RWTH_4. Elektromobilproduktionstag

Interview

24. Okt 2011

Video-Interview: Jörg Grotendorst, Continental.


Jörg Grotendorst von Continental kann die Autobauer beruhigen: Ein Elektroauto komplett aus der Hand des Zulieferers wird es mit ihm nicht geben. „Wir würden uns nicht anmaßen, die Komplettsystem-Integration besser zu können als die Automobil-Hersteller“, sagt der Senior Vice President und Head of Powertrain Strategy & Technology von Continental Automotive im Video-Interview mit dem Branchendienst electrive.net am Rande der eCarTec. Doch die Richtung ist klar: „Wir sind Treiber bei den Komponenten.“ Mit leistungsstarken E-Motoren, Batterien und Leistungselektronik will Jörg Grotendorst die E-Mobilität pushen. Dass sich Continental bisher nicht mit einem großen Hersteller von Batterie-Zellen zusammengetan hat, wertet der Manager nicht als Nachteil. Sein Fernziel ist das optimale Zusammenspiel aller Komponenten im E-Fahrzeug. Ob der Fahrer der Zukunft in seinem E-Auto überhaupt noch Pedale fürs Beschleunigen und Bremsen findet, verrät ein Klick ins Video. Die sechs Minuten mit Jörg Grotendorst von Conti sind der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Video-Interviews, die electrive.net auf der eCarTec 2011 in München produziert hat.

Weiterführende Links:

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Zitate des Tages

07. Nov 2014

Thomas Weber, Jörg Grotendorst, Axel Postinett.


thomas-weber„Wir bringen bis 2020 zwölf völlig neue Autos, für die es in unserem Programm bislang keinen Vorgänger gibt.“

Kündigte Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber im Rahmen der Eröffnung eines neuen Forschungsstandortes in Peking an. Wie viele der zwölf neuen Modelle elektrifiziert werden, blieb offen.
automobilwoche.de

Joerg-Grotendorst„Ich bin eher skeptisch, was die Notwendigkeit von schaltbaren Getrieben für Elektrofahrzeuge angeht. […] Für uns ist klar: Wir gehen nicht in die Entwicklung geschalteter Getriebe.“

Sagt Jörg Grotendorst, Chef von Siemens e-Car Powertrain Systems, der weiteres Potenzial für die Elektrifizierung von Doppelkupplungsgetrieben für Plug-in-Hybride sieht. Im ausführlichen Interview erläutert er auch das Aus für die Ladeinfrastruktur bei Siemens.
automobil-produktion.de

Axel-Postinett„Die Vorlage der Quartalszahlen des Elektroauto-Spezialisten zeigt einmal mehr: Der Autobauer aus Kalifornien entzieht sich jeder vernünftigen Bewertung. Ein Investment hier ist eine Glaubensfrage, keine rationale Entscheidung.“

Schreibt Axel Postinett vom „Handelsblatt“ über das Phänomen, dass Teslas Aktienkurs gestern trotz der Bekanntgabe von Rekordverlusten und dem verschobenen Model-X-Start um fast sieben Prozent zulegen konnte.
handelsblatt.com

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Zitate des Tages

22. Mrz 2016

Stefan Knirsch, Matthias Wissmann, Jörg Grotendorst.


Stefan-Knirsch„Vor 2020 sehe ich keine halbwegs ausreichende Versorgung mit Wasserstoff-Tankstellen. Zudem sollte, damit ein Brennstoffzellenfahrzeug CO2-neutral unterwegs ist, der Wasserstoff regenerativ hergestellt werden. Wir arbeiten daran.“

Sagt Stefan Knirsch, Chefentwickler von Audi, bei dem die Brennstoffzellen-Forschung für den gesamten Konzern angesiedelt wird. Ein H2-Serienmodell aus dem Hause Volkswagen ist demnach erst im kommenden Jahrzehnt zu erwarten.
automobilwoche.de

Matthias-Wissmann„Wir brauchen 70.000 Ladepunkte bis 2020 in Deutschland, hinzu kommen gut 7.000 Schnellladepunkte.“

VDA-Chef Matthias Wissmann fordert ein massives Ladeinfrastruktur-Programm sowie auf drei bis vier Jahre begrenzt „deutliche Impulse“ seitens der Bundesregierung in Form von Kaufprämien oder steuerlichen Anreizen für E-Fahrzeuge. „Seine“ Hersteller sollte Wissmann dann aber auch zu etwas größeren Anstrengungen beim Marketing überreden, siehe Zahl des Tages.
sueddeutsche.de

Joerg-Grotendorst-ZF„Haben Sie ein Gefühl, wie viel 95 Gramm CO2 pro Kilometer noch sind? Das entspricht in etwa dem Gewicht einer Tafel Schokolade. Stellen Sie sich mal vor: Sie lassen bei einer Autofahrt jeden Kilometer das Fenster runter und werfen eine Tafel Schokolade raus. Da muss es einfach bessere Lösungen geben.“

Jörg Grotendorst, Leiter der neuen Division E-Mobility im ZF-Konzern, hält staatliche Kaufanreize für E-Autos für nicht nachhaltig und sieht die Industrie schon „bald“ in der Lage, bei den Batteriekosten die Grenze von 100 Dollar pro kWh zu knacken. Ob Grotendorst auf Schokolade steht, wird derweil nicht überliefert.
zf.com

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