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Markus Schrick: Xpeng will in Deutschland mit „deutschem“ Anspruch punkten

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„Wir wollen die deutscheste aller chinesischen Marken sein“, sagt Xpeng-Deutschlandchef Markus Schrick und setzt dabei auf Technik, Zuverlässigkeit und Bescheidenheit statt lauter Premiumversprechen. In unserem Video-Interview vom Branchentreff „Flotte!“ skizziert er ehrgeizige Wachstumsziele, eine klare Serviceoffensive und eine Strategie, die Tempo erlaubt, aber Qualität über alles stellt.

Der 2014 in Guangzhou gegründete E-Auto-Hersteller Xpeng positioniert sich in Deutschland bewusst anders als viele Wettbewerber. Statt eines offensiven Premium-Claims setzt Markus Schrick auf klassische „deutsche Tugenden“: „Wir glauben, dass das Niveau an Technologie der Gamechanger für die Mobilität der Zukunft sein wird – darum Hightech in unseren Fahrzeugen.“ Gleichzeitig betont er Zuverlässigkeit – unter anderem mit sieben Jahren Garantie und einer Ersatzteillieferquote von zuletzt 95 Prozent. Beim Premiumbegriff bleibt er zurückhaltend: Ob Xpeng Premium sei, „müssen dann die Kunden beurteilen“.

Technologisch sieht sich das Unternehmen klar vorne. Rund 40 Prozent der Belegschaft arbeiten in Forschung und Entwicklung, ein großer Teil davon in der Software. Diese Struktur ermöglicht schnelle Innovationszyklen und spiegelt sich im rasch wachsenden Modellportfolio wider – vom G6 und G9 über den neuen P7+ bis hin zu weiteren SUV- und MPV-Modellen. Auch beim Absatz zeigt sich Xpeng ambitioniert: Nach rund 3.000 Fahrzeugen in Deutschland im vergangenen Jahr peilt Schrick „über 8.000 Autos“ in 2026 und „mehr als 15.000 Autos“ im Jahr 2027 an.

Beim Marktausbau setzt Xpeng auf kontrolliertes Wachstum statt schneller Expansion. „Wir wollen nicht ganz viele Händler ganz schnell haben, wir wollen ganz schnell gute Händler haben“, so Schrick. Flottenkunden sollen zudem unabhängig vom Standort verlässlich betreut werden – notfalls über mobile Servicekonzepte. Insgesamt gilt: „Geschwindigkeit nicht zu Lasten von Qualität“ – selbst wenn das bedeutet, in einzelnen Bereichen bewusst langsamer zu wachsen.

Wollen Sie sich das gesamte Interview mit Markus Schrick anschauen? Dann verwenden Sie bitte unseren Videoplayer oberhalb des Beitrags.

6 Kommentare

zu „Markus Schrick: Xpeng will in Deutschland mit „deutschem“ Anspruch punkten“
Peter
28.04.2026 um 15:03
Naja, bei Service- Intervallen (jährlich!) und den Service-Preisen (Premium) verfehlt man den „deutschen Anspruch“ leider deutlich… das sieht aus wie vor 20 Jahren.
Martin Bischofsberger
30.04.2026 um 13:25
Warum verfehlt? Die aktuellen Service Stundensätze von BMW und Konsorten zeigen doch genau wo der deutsche Anspruch fehlt. Hab den P 7 + seit 2 Tagen zum Test und den Performance bestellt. Ich finde das Teil sexy!
Peter
06.05.2026 um 17:39
Naja, jedes Jahr bzw. alle 20.000 km zum Service sind nicht mehr zeitgemäß. Vor allem nicht bei BEVs.2 Jahre bzw. 30.000 km sind akzeptabel, wenn die Serviceumfänge gering sind (Durchsicht, Luftfilter tauschen, etc.).Ansonsten ist die langjährige Garantie halt letztlich teuer, denn normalerweise ist dafür der Service verpflichtend.
Torsten
29.04.2026 um 06:21
Nach 6 Monaten Xpeng G9 Modell 2025 Die schlechteste Neuwagenerfahrung im Bereich Qualität/Service/Kundenbetreuung und Kommunikation in meinen 30 Jahren Autoerfahrung. Sprechen doch eine deutliche Sprache für mich. Probleme lagen bei mir Hauptsächlich in der Qualität der Bauteile an sich (defekte Teile schon im Auslieferungszustand, noch nicht gelöst), Probleme beim Lack (noch nicht geklärt), Updates werden bis heute nicht abschließend installiert. Im Bereich Kommunikation vor allem in der Aussage das eine Fernfehleranalyse nicht möglich sei und eine Fernwartung damit unmöglich. Im Bereich des Service vor allem das entweder die Werkstätten nicht bemüht sind oder die Kommunikation mit Xpeng Problematisch und langwierig ist. Was es genau ist kann ich nicht beurteilen. Es dauert jedoch alles Wochen bis etwas voran geht. Bei jedem Schritt in eine Problemkette. Xpeng kann sich gern bei mir melden.
Going_BEV
30.04.2026 um 11:00
Genau aus solchen Gründen habe ich mich bei meinem Wechsel von Diesel (Golf GTD) für einen Tesla entschieden. Ausgereiftes Produkt vom Marktpionier. Und günstiger im Unterhalt.
Carsten
29.04.2026 um 21:52
Einfach Mal den Bericht über den Audi etron von vor 3 Tagen auf YouTube schauen. Gibt es so auch bei Autos die noch deutlich teurer sind ;)

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