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„Jetzt gibt es keine Ausreden mehr.“ – Kai Grünitz, VW-Entwicklungsvorstand

Gruenitz volkswagen

„Wir sind in der Basisversion an der Schallmauer von 25.000 Euro angelangt. Damit eröffnen wir ganz neue Kundengruppen für den rein elektrischen Antrieb“. Mit diesen Worten unterstreicht Kai Grünitz, Entwicklungsvorstand der Marke VW, die strategische Bedeutung des neuen ID. Polo. Das Fahrzeug soll die „Demokratisierung der Elektromobilität“ einläuten. Ein Versprechen, das VW nun mit einem konkreten Einstiegspreis einlösen möchte.

Für Grünitz ist das Projekt eine Herzensangelegenheit, da er den Wagen von der ersten Konzeptphase bis hin zur Serienreife begleiten konnte. Technisch basiert der neue Hoffnungsträger ID. Polo auf der neuen Plattform MEB+, einer konsequenten Weiterentwicklung des bisherigen modularen E-Antriebsbaukastens (MEB).

Laut Grünitz wurden hierbei gezielte Optimierungen vorgenommen, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken, etwa durch den Einsatz von Frontantrieb und einer neuen, kosteneffizienten Batterie-Generation. Ziel war es, ein Fahrzeug zu erschaffen, das die Tugenden eines klassischen Polo in die elektrische Ära überführt und dabei gleichzeitig modernste Assistenzsysteme sowie ein performanteres Infotainment bietet.

Ein zentraler Aspekt der Entwicklung war das „Zuhören“: VW hat massiv auf Kundenfeedback zu den ersten ID-Modellen reagiert. Um die sprichwörtlichen „Kinderkrankheiten“ der ersten MEB-Generation auszumerzen, setzt Grünitz beim ID. Polo wieder auf haptische Bedienelemente, Knöpfe am Lenkrad und klassische Türöffnungen – mehr dazu auch in unserer ausführlichen Modellvorstellung.

Diese Rückbesinnung auf intuitive Bedienung gepaart mit einer gesteigerten Reichweite soll die Qualitätsstandards erhöhen und das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen, wobei der gesamte Entwicklungsprozess in rekordverdächtigen 40 Monaten absolviert wurde.

Besondere strategische Bedeutung misst der Konzern der eigenen Batteriezellproduktion bei. „Die Batterie ist der größte Kostenblock und der Punkt, an dem man am meisten von Zulieferern abhängig ist“, erklärt Grünitz im Interview. Mit der Einführung der Einheitszelle will Volkswagen seine Unabhängigkeit stärken und seinen eigenen industriellen „Footprint“ in Europa festigen. Dies sei die Voraussetzung, um auch künftige Ziele wie den ID. Every1 zu realisieren, der mit einem Preis von unter 20.000 Euro die Einstiegshürde nochmals deutlich senken soll.

Trotz der aktuellen Fokusverschiebung einiger Wettbewerber bleibt Volkswagen laut Grünitz breit aufgestellt, sieht aber gerade in der jetzigen Ölkrise enorme Chancen für den Elektroantrieb. Niedrige Stromkosten im Vergleich zu fossilen Brennstoffen seien ein schlagkräftiges Argument für den Geldbeutel der Kunden. Mit einer wachsenden ID-Familie, zu der neben dem ID. Polo in Kürze auch der ID. Cross hinzukommt, will Volkswagen für jedes Verbrenner-Modell ein elektrisches Äquivalent anbieten. Für Grünitz steht fest: Mit dem neuen Portfolio gibt es für Kunden „keine Ausreden mehr“.

Möchten Sie sich das gesamte Interview mit VW-Manager Kai Grünitz anschauen? Dann nutzen Sie bitte den Videoplayer oberhalb des Beitrags.

33 Kommentare

zu „„Jetzt gibt es keine Ausreden mehr.“ – Kai Grünitz, VW-Entwicklungsvorstand“
David
01.05.2026 um 14:53
Genau, jetzt ist der Kunde dran. Das dumme ist nur, die paar Tage zwischen dem Interview und heute reichten - für Gewerbliche wird bereits 9 Monate Lieferfrist minimal beim ID.Polo angezeigt. Da hat man also einen Dammbruch ausgelöst und ich schreibe es schon länger: der VW Konzern hat in Deutschland und Europa einen viel zu hohen BEV-Marktanteil. Viel höher als bei den Verbrennern und gerade in Deutschland mit über 40% marktbeherrschend.Besser für die Elektromobilität wäre, wenn andere unterstützen würden. Aber wo sind sie im B-Segment? R4 und R5 durstig und begrenzte Stückzahlen für Deutschland. Stellantis hat keine echten Alternativen, Hyundai bemüht sich, die Chinesen sind noch ratlos, Japan schläft, Tesla auch.
sig
05.05.2026 um 07:12
Astra nicht vergessen, passiert leider viel zu oft
Jan
01.05.2026 um 17:04
Der ID Polo wäre das perfekte Auto für mich wenn VW nicht die unglaublich unklug Entscheidung getroffen hätte dem Kunden den angekündigten Vollständig flachen Ladeboden vor zu enthalten. Es wäre so günstig und einfach gewesen den Beifahrersitz Vollständigkeit umklappbar zu machen. Aber nein, das wäre ja sinnvoll gewesen stattdessen bekommt man Massagesitze ohne jeglichen nutzen.
Leif Wilcke
12.06.2026 um 08:35
Ich stimme völlig zu. Nach über zwei Jahren Wartezeit, einfach ernüchternd. Das nennt man vera...sche.
Jan
01.05.2026 um 17:08
Bitte meinen Kommentar oben nicht falsch verstehen. VW geht mit dem Polo schon den richtigen Weg und ich werde mir einen holen. Ein kleines Elektroauto mit nutzbarer Anhängerkupplung und reeler Reichweite von ca 350km im Winter ist super. Aber trotzdem fehlen die einfache Möglichkeit des flachen Durchladens.
Leif Wilcke
04.05.2026 um 08:34
Für 40.000.- € mit Extras ? VW, falsche Antwort, setzen 6, Thema verfehlt.
Etienne Engel
01.05.2026 um 18:04
25k und Ungewissheit bei Batterien....
Tom
01.05.2026 um 21:50
Welche Ungewissheit bei Batterien meinst du?
Andreas Scholz
02.05.2026 um 08:02
Es ist bestimmt gemeint, dass ungewiss ist, ob die Batterie nach Ablauf der Garantie noch 25 oder „nur“ noch 20 Jahre hält, bevor sie dann als 2nd-Life-Speicher weiter genutzt wird… 😁
Anjin San
01.05.2026 um 19:28
QUOTE:Damit eröffnen wir ganz neue Kundengruppen für den rein elektrischen Antrieb“. Mit diesen Worten unterstreicht Kai Grünitz, Entwicklungsvorstand der Marke VW, die strategische Bedeutung des neuen ID. Polo. UNQUOTE: Offenbar „vertrumpen“ wir auch in Europa, wer soll den die neue Kundengruppe sein? Ausser solche die genug Geld haben und die entsprechende Bewilligung so ein Fahrzeug zu lenken. Die gab es ja vorher schon.
Andreas Scholz
02.05.2026 um 08:11
Lustig. Es hieß von sehr vielen BEV-Skeptikern, dass Elektroautos erst interessant werden, wenn es Fahrzeuge ab 25K gibt. Jetzt gibt es sie und nun heißt es: „Reicht nicht, es muss billiger sein“.Man könnte auch einfach ehrlich sein und zugeben, dass man so oder so kein Elektroauto fahren will. Aber Nein, und hier ist nämlich der wahre Trumpismus, man fordert einfach immer wieder was anderes und zündet eine Nebelkerze nach der anderen statt einfach die Wahrheit zu sagen.
Anjin San
02.05.2026 um 17:16
Es geht um die Aussage des Entwicklungsvorstands und um nichts anderes. Von wegen neue Zielgruppe!?
Icke
01.05.2026 um 20:32
Es gäbe keine Ausrede mehr wenn ich 25K, ein langstrecken taugliches Fahrzeug bekomme. VW setzten 6.....
Leif Wilcke
04.05.2026 um 08:30
Langstrecke beginnt wo ?
Robert
12.06.2026 um 08:58
also bei mir beginnt Langstrecke dann wenn ich nicht mehr nach Hause komme ohne Zwischenladen heißt von der meiner Garagen Wallbox zum Ziel und wieder zurück ohne zu laden ist Normalstrecke sobald ich irgendwo anders Nachladen muss um wieder nach Hause zu kommen beginnt für mich die Langstrecke
SepulNation
02.05.2026 um 09:11
Startpreis 25k... wenn man dann ein wei Packete dazu will, ist man gleich bei 30k und drüber... das ist das nervige, da lieber MG und so mit nur 2 Ausstattungen und gut.
Leif Wilcke
04.05.2026 um 08:32
So sieht es aus. Ich dache VW wollte im unteren Preissegment durchstarten und nicht das Spiel mit den Paketen, wie in Deutschland üblich treiben. Sehe ich hier nicht.
Sepp Mayr
02.05.2026 um 18:41
Net, aber zu teuer, da ist noch Luft, mit etwas Ausstattung bei über 35.000€ , da bekommt man schon fast ein Tesla Model Y oder Model 3 mit mehr Reichweite.
Winfried Weber
04.05.2026 um 08:35
Was sich VW wieder einfallen lässt Dinge weg zulassen ist schon ein Meisterstück! Siehe Beleuchtun, Ladeboden, etc....! Was soll das? Zuerst einem mit einem super Conzeptfahrzeug den Mund wässrig machen und dann bezahlt man für das entsprechende Model fast das Doppelte des Grundpreises? Was soll das für eine Strategie sein? Früher beim Dieselskandal schon daneben gegriffen und jetzt mit der Preisgestaltung! So wird das nichts mit der Emobillität. Man muss es einfach nochmal betonen, früher hat man für diesen Preis wesentlich mehr an Auto bekommen!
thd
02.05.2026 um 22:31
Ich verstehe nicht warum immer die Listenpreise verglichen werden. Wieviel Rabatt bekommt man bei Tesla? Oder mal die Leasingraten vergleichen.
Martin Seiler
03.05.2026 um 08:04
Es gibt keine Ausrede mehr - das gilt wohl auch für Volkswagen selbst. Es passt nicht recht zusammen, dass man Millionen Fertigungskapazitäten in Europa abbauen will und zugleich ein neues und interessantes Elektrofahrzeug im Nu 1 Jahr Wartezeit erreicht. Da stimmt etwas nicht mit der Planung! Oder hat man Verträge mit Kanzleramt und Industrien geschlossen, was den BEV-Anteil anbelangt?
Hahnenkamm
27.05.2026 um 07:35
Heute 1 Jahr Lieferzeit und in 9 Monaten dann wieder Schichten streichen, weil Aufträge fehlen. Ich traue den Aussagen nicht. Alles schon bei VW erlebt. 2023 beim ID4 angeblich 13 Monate Lieferzeit.
Jörg
04.05.2026 um 05:17
"Diese Rückbesinnung auf intuitive Bedienung" - eine überladene Knopfwüste auf dem Lenkrad ist keine intuitive Bedienung..... und überthaupt zu teuer
Leif
04.05.2026 um 08:29
Ich habe auf den ID2 jetzt "ID Polo" fast 3 Jahre gewartet. Derzeit beginnt die Austattungsvariante life mit der grösseren Batterie bei 34.000.- € und mit ein paar Extras ist man bei fast 40 .000 .- €. Hallo !!? Damit wollt Ihr den Markt erobern ? Sorry VW, danke für nichts. Batterien sind auch nicht mehr teuer im Einkauf. Also warum? Also Chance vertan. Ich bin gespannt auf die "durch die Decke gehenden Verkaufszahlen"-Ironie off.
ElonM
05.05.2026 um 09:42
Eine wichtige Ausrede bleibt um sich ein Elektoauto heute zu kaufen: Die derzeitigen Mondpreise für Ladestrom an öffentliche Ladesäulen.
Matthias
07.05.2026 um 13:30
Dabei wurde die Position der Ladebuchse vorne links für das AC-Laden an der Bordsteinkante eingeplant. Falls dabei überhaupt geplant wurde, mir kommt das planlos vor.
Matthias
07.05.2026 um 13:27
Ausrede fürs Nichtkaufen des ID-Polo: kann in einer normalen Garage nicht geladen werden weil der Ladeport auf der Beifahrerseite vorne links verbaut wird, offenbar für Laternenparker und Straßenrandlader zugeschnitten. Bei Renault 5 dagegen auf der Fahrerseite, eine Verbesserung gegenüber der Zoe die Nasenlader war.
Robert
19.05.2026 um 12:42
da muss ich etwas korrigieren ladebuchse beim ID Pole iust vorne rechts nicht links. Links ist die Fahrerseite. Ich finde der Ladeanschluß vorne (Nasenlader) ist der Beste. Bestens geignet für Laternenlader und auch in der garage. Auch bei Tesla Supercharger top weil ich vorwärts einparken kann und auch die kurzen Kabel an den alten Supercharger reichen aus um zur Ladebuchse zu kommen
Ralf Schurer
19.05.2026 um 08:22
Alle Kommentare bestätigen mal wieder: Jedem Recht getan ist eine Kunst die keiner kann. Wie sie es machen ist egal, sie können es nicht richtig machen. Zu den Knöpfen muss ich aber doch was schreiben: Gott sei Dank wieder Knöpfe, dieser billige Touch Krempel und die leidige Gen Z Diskussion mit Smartphone und Co. Ich will ein Auto, das ich blind bedienen kann und kein Smartphone mit Rädern. Dass mein Smartphone dabei trotzdem perfekt integriert sein muss ist für mich selbstverständlich. Ich finde es gut, dass wir in Europa endlich verstanden haben was zu tun ist; gute Autos zu bauen. Es ist völlig egal, ob Nasenlader, Seitenlader, Massagesitz oder was auch immer, Hauptsache es wird schnell erschwinglich und der Gebrauchtmarkt erschließt die nächsten Bevölkerungsschichten mit Emobilität.
Egon_meier
20.05.2026 um 15:43
Aaach .. ist das schwierig für VW! Die ganze Forenwelt rief nach einen Brot-und-Butter-BEV ohne Schickschnack für 25K€ und jetzt baut VW sowas und alle jammern, dass es mit diesem und jenem und jedem Extra deutlich mehr kostet.VW wird es niemals richtig machen ... Wenn ich ein zweites BEV brauchte würde ich mir jetzt - sobald verfügbar - den nackten Hirsch bestellen. Mit Händlerrabatt natürlich. Aber ein BEV reicht mir.
Rene Thöne
22.05.2026 um 14:12
Wenn VW die Käufer, welche sich den gewünschten ID einfach aus China importieren, verklagt und die Autos beschlagnahmen lässt, dann klingt das für mich nicht nach "Kundenorientierung" oder "Wir haben zugehört.
Stefan
27.05.2026 um 07:27
Herr Grünitz spricht von niedrigen Strompreisen im Interview. Wo bitte sind denn diese zu finden?
Engel Franz
11.06.2026 um 10:37
Der VW ID.Polo kostet als Life-Version 33.795 €. Ohne Extras, Metallic, pipapo. Wer spricht da von 25.000 €? Ein Leapmotor B10 kostet weniger und bietet bedeutend mehr. Beide Modelle werden in Spanien gebaut? Die lernen einfach nichts dazu. Ich schätze einen Polo,ID auf ca. 40.000 €, wenn man auf gewisse Extras nicht verzichten will. Allein die Wunschfarbe dürfte schon 1.000 € kosten.

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