Deutlich höhere Nachfrage nach BMW iX3 und Mercedes GLC als erwartet

Die Autohersteller BMW und Mercedes haben für ihre miteinander konkurrierenden neuen Elektro-SUVs deutlich mehr Vorbestellungen erhalten als erwartet. Deshalb beschleunigen beide Hersteller die Produktion des BMW iX3 bzw. Mercedes-Benz GLC mit EQ-Technologie.

Bmw ix3 mercedes benz glc collage
BMW iX3 (oben) und Mercedes GLC (unten)
Bilder: Hersteller / Montage: electrive

Mercedes-Benz baut den neuen vollelektrischen GLC, der im September auf der IAA Mobility vorgestellt wurde, im Werk Bremen bereits im Dreischichtbetrieb, ergänzt durch zusätzliche Schichten an Samstagen, um die hohe Nachfrage zu bewältigen, wie der „Spiegel“ aus dem Umfeld des Unternehmens erfahren hat. Schließlich hatte schon vergangene Woche Mercedes-Vertriebsvorstand Mathias Geisen bei der Vorstellung der Absatzzahlen von 2025 gesagt: „Nach dem herausragenden Start des neuen CLA übertrifft nun auch die Nachfrage nach dem neuen vollelektrischen GLC unsere Erwartungen deutlich.“ Vom Unternehmen hieß es dazu weiter: „Der Auftragsbestand reicht bereits bis weit in die zweite Hälfte des Jahres 2026.“ Heißt: Wer jetzt einen elektrischen GLC bestellt, der dürfte wohl bis Herbst warten müssen.

Ähnlich positiv ist laut dem Magazinbericht auch die Lage bei BMW: Der ebenfalls auf der IAA vorgestellte BMW iX3, der zugleich das erste Modell der Plattform Neue Klasse ist, soll sowohl von Privat- als auch von Flottenkunden „erfreulich stark nachgefragt“ sein. Es gebe laut BMW-Kreisen einen „sehr hohen Bestelleingang“, schreibt der „Spiegel“. Deshalb wolle der Konzern die Produktion in seinem neuen Werk im ungarischen Debrecen beschleunigen und früher als geplant eine zusätzliche Schicht einführen.

Außerdem soll es bei dem vollelektrischen iX3, der eine sehr hohe WLTP-Reichweite von 805 km aufweist, eine besonders hohe „Eroberungsrate“ geben, sprich: BMW habe mit dem Fahrzeug viele Neukunden gewonnen, die bisher Autos anderer Marken gefahren seien. Jeder dritte iX3-Besteller sei ein Neukunde. Und das, obwohl bisher nur „blinde Bestellungen“ möglich sind – schließlich steht das Modell erst ab März bei den BMW-Händlern und auch Probefahrten sind erst dann möglich.

Mit der Neuen Klasse zündet BMW bei der Elektrifizierung seiner Modellpalette die nächste Stufe: Auf der gleichnamigen, von Grund auf neu entwickelten E-Architektur, soll eine bis zu achtköpfige Modellfamilie entstehen, wobei der direkt mit dem Mercedes GLC konkurrierende Elektro-SUV iX3 den Auftakt macht. Beide Modelle starten bei um die 70.000 Euro, sind rund 4,80 Meter lang, haben 800-Volt-Technologie verbaut und verfügen über besonders hohe Ladeleistungen und Reichweiten. Schon bald will BMW dann mit der in München gebauten Limousine i3 und später auch dem Kombi i3 Touring nachlegen.

Während die BMW Group ihren E-Auto-Absatz auch ohne die Neue Klasse im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 442.072 Einheiten steigern konnte und auf einen weltweiten BEV-Anteil von rund 18 Prozent beim Absatz kam, ging es bei Mercedes um 4 Prozent auf 197.300 E-Autos herab. Der BEV-Anteil bei Mercedes lag nur bei 9,4 Prozent. Während BMW also mit der Neuen Klasse seinen Erfolgskurs bei Elektroautos fortsetzen könnte, sollen bei Mercedes neue vollelektrische Modelle wie der GLC oder der CLA die Kehrtwende einleiten.

spiegel.de

23 Kommentare

zu „Deutlich höhere Nachfrage nach BMW iX3 und Mercedes GLC als erwartet“
Markus
22.01.2026 um 21:08
Das sind sehr erfreuliche Nachrichten. Ich denke die beiden Fahrzeuge haben dass auch verdient, weil sie einfach sehr gut sind.
Stefan Mahlau
23.01.2026 um 08:07
Faszinierend, wie sich die E-Mobilität in den letzten Jahren entwickelt hat. Ganz abgesehen davon, was in den nächsten Jahren noch kommen wird. Wir befinden uns gerade in einer großen Transformation, ähnlich wie von der Pferdekutsche zum Motorwagen, und wir alle ja dürfen live dabei sein. Ich liebe es! :-)
Der Gärtner
23.01.2026 um 07:43
Glückwunsch das Du beide schon fahren konntest.
Marietta S.
23.01.2026 um 06:13
Und unverschämt teuer zugleich.
Mirko
23.01.2026 um 09:03
Es handelt sich hier um Premiummodelle von BMW und Mercedes. Beide Marken haben noch nie Brot und Butterautos für die breite Masse gebaut.
D-Tric
22.01.2026 um 22:44
Denk ich auch - aber warum wurden die Hersteller davon so überrascht? Das finde ich etwas irritierend.
TP
23.01.2026 um 08:55
Habe auch schön gelacht! Ups... Nachfrage!! Dennoch sehr erfreulich.
Simon
22.01.2026 um 22:52
Der iX3, GLC und der neue Volvo sind nochmals ein großer Technologiesprung nach vorne.
ChriBri
23.01.2026 um 07:13
Sehr schön, die beiden genannten Fahrzeuge bleiben aber ob ihres Preises weiterhin Nischenprodukte. Die beiden Hersteller müssen weiter runter, Mercedes macht es mit dem CLA 200 schon ganz richtig, aber die Palette muß breiter und bezahlbarer werden.
Sam
23.01.2026 um 07:14
Schade, dass es mal wieder SUVs sind
dare100em
23.01.2026 um 09:25
M ercedes bietet ja mikt dem GLC inkl. Shooting brake eine gute Alternative.
Markus
23.01.2026 um 10:14
Ich glaube Sie meinen den CLA mit Shooting Brake, der GLC ist ein SUV.
Efahrer
23.01.2026 um 08:10
Endlich haben die Deutschen verstanden, dass man Verbrenner Kunden nur mit überzeugender Technik zum Wechsel bewegen kann.
Lutz Formowitz
24.01.2026 um 18:15
Ja, ich habe auch verstanden. Und mir 07/25 einen X3 20dxDrive Mildhybrid zugelegt. Da ist auch ein kleiner eMotor im Antrieb verbaut und Dank dem Dieselmotor habe ich ca 1100km Reichweite, bei etwas über 6 Liter Verbrauch. Die Strafsteuer von momentan 365 Euro zahle ich für die Batterie geladenen mit, die ich dann auf der Autobahn ständig überhole, da die ja mit 110 km/h auf der rechten Spur dümpeln. Damit der Akku noch ne Weile hält....
Gustlik
23.01.2026 um 09:21
Elektro-Autos haben bei der Wartung viele Vorteile und sind optisch sehr ansprechend geworden, dennoch muß sich noch einiges tun bei der Reichweite, dieser WLTP Wert ist reine Theorie und wenn noch ein Hänger dran kommt, dann sieht die Rechnung schon ganz anders aus. Vom Preis will ich gar nicht erst reden. Um die Benziner abzulösen reicht das aber verwöhnte Dieselfahrer steigen erst ab 1500 km um . Dieselgate hat seine Funktion erfüllt, den Dieselbestand zu reduzieren, damit der Elektrowahn leichter umzusetzen ist. Nun denn , die Entwicklung schreitet kontinuierlich voran, man darf gespannt sein.
Paul-Gerhard Fenzlein
23.01.2026 um 10:46
Als Außendienstfahrer, mit 50.000-60.000 km Fahrleistung im Jahr, weiß ich nicht warum Leute von 1500 km reden, die sie mit einem Tank fahren müssen. Das ist vollkommener Unsinn. Selbst mit unserem zwei Jahre alten NIO EL6 und seine brutto 100 kWh Batterie, mit der das 2,3 t schwere Allrad SUV im Sommer im Außendienst auf der Autobahn problemlos 400 km plus fahren kann, haben wir trotz 30 Jahre Erfahrung mit großen Verbrenner Autos, noch nie 1500 km pro Tankfüllung vermisst. Und unseren NIO EL6 können wir innerhalb von weniger als 5 Minuten, voll automatisch und ohne dass wir das Auto überhaupt verlassen müssen, an einer der 21 deutschen Powers Swap Stationen, wieder mit einem, zu 92 % geladenen und von NIO getesteten 100 oder 75 kWh Batterie Pack tauschen lassen. Auch das betanken unserer vorherigen Verbrenner Autos und dem anschließenden bezahlen an der Kasse hat oft länger gedauert. Und mit unserem 500 PS starken SUV sparen wir laut unseres Steuerberaters mehr als 50 % im Gegensatz zu unserem letzten GLE 400d 4-Matic! Und unser E. SUV macht Spaß, 4,3 Sekunden von null auf 100 km/h und das überholen von LKWs auf der Landstraße ist eine Sache von 2, 3 Sekunden. Und nicht dieser penetrante Lärm an der Nähmaschine!
H. Ebel
24.01.2026 um 08:29
Dem kann ich nur zustimmen. Ich fahre seit 2019 meinen KONA. Die reichlich 480 km (501 km im Sommer) Reichweite habe ich höchstens innerhalb der Woche bei der täglichen Fahrt zur Arbeit ausgereizt. Dann wird eben zwischendurch mal bei Sonne am Wochenende eingestöpselt. Ich weiß doch, wo ich amTag hin will und ob die Restreichweite dafür reicht. Wenn beim Verbrenner die Reserve erreicht ist, sieht man doch auch zu, dass demnächst getankt wird. Ausserdem für meinen X1, den ich vorher hatte kostete eine ganz normale regelmäßige Durchsicht um die 300,-€, beim KONA nur 227,-€. Ist ja wohl ein Unterschied und Abgastest fällt logischerweise ganz weg.
Kumpelanton
24.01.2026 um 19:26
480 km im Winter? Dann fahre Sie aber höchstens 60 auf der Landstraße und 80 auf der Autobahn. Mein technisch baugleicher Niro von 2022 (alte Baureihe) kommt im Moment höchsten auf 420 km und die Inspektionen schwanken irgendwo zwischen 250 und 480€. Bin gespannt, wie das nach Ablauf der Garantie aussieht, aber bis dahin habe ich noch 3 Jahre. Allerdings geht mir die geringe Ladeleistung ziemlich auf den Nerv. Gestern auf dem Rückweg aus dem Urlaub bei 2°C waren nur 24 KW maximal möglich, obwohl die Wintereinstellung aktiv ist. Das sorgt dafür, dass ich mich bereits nach einem neuen Stromer umschaue.Und um zum Thema zurückzukommen, es wird mit Sicherheit keiner der im Artikel genannten - das sind reine Dienstwagenfahrzeuge oder Karren für Rentner, die nicht wissen, wohin sie mit ihrem Geld sollen. Sollte mal jemand an dem Dienstwagenprivileg schrauben, gehen bei BMW, Audi und Mercedes schnell die Lichter aus. Aber ich glaube, das werde ich nicht mehr erleben ;-)
Marc
23.01.2026 um 09:32
Erstaunlich ist eher, dass die Mainstream Massenhersteller Konkurrenz meint mit relativ rückständiger Technik (kein zentrales Bordnetz, keine 800V Technologie, keine Wärmepumpen, weniger Reichweite, etc.) noch immer ähnlich hohe - zumindest Listenpreise - aufrufen zu können (Im Leasing werden diese dann oft weit unter Wert angeboten!) Premium heißt halt nicht einmal halbgare BEVs als erster raushauen, sondern nachhaltig ständig Optimierungen solcher Technik in die Serie zu bringen.
Beta
23.01.2026 um 20:16
Korrekt. Da sei z.B. das Model Y Performance genannt, das kostet inklusive Auslieferung 63.000€ Basis. Mit anderer Außenfarbe außer weiß + Enhanced Autopilot, welcher Pflicht ist damit die Fahrassistenten überhaupt einigermaßen funktionieren und Komfort bieten den man in dieser Preisklasse erwarten kann, mindestens 68.000€. Tesla ist da grundsätzlich ein Negativ-Beispiel da man sehr langsame Ladezeiten mit mittelmäßigen Reichweiten (da mittelmäßige Akkugrößen, die Effizienz selbst ist gut) kombiniert und auch die Ausstattung sehr zu wünschen übrig lässt im Vergleich zu wirklich gut ausgestatteten Fahrzeugen mit den neuesten Technik- und Komfortfeatures. VW ist da z.B. etwas besser da man gut Ladezeiten trotz 400V hinbekommt und auch die Ausstattung ist z.B. mit Massagesitzen und Fahrerdisplay und HUD vollständiger. Aber auch VW muss sich da mit anderen Herstellern an die Nase fassen. Ein BMW iX3 50 XDrive kostet durch Händlerrabatt weniger als das Model Y Performance, hat zwar weniger Leistung aber viel viel mehr Reichweite und eben die modernere Technik. Ein Volvo EX60 P12 kostet nur 3.000€ mehr als das Model Y Performance und hat mehr Leistung und viel mehr Reichweite. Noch interessanter wird es wenn man reine chinesische Hersteller hinzieht, also Volvo oder Smart #5 außen vor lässt, aber Zeekr oder Xpeng hinzugefügt.
Karly
23.01.2026 um 10:37
Schauen wir mal, ob BMW und Mercedes damit technisch zu Audi aufschließen können. Audi hat die 800V-Technik und eine extrem gute Ladekurve schon längst und gerade mit Abstand den ADAC-Wintertest mit Abstand gewonnen. BMW und Mercedes sind da bis jetzt weit abgeschlagen, schaffen es aber offensichtlich, trotzdem viele Kunden für ihre Autos zu finden...https://insideevs.de/news/785029/audi-a6avant-etron-winterreichweitentest-adac/
MWF
23.01.2026 um 11:20
Naja, in den Verkaufszahlen haben sie zu Audi schon aufgeschlossen/übertroffen.
Michael S.
23.01.2026 um 11:16
Da stell sich die Frage wieviele tausendKM sie bereits mit BEVs zurücklegen durften?Die Ladekurve relativiert sich spätestens beim KaffeeToGo deutlich und die Praxis schlägt die Theorie Audi ist damit weiterhin lediglich ein gegebenenfalls hübsch gemachtes KFZ von sehr vielen.Selbstredend sind 100kWh in 8-10Minuten einmal eine andere Liga, sobald über Swap hinaus marktreif.

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