seinem neuen Konzeptfahrzeug seine Batterietechnik, die Anfang 2024 in Produktion gehen soll. Konkret entwickelt das aus der University of Cambridge hervorgegangene Spinoff wie berichtet Akkus mit Anoden aus Niobium und Wolfram, die besonders kurze Ladezeiten ermöglichen sollen.

Bei dem nun präsentierten Konzeptfahrzeug handelt es sich um einen E-Sportwagen auf Basis des Lotus Elise, der zusammen mit dem Designunternehmen Callum realisiert wurde. Der Akku von Nyobolt verfügt zwar lediglich über eine Kapazität von 35 kWh für eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern, soll aber wie eingangs erwähnt in weniger als sechs Minuten vollständig geladen werden können. Zudem konnte Nyobolt nach eigenen Angaben auch nach mehr als 2.000 Schnellladezyklen keine „nennenswerten Leistungsverluste“ bei seinen Batterien feststellen.

„Eine Lösung für die Herausforderungen zu finden, mit denen die Entwickler von Elektrofahrzeugen konfrontiert sind, war der Schlüssel zur Entwicklung unserer bahnbrechenden Schnellladebatterien“, sagt Sai Shivareddy, CEO von Nyobolt. „Bisher war es nicht möglich, ein leichtes, schnell aufladbares Fahrzeug zu bauen, ohne die Lebensdauer zu beeinträchtigen, weshalb man sich auf kostspielige und große Batteriepakete im Fahrzeug verlassen hat. Mit unserer einzigartigen Technologie ist es uns gelungen, ein Auto in sechs Minuten aufzuladen und kleinere Akkupacks zu entwickeln, die mehr Leistung liefern und in kürzerer Zeit aufgeladen werden können.“

Zum Gewicht des Fahrzeugs macht Nyobolt allerdings keine konkreten Angaben. In der Pressemitteilung heißt es, dass das Gewicht näher an einer als an zwei Tonnen sei.

Das Unternehmen betont, dass die Technologie nicht auf kleine Batterien beschränkt ist, sondern sich auch für größere Packs etwa für elektrische Lkw und Busse eignet.

„Autocar“ berichtet zudem, dass das Konzeptfahrzeug in kleinen Stückzahlen in Produktion gehen könnte. Darüber soll etwa 12 Monate nach der Fertigstellung eines fahrbaren Prototyps entschieden werden, der ab November 2023 im UK getestet werden soll. Wenn es zur Produktion kommt, sollen voraussichtlich 25 Exemplare pro Jahr vom Band laufen.
prnewswire.co.uknyobolt.com, autocar.co.uk

1 Kommentar

zu „Nyobolt demonstriert Schnelllade-Technologie“
Markus
14.06.2023 um 13:39
Die Frage ist vor allem was kosten die Akkus. Das sie jetzt erst einmal in einen Sportwagen kommen dessen Preis nach oben hin sicherlich Luft hat lässt erahnen das es nichts für den Massenmarkt wird. Wenn man allerdings kleinere Akkus mit um die 20 kWh für Motorräder hinbekommen würde, das wäre ein "gamechanger" für Motorradfahrer. Teuer sind E Motorräder aktuell eh schon. Aber mit miesen Ladezeiten so das gerade Tourer hier den Kopf schütteln.

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