VWN erinnert an eigene Elektro-Historie

Volkswagen Nutzfahrzeuge Oldtimer (VWNO) stellt auf dem VW Bus Festival 2023 (23. bis 25. Juni in Hannover) unter anderem einen fahrfähigen VW-Elektro-Transporter auf Basis des T2 aus – und damit quasi den Vorgänger des ID. Buzz.

Volkswagen hatte 1970 in Wolfsburg einen Entwicklungsbereich gegründet, der die ersten elektrisch angetriebenen VW-Modelle konzipierte. 1972 präsentierte das Unternehmen einen Prototyp als Pritschenwagen mit offener Ladefläche. Kurz danach startete die Kleinserienproduktion als Pritschenwagen, Bus und Kastenwagen. Die Fahrzeuge gingen als Teil eines Flottenversuchs unter anderem an die Stadt Berlin, die einen 1977 gebauten E-Bulli erwarb. Jenes Fahrzeug, das am 14. April 1978 auf die Berliner Verkehrsbetriebe zugelassen wurde, wird nun auf dem Festival ausgestellt.

Seinerzeit wurde in Berlin eine Batteriewechselstation eingerichtet, an der binnen fünf Minuten die leere Batterieeinheit gegen eine volle getauscht wurde. Das funktionierte, weil der unter der Ladefläche integrierte Akku herausgeschoben werden konnte. Alternativ wurde die Blei-Traktionsbatterie per Stecker über eine Schnittstelle im Bulli-Heck geladen – oder per Rekuperation während der Fahrt. Der Energiegehalt der Batterie lag bei 21,6 kWh; damit kam der E-Transporter auf Reichweiten von bis zu 85 Kilometer.

Für Vortrieb sorgte eine E-Maschine mit einer Dauerleistung von 16 kW. Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h mit dem 2,17 Tonnen schweren T2 möglich. Der T2 Elektro war laut Volkswagen „die Keimzelle einer Entwicklung, die Generationen von Ingenieuren antrieb, den Elektro-Bulli für die Großserie zu entwickeln. Doch über Jahrzehnte fehlte dazu die geeignete Batterie-Technologie. Heute ist das anders.“
vwn-presse.de

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