03.08.2018 - 11:28

US-Regierung will Emissionsvorgaben für Fahrzeuge lockern

donald-trump-portrait-pixabay

Die US-Regierung hat ihre im April angekündigten Pläne konkretisiert, wie sie die Emissionsvorgaben für Fahrzeuge aufweichen will. Kalifornien und 18 andere Bundesstaaten haben bereits Widerstand angekündigt. 

Nach dem Vorschlag der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und der Umweltschutzbehörde EPA sollen die Regeln zum Spritverbrauch auf dem Stand von 2020 bis zum Jahr 2026 eingefroren werden. Interessengruppen haben nun 60 Tage Zeit, sich zu den Plänen zu äußern.

US-Verbraucher sollen Zugang zu „sicheren, preiswerteren Fahrzeugen, die für die Umwelt sauber sind“ erhalten, heißt es in dem Vorschlag von NHTSA und EPA. Verantwortlich für die hohen Fahrzeugpreise macht die US-Regierung vor allem die strengeren Regulierungen, die unter Donald Trumps Vorgänger Barack Obama verabschiedet worden waren. Die Administration von Obama hatte das Ziel ausgegeben, den Flottenverbrauch von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA bis 2025 auf knapp 4,4 Liter pro 100 Kilometer zu senken. Eine Aufweichung der Richtlinie war vor allem von der Alliance of Automobile Manufacturers, also den Herstellern selbst, gefordert worden. Diese sollen nun entlastet werden.

Nach den Plänen bedeutet dies allerdings auch, dass die Autobauer deutlich weniger Elektroautos auf die Straße bringen müssen. Auch sollen Bundesstaaten – allen voran Kalifornien – keine eigenen Regeln mehr festlegen dürfen. Fred Krupp, Präsident der Umweltschutzorganisation Environmental Defense Fund, hält von den Plänen nur wenig und bezeichnet diese als „eine riesige Anhäufung schlechter Ideen“. Krupp befürchtet, dass durch diese die Umweltverschmutzung sogar zunehmen würde. Seine Organisation werde jedoch in der Öffentlichkeit und vor den Gerichten die Schritte der US-Regierung anfechten.

Und auch aus Kalifornien kündigt sich Widerstand an: „Die Trump-Regierung hat eine unverschämte und unrechtmäßige Attacke auf die Standards für saubere Autos in unserem Land gestartet“, teilte Kaliforniens Generalstaatsanwalt Xavier Becerra in einem gemeinsamen Statement mit Gouverneur Edmund G. Brown Jr. und der Chefin der kalifornischen Umweltbehörde CARB, Mary Nichols, mit. Neben Kalifornien haben zudem 18 weitere US-Bundesstaaten angekündigt, gegen diese Pläne vorgehen zu wollen.
automobilwoche.de, zeit.de, spiegel.de, reuters.com (Widerstand)

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