Wien: Zahl vollelektrischer Taxis fast verdreifacht

Die Wiener Landesbetriebsverordnung schreibt seit dem 1. Januar 2025 vor, dass alle neu zugelassenen Taxis elektrisch sein müssen. Die Zahl der vollelektrischen Taxis hat sich nun innerhalb eines Jahres von 229 auf 655 fast verdreifacht.

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Der Großteil der Taxi-Flotte in der österreichischen Hauptstadt besteht jedoch noch aus Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor an Bord. Insgesamt 8.175 Fahrzeuge sind in Wien als Taxis angemeldet. Zwei Drittel davon (5.293) sind Hybride, wobei die Wirtschaftskammer Wien nicht nach Mild-, Voll- und Plug-in-Hybriden aufschlüsselt. Die derzeit 655 rein elektrischen Taxis machen derzeit nur rund acht Prozent am Gesamtbestand aus.

„Die Zahl der vollelektrischen Taxis wird in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen, denn jedes Jahr werden mehrere Hundert ältere Fahrzeuge außer Dienst gestellt und durch neue ersetzt“, sagt Resul Ekrem Gönültaş, Obmann der Wiener Taxi-Innung. Da neue Taxis nur noch elektrisch angetrieben sein dürfen, wird deren Anteil am Bestand zwangsweise in den kommenden Jahren steigen. Was dies bedeutet, zeigt das erste Jahr nach Inkrafttreten der neuen Regelung: Innerhalb von einem Jahr die Anzahl an E-Taxis fast verdreifacht werden.

„Das bedeutet aber auch, dass die Ladeinfrastruktur in Wien mindestens genauso stark mitwachsen muss“, gibt Gönültaş zu bedenken. Aktuell würde es in Wien rund 3.900 Ladepunkte im öffentlichen und halb-öffentlichen Raum geben. Davon sind nur 535 Schnellladepunkte mit 50 kW oder mehr. „Wir benötigen mehr Schnelllader, um die Stehzeiten von Taxis zu minimieren und den Wienerinnen und Wienern weiterhin wie gewohnt rasche und flächendeckende Taxi-Dienste anzubieten“, fordert Gönültaş. „Denn ein Fahrzeug jeden Tag sechs oder acht Stunden an einer herkömmlichen Säule aufzuladen, ist unwirtschaftlich.“

Neben einem Ausbau der Schnellladeinfrastruktur fordert die Wiener Taxi-Innung auch ein Reservierungssystem für gewerbliche Nutzer. „Unternehmen können effizienter arbeiten und bessere Dienstleistungen bringen, wenn sie Planungssicherheit haben“, sagt Gönültaş. „Wenn Taxilenker dank eines Reservierungssystems nicht auf gut Glück freie Ladestationen suchen müssen, dann sparen sie nicht nur wertvolle Zeit, in der sie Fahrgästen zur Verfügung stehen. Sie vermeiden damit auch Leerfahrten, die das Verkehrsaufkommen in der Stadt unnötig erhöhen.“

ots.at

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