19.07.2018 - 10:48

Konzernumbau: Continental stärkt Powertrain-Geschäft

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Der Autozulieferer Continental stellt sich für die Mobilität der Zukunft neu auf: Der Konzern soll ab 2020 unter der neuen Dachmarke Continental Group als Holding mit den drei Bereichen Rubber, Automotive und Powertrain geführt werden.

Zu den künftigen Aufgaben der von Andreas Wolf geleiteten Powertrain-Sparte, für die Continental bereits für 2019 einen Teilbörsengang vorbereitet, gehören wie bisher neben dem Verbrenner-Geschäft auch Hybrid- und Elektroantriebe sowie alle laufenden Batterieaktivitäten. Dazu zählt auch das vor kurzem angekündigte Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Batteriezellenhersteller CITC für 48-Volt-Batteriesysteme. Continental kann sich weiterhin vorstellen, im neuen Unternehmensbereich künftig Batteriezellen selbst zu produzieren, allerdings nur Feststoffzellen. Voraussetzung sei „ein attraktives Geschäftsmodell“. Eine Entscheidung hierzu falle „voraussichtlich erst nach 2020“. Trotz des beabsichtigten Teilbörsengangs hat das Unternehmen nach eigener Aussage nicht vor, “mittel- bis langfristig die Kontrolle über das Powertrain-Geschäft abzugeben”.

Während die neue Konzernstruktur ab 2020 zum Tragen kommt, soll sich der Powertrain-Bereich – vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats – bereits Anfang 2019 “verselbstständigen”, wie es Continental ausdrückt. Mit der autonomeren Struktur reagiert das Unternehmen auf absehbare – allen voran durch politisch vorgegebene Emissionsgrenzwerte bedingte – Veränderungen im Antriebsgeschäft: “Die politischen Entscheider treiben besonders auf den Leitmärkten Europa, Nordamerika und China sowie in Japan, Südkorea und auf dem Wachstumsmarkt Indien ihre Regulierungen in unterschiedlichen Geschwindigkeiten voran. Dies erfordert von der Industrie eine hohe Flexibilität, um auf die Anforderungen der unterschiedlichen Märkte, Regulierungsbehörden, Gesellschaften und Kunden schnell und individuell zu reagieren”, heißt es dazu in einer Mitteilung des Unternehmens.

Continental bezeichnet das Gesamtvorhaben als einen der größten organisatorischen Umbauten in der Unternehmensgeschichte. In der kommenden Dekade und danach durchlaufe die Automobilindustrie weltweit den größten und tiefgreifendsten Wandel ihrer über 130 Jahre alten Geschichte, sagt Continental-Chef Dr. Elmar Degenhart. “Wir gehen diesen Wandel frühzeitig und vorausschauend an.“
wiwo.de, automobilwoche.de, continental-corporation.com

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19.07.2018 10:19