19.07.2017 - 12:06

Was macht eigentlich… has.to.be?

Das IT-Startup aus Österreich will ins Wartungsgeschäft und blickt nach Asien

Mit einer kostenlosen Verwaltungssoftware für Ladestationsbesitzer ist das Startup has.to.be vor ein paar Jahren in den Markt für Ladeinfrastruktur gestürmt. Die Backend-Anbindung reicht den Österreichern aber nicht mehr: Sie bieten auch Wartung an und nehmen neue Märkte in den Blick.

Die Software-Lösung be.ENERGISED ist die Basis für das Geschäft von has.to.be. Im durchaus nicht ganz einfachen IT-Geflecht zwischen Ladestationsbetreibern, Roaming-Netzwerken, Abrechnungsdienstleistern und Endnutzern soll sie vor allem Anbieter ansprechen, die kein eigenes Backend haben. Einzelne Ladepunkte können sogar kostenlos betrieben werden. Größere Lösungen und Module gibt es beispielsweise für Parkraum-Bewirtschafter, Autohersteller, Energieversorger oder Städte und Kommunen. Zudem drängt die Mannschaft aus Radstadt mit Büros in Wien und Salzburg ins Geschäft mit Wartungs- und Entstörungsdienstleistungen. Wir haben im Rahmen unserer Startup-Reihe Was macht eigentlich… mit Alexander Kirchgasser, einem der beiden Gründer und Geschäftsführer, über den Stand der Dinge bei has.to.be und die Pläne für die Zukunft gesprochen.

Ihr habt 2013 die has.to.be GmbH gegründet – als Software-Anbieter für den Betrieb von Ladeinfrastruktur. War das Timing rückblickend richtig oder seid ihr zu früh oder zu spät am Markt gewesen?

Wir waren genau richtig, da wir so genug Zeit hatten, den Markthochlauf vorzubereiten. Da wir ja selbst seit 8 Jahren schon in der Branche tätig sind, war umfangreiches Vorwissen vorhanden, sodass wir gleich operativ starten konnten.

Ist Euer Standort in Österreich Fluch oder Segen für das Europa-Geschäft?

Cloud geht von überall. Radstadt ist der Mittelpunkt Europas. (lacht) Im Grunde ist die Location der Firma heute eigentlich nicht mehr so wichtig.

Das Team von has.to.be ist zuletzt stark gewachsen – auf mittlerweile rund 30 Mitarbeiter.

Die Backend-Lösung von has.to.be steuert mittlerweile 5.000 Ladepunkte. Doch jetzt scheint sich Euer Geschäft zu verändern. In welche Richtung geht’s?

Es sind sogar schon 7.500 Ladepunkte! Die „Operation-Services“ wie Wartung vor Ort und auch eine White-Label Hotline werden immer wichtiger, da unsere Kunden von unserem übergreifenden Marktblick profitieren. Wir haben in Teilbereichen jetzt schon qualitativ hochwertigere Informationen zu Störungsfällen und Funktionsweisen von Ladestationen, als unsere Kunden selbst. Daher können wir hier mit Wissen, Daten und Erfahrung Zusatzservices liefern, die für unsere Kunden den Betrieb wirtschaftlicher, effizienter und „nervenschonender“ machen.

Was ist die langfristige Vision Eurer Company?

Mit unseren Predictive Analytics Services ermöglichen wir unseren Kunden, langfristig und genau in die Zukunft zu planen. Mit kurzfristigen Forecasts ermöglichen wir auch die optimierte Energiebeschaffung. Und durch die zunehmende Vernetzung der Infrastruktur wollen wir ein Player im Markt werden, der unseren Kunden den Erfolg praktisch garantiert.

In Deutschland ist gerade der Startschuss für ein Förderprogramm für Ladeinfrastruktur gefallen. Rechnet ihr jetzt mit dem großen Ladesäulen-Rollout und wie kann has.to.be davon profitieren?

Ja jetzt geht es richtig los. Wir liefern die Grundlagen mit unserer Payment-Lösung und der Integration in die Roaming-Netzwerke. Zudem übernehmen wir für unsere Kunden auf Wunsch die Energienachweise, um die Förderung zu erhalten. Dadurch erwarten wir einen erheblichen Zulauf durch neue Kunden.

Welche Märkte sind neben Österreich und Deutschland für Euch die spannendsten?

Wir sind in ganz Europa aktiv. Und bereiten derzeit China und Indien vor.

Vielen Dank für das Gespräch und Euch weiterhin viel Erfolg!

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19.07.2017 12:07