Joost Kessels wird oberster Entwickler bei Seat/Cupra

Joost Kessels leitet ab dem 1. August 2026 den Bereich Forschung und Entwicklung bei Seat und Cupra. Die neu geschaffene Stelle ersetzt die Seat-Vorstandsposition für Forschung und Entwicklung, die Dr. Werner Tietz zuletzt innehatte. Tietz ist seit 2025 parallel Leiter der Konzern-F&E – und konzentriert sich künftig auf diese Position.

Joost kessels seat cupra
Bild: Seat

Joost Kessels wird bei Seat/Cupra offiziell zum Chief Development Officer aufsteigen. Sein Arbeitgeber sieht als größte Herausforderung in dieser neu geschaffenen Position, „den Erfolg der Markteinführung des Cupra Raval zusammen mit der elektrischen Kleinwagenfamilie des Volkswagen-Konzerns sowie das Seat und Cupra übertragene Mandat für die technische Entwicklung der elektrischen MEB21-Plattform des Konzerns zu konsolidieren“. Diese neuen Aufgaben werden schrittweise vom Team in Martorell übernommen, wobei die vollständige Übergabe bis 2028 abgeschlossen sein soll.

Zum Hintergrund: Die MEB21-Plattform, auch MEB-Small oder MEB Entry genannt, ist das Fundament für die neuen E-Kleinwagen der Konzernmarken. Sie wurde in Fahrtwind der MEB+-Weiterentwicklung geschaffen und führt eine neue Architektur mit Frontantrieb und LFP-Akku ein. Die technische Entwicklung hat Seat/Cupra inne. Erstmals in der Unternehmensgeschichte übernimmt die Marke in der Konzern-Entwicklung solch eine Verantwortung.

„Dieser Auftrag markiert einen bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen“, kommentieren die Spanier selbst. Er festige die eigene Verantwortung für die Region und stärke zugleich die eigene Position innerhalb des Konzerns. Parallel dazu leitet Seat/Curpa weiterhin das Projekt der E-Kleinwagenfamilie (Cupra Raval, VW. ID. Polo, ID. Cross und der Škoda Epiq) innerhalb des Konzerns, deren Launch in diesem Jahr Schritt für Schritt erfolgt. Spanien spielt dabei auch als Produktionsstandort eine herausragende Rolle: Der Cupra Raval und der Volkswagen ID. Polo werden in Martorell produziert, der ID. Cross und der Škoda Epiq in Navarra.

In dieser Gemengelage kommt Joost Kessels eine Schlüsselrolle zu. Er soll dafür sorgen, dass die spanische Marke ihre neuen Verantwortlichkeiten bis 2028 vollständig übernehmen kann. Kessels‘ Berufung zum Chief Development Officer markiert laut Volkswagen insofern „den nächsten Meilenstein bei der Einführung des markenübergreifenden Steuerungsmodells der Markengruppe Core“. Er wird künftig sowohl an Seat/Curpra-CEO Markus Haupt als auch an Kai Grünitz, Vorstandsmitglied der Markengruppe Core für Technische Entwicklung, berichten.


Zur Vita von Kessels äußert Volkswagen, dass der Manager mit mehr als 20 Jahren Erfahrung innerhalb des Volkswagen-Konzerns, einer Promotion im Maschinenbau an der North-West University in Südafrika und vier Jahren als F&E-Leiter bei FAW-Volkswagen China fundierte technische Expertise mit der Agilität und Schnelligkeit vereinte, „die für die neuen Herausforderungen von Seat/Cupra im Bereich Forschung und Entwicklung erforderlich sind“. Seit mehr als einem Jahrzehnt leiste Kessels zudem Beiträge zur Elektrifizierungsstrategie des Konzerns, unter anderem bei der Entwicklung fortschrittlicher Batteriesysteme.

Markus Haupt betont, dass Kessels‘ fundierter technischer Hintergrund und seine umfassende Erfahrung innerhalb des Konzerns – einschließlich seiner Tätigkeit in China – ihn zur idealen Führungskraft machten. „Während wir weiterhin die Führung für die ‚Electric Urban Car Family‘ im Auftrag des Volkswagen Konzerns innehaben, übernehmen wir nun zusätzlich die Federführung für die elektrische MEB21-Plattform. Dies ist eine klare Anerkennung unserer Arbeit und ein eindrucksvoller Beleg für das enorme Potenzial, das vor unserem Unternehmen und der Iberischen Halbinsel liegt.“

Kai Grünitz ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass Joost Kessels die Verantwortung für die Entwicklung bei SEAT & CUPRA übernehmen wird. Durch schlanke Strukturen und beschleunigte Entscheidungsprozesse werden wir die Entwicklung innerhalb des ‚Brand Group Core‘-Netzwerks auf ein neues Niveau heben. Unser Fokus liegt dabei auf der Realisierung äußerst wettbewerbsfähiger Entwicklungszeiten und -kosten.“

Für Dr. Werner Tietz, dem bisherigen Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Seat, bedeutet Kessels‘ Berufung zum obersten Entwickler der Marke gleichzeitig, dass er sich ganz auf die Konzernebene konzentrieren kann. Denn seit Mitte 2025 hat Tietz neben deinem F&E-Vorstandsposten bei Seat auch die Verantwortung für konzernweite Forschung und Entwicklung. Dadurch sitzt er auch in der erweiterten Konzernleitung.

seat-cupra-mediacenter.com

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