13.06.2017

BMW und Al Gore investieren in E-Bus-Hersteller Proterra

proterra-elektrobus-symbolbild

Weitere 55 Mio Dollar konnte der US-amerikanische Elektrobus-Hersteller Proterra jetzt in einer neuen Finanzierungsrunde einsammeln. Zu den Investoren gehört BMW. Der Münchner Autobauer ist über seinen Investment-Arm BMW i Ventures bei Proterra aktiv.

Auch der Investitionsfonds des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore unterstützt das Unternehmen, welches – was vermutlich kaum bekannt ist – bereits 2004 gegründet worden ist. Proterra will das Geld in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten sowie in seine Forschung und Entwicklung stecken. Damit wächst in den USA ein schlagkräftiger Gegenspieler für den chinesischen Hersteller BYD heran, der mit seinen Elektro-Bussen weltweit aktiv und erfolgreich ist. Proterra hat seinen Sitz wie Tesla in Kalifornien und betreibt Werke in South Carolina und in der Nähe von Los Angeles. Selbst General Motors ist an dem Hersteller beteiligt.

Der Markt für Elektrobusse wird sich – und darauf spekulieren die Investoren wohl – in den nächsten Jahren sprunghaft entwickeln. Schließlich stehen Städte rund um den Globus wegen zunehmend dicker Luft unter immer größerem Druck. Ein starker Hebel für die Kommunen sind ihre Busflotten, die in der Regel noch mit Dieselmotoren fahren. Die Elektrifizierung der Stadtbusse ist für viele Bürgermeister deshalb ein wichtiger erster Schritt bei ihren Anstrengungen für saubere Luft. Denn darauf haben Sie oft direkten Einfluss – und nutzen die Umstellung als Signal an die Bevölkerung.

Spekuliert wird derweil auch über einen Börsengang von Proterra. Dieser könnte noch in diesem oder im nächsten Jahr erfolgen. Vorstandschef Ryan Popple, ein früherer Tesla-Manager, hat seine Karten noch nicht auf den Tisch gelegt.
finanzen.net, electrek.co

— Anzeige —
Elektromobilität für die Nutzer gedacht: Seit 2016 unterstützen mehr als 300 AC-Ladesäulen von MENNEKES den Hamburger „Masterplan Elektromobilität“ und die Elektromobilisten in der Elbmetropole. Erfahren Sie am Beispiel von Hamburg, wie Städte mit Ladeinfrastruktur von MENNEKES die Elektromobilität flexibel und rechtssicher gestalten können. Jetzt nachlesen >>