Alt-Akkus aus Elektroautos: China normiert das Batterie-Recycling
Wie chinesische Medien berichten, wird das nationale Ministerium für Industrie und Informationstechnik (MIIT) solch eine Plattform einrichten, um den Werdegang von Batterien von der Produktion über Verkauf, Reparatur, Ausmusterung und die Demontage bis hin zum Recycling nachvollziehen zu können. Unterfüttert wird die Plattform mit neuen Standards, die ab dem 1. April für OEMs gelten sollen. Die Rede ist von „strengen Vorschriften“, die die zunehmende Menge von Alt-Batterien besser kontrollieren sollen.
Laut „Car News China“ wird das Recycling aktuell noch durch eine mangelnde Infrastruktur, Brandrisiken und die teurere Demontage ausgebremst. 2025 bildeten daher die chinesische Staatsverwaltung für Marktregulierung und das MIIT einen Ausschuss zur Standardisierung des Batterierecyclings. Das Resultat ist das am 1. April in Kraft tretende Regelwerk mit einer Reihe neuer Auflagen für die Hersteller. Parallel sollen neue Recycling-Technologien verstärkt gefördert und das Recycling schon bei der Batterieentwicklung mitgedacht werden.
Das Portal Autohome berichtet unterdessen unter Berufung auf chinesische Forschungseinrichtungen, dass die Menge an ausgemusterten Batterien aus E-Fahrzeugen im Jahr 2030 rund 1 Million Tonnen erreichen wird. Größter derzeitiger Akteur auf dem chinesischen Recyclingmarkt, der 2025 ein Volumen von 558 Milliarden Yuan (rund 69 Milliarden Euro) erreicht haben soll, ist die zum CATL-Konzern gehörende Firma Brunp Recycling. Sie soll laut Car News China momentan die Hälfte (50,4 %) aller Elektrofahrzeug-Batterien in China recyceln.
carnewschina.com, autohome.com.cn (auf Chinesisch)





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