Kroatien schließt Förderrunde zur Beschaffung von 206 E-Bussen ab
Das kroatische Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur hat dieser Tage sieben weitere Förderbescheide verteilt und schließt damit sein „Programm zur Beschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr” mit einem Gesamtvolumen von 163 Millionen Euro ab. Kofinanziert wurde der Topf aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplans, sprich aus EU-Geldern. Insgesamt unterstützt das Programm wie berichtet 17 kroatische Gemeinden bei der Integration von 206 Elektrobussen und dem Aufbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur.
Die letzte Förderrunde kommt dabei Verkehrsbetreibern in den sieben Kommunen Jastrebarsko, Zaprešić, Sisak, Osijek, Pula, Zadar und Pisarovina zugute. Sie beschaffen nun für einen Gesamtwert von rund 53,3 Millionen Euro insgesamt 68 Elektrobusse und Lade-Ökosysteme, wobei 41,9 Millionen Euro über das staatliche Förderprogramm bezuschusst werden.
Kroatiens Verkehrsminister und stellvertretender Ministerpräsident Oleg Butković kommentiert die jüngste Fördervergabe wie folgt: „Mit dieser Unterzeichnung schließen wir den Zyklus eines wirklich lobenswerten Projekts ab, da es den ökologischen Wandel des öffentlichen Nahverkehrs und ein klares Bekenntnis der Regierung der Republik Kroatien darstellt.“ Kroatien folge damit Trends, die in ganz Europa und weltweit zu beobachten sind.
Im Herbst wurde übrigens angekündigt, dass der ÖPNV-Betreiber ZET in der kroatischen Hauptstadt Zagreb seine Busflotte innerhalb der nächsten zehn Jahre mit der Beschaffung von 500 Elektrobussen vollständig auf Strombetrieb umstellen will. Allerdings sind die aktuellen Zulassungszahlen in Kroatien bisher sehr mau: Gemäß der Jahres-Auswertung des ACEA sind in Kroatien 2024 und 2025 nur neun E-Busse zugelassen worden. Die Förderung wird sich höchstwahrscheinlich in den kommenden Statistiken bemerkbar machen.
balkangreenenergynews.com, mmpi.gov.hr (auf Kroatisch)
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