Jörg Grotendorst wechselt zu Rheinmetall

Lange wurde über den Abgang von Jörg Grotendorst bei ZF Friedrichshafen spekuliert, nun ist er bestätigt. Der eMobility-Experte wird Vorstandsmitglied beim Düsseldorfer Autozulieferer Rheinmetall – aber erst zum Jahresende.

Bei Rheinmetall – auch bekannt wegen seiner Rüstungssparte – soll der 50-jährige Grotendorst im Vorstand die Automotive-Sparte des Technologiekonzerns leiten. Aktuell ist Grotendorst noch Leiter der Division E-Mobility bei ZF, sein Vertrag läuft dort bis zum Ende dieses Jahres. Dann kann der Diplom-Ingenieur Elektrotechnik, Steuer- und Regelungstechnik seine neuen Aufgaben in Düsseldorf übernehmen.

Bei Rheinmetall folgt Grotendorst dann mit einigem Abstand auf Horst Binnig an, der bereits Ende 2019 in Ruhestand gegangen ist. „Mit Jörg Grotendorst gewinnen wir eine starke Führungskraft mit jahrelanger Erfahrung in der Automobilbranche und mit einer herausragenden technischen Expertise“, sagt Ulrich Grillo, Aufsichtsratsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Wir sind überzeugt, mit ihm die innovative Weiterentwicklung unseres heutigen Produktportfolios konsequent und eng an den Kundenbedürfnissen orientiert voranbringen zu können.“

Wer bei ZF die Aufgaben Grotendorsts an der Spitze der Divison E-Mobiltiy übernimmt, steht noch nicht fest. „Eine Nachfolgeregelung für die Leitung der Division E-Mobility wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben“, heißt es in der ZF-Kommunikation an die Mitarbeiter, die electrive.net vorliegt. Von August an übernehme vorerst Otmar Scharrer in den Bereichen der technischen Entwicklung und Vorentwicklung für E-Antriebe die Leitungsaufgaben. Scharrer kommt vom Konkurrent Mahle, wo er seit 2016 die Konzernforschung und Vorausentwicklung leitet.

Entbunden von seinen Aufgaben ist Grotendorst bei seinem aktuellen Arbeitgeber noch nicht: „Jörg Grotendorst wird bis zu seinem Ausscheiden zum Ende des Jahres gemeinsam mit seinem Führungsteam die ZF Technologie weiterhin bei den Kunden positionieren und die Zeit nutzen, um neue Abschlüsse zu tätigen“, heißt es von ZF.

Auch in Düsseldorf wird sich Grotendorst viel mit der Industrialisierung der Elektromobilität beschäftigen. Rheinmetall selbst beschreibt das Produktportfolio seiner Automotive-Sparte mit dem Fokus auf „Verbrauchs- und Emissionsreduzierung sowie für alternative Antriebsformen“. Insgesamt setzte der Konzern mit rund 30.000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 6,3 Milliarden Euro um, wovon 2,8 Milliarden Euro auf die Mobilitätssparte und 3,5 Milliarden Euro auf das Rüstungsgeschäft entfallen.
rheinmetall.com

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