28.08.2019 - 12:19

Plug-in-Hybrid: Seat Tarraco kommt an die Steckdose

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Seat spendiert seinem SUV-Modell Tarraco einen Plug-in-Hybridantrieb. Der Seat Tarraco FR PHEV, der einen 85 kW starken E-Motor und einen 13-kWh-Akku erhält, wird in wenigen Tagen auf der IAA Premiere feiern und ab dem kommenden Jahr bestellbar sein.

Da das PHEV-Modell mit einer Systemleistung von 180 kW die leistungsstärkste Variante der Baureihe wird, kommt er ab Werk mit dem sportlichen FR-Design. Der Plug-in-Antriebsstrang stammt dabei größtenteils aus dem VW Passat GTE, hat im Tarraco aber 20 kW mehr Systemleistung.

Der Benziner kommt laut der Seat-Mitteilung auf 110 kW, der Elektromotor steuert 85 kW bei – wie bei dem VW-Modell. Da die Systemleistung im Passat GTE jedoch nur bei 160 kW liegt, scheint sich Seat für eine sportlichere Auslegung in der Applikation des Hybridantriebs entschieden zu haben. Der Hochvoltspeicher fasst in beiden Modellen 13 kWh. Die elektrische Reichweite soll nach WLTP-Messung bei über 50 Kilometern liegen – da der Wagen noch nicht homologiert ist, will Seat keine genauen Zahlen nennen.

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Einen Unterschied zum Passat gibt es aber: Die Ladebuchse ist nicht vorne im Kühlergrill versteckt, sondern befindet sich auf der Fahrerseite zwischen Vorderrad und der Fahrertüre. Ladeleistung und -zeiten nennt Seat in der Mitteilung nicht – wir nehmen aber an, dass der Onboard-Lader auch aus dem GTE stammt (also 3,6 kW und 4,5 Stunden). Zu den unterschiedlichen Fahrmodi macht Seat ebenfalls noch keine Angaben. Es ist also offen, ob der Tarraco PHEV die drei Fahrmodi aus dem GTE übernimmt oder ob die Spanier eine eigene Logik verfolgen.

„Der Tarraco-Plug-in-Hybrid ist ein perfektes Beispiel für unseren Schritt zu einer nachhaltigeren Mobilität, bei gleichzeitiger Beibehaltung der für jeden Seat typischen Dynamik und des Fahrspaßes“, sagt Seat-Chef Luca de Meo über das neue Modell. Der Tarraco wurde nach seinen Angaben zwar bei Seat in Martorell entwickelt, gebaut wird er aber bei der Konzernmutter Volkswagen in Wolfsburg – parallel zum Tiguan.

Die VW-Tochter will bis Anfang 2021 insgesamt sechs Elektro- bzw. PHEV-Modelle der Marken Seat und Cupra anbieten. Der Tarraco PHEV soll ab Anfang 2020 bestellbar sein, Preise nennt Seat für sein teilelektrisches SUV noch nicht.
seat-mediacenter.com

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7 Kommentare zu “Plug-in-Hybrid: Seat Tarraco kommt an die Steckdose

  1. Boris J.

    PHEVs sollten verboten werden.
    Diese 1-Phasigen Schnarchlader blockieren dann die 11/22kW Ladestationen.
    Eine Elektrifizierungs-Bremse.

    • Thomas Kretschmer

      Stimmt und kann nicht oft genug wiederholt werden !

    • Philipp Herbert

      Warum sollten sie verboten werden? Es kommt doch immer auf das Anforderungsprofil an. Bei uns zum Beispiel:

      Seat Alhambra 2,0 TDI DSG, 15.000km Jahresfahrleistung. Davon 7000 km Kurzstreckenpendeln mit 30-50km am Tag, 3000-4000km Urlaubsfahrten pro Jahr, meist mit Anhänger, der Rest Strecken bis 100km/Tag.
      Ich könnte also 8000-9000 km elektrisch fahren. Mit einem BEV könnte ich nicht verreisen (und die Mietwagenpreise zur Hauptreisezeit sind krass) und keinen Hänger ziehen. Es tut mir allerdings weh, dass der Diesel so viel im Kurzstreckenbetrieb läuft. Ist weder gut für den Motor noch für die Abgaße.
      Bei der Jahresfahrleistung eines BEV (ohne Urlaub) kann ich aber die Herstellung der großen Batterie nie im Betrieb kompensieren. Von den Preisen eines BEV für 6 Personen und Gepäck brauchen wir auch nicht zu reden.
      Die Ladestationen haben immer häufiger zusätzliche Minutenpreise ab einer gewissen Zeit – um die Blockierer zu verhindern.

    • TL431

      Dank kleinem Akku blockiert der die (AC) Säule nicht länger als ein BEV mit großem Akku und höherer Ladeleistung.

  2. uwe

    Endlich…der PHEV aus dem VW-Konzern. Aber es ist nichts zu lesen, ob es sich um einen 2WD oder einen 4WD handelt.
    Zum Thema PHEV… es gibt eben nicht nur die Grossstadtkinder, die an jeder Ecke eine Säule finden. Insofern ist diese Parallel-Technologie sinnvoll und wichtig.

  3. Christian

    Moin Moin,

    für mich eine zwar sinnbefreite aber dennoch dankbare Alternative. Als Firmenwagen werden uns KEINE BEVs erlaubt!!!
    Somit wird mir elektrisch Fahren NUR mit einem PHEV möglich. Mein Fahrprofil liegt bei 85% Stadtverkehr mit täglich 10-12km.

    Daher schon muss es ein Benziner sein und wenn dann ein PHEV mit +/-50km e-Reichweite am Start ist, dann komme ich damit gut einen Arbeitswoche elektrisch aus! Selbst wenn ich alle 2 Tage mal 1 Std. ParkLader spiele reich es mir persönlich voll aus. Und blockieren tute ich damit niemanden mit seinem BEV, da ich ja nur eine Std. dort stehe. Das Verhältnis – Zeit zu Ladekapazität – ist somit völlig egal und sollte unter achtsamen Mitmenschen toleriert werden.

    VIEL SCHLIMMER finde ich diese MENSCHEN, die mit Ihrem BEV oder PHEV auf einen Ladepunkt stehen und NUR PARKEN ohne zu landen.
    Das, lieben Leute, müsste wie ein Verbrenner geahndet werden. Es stellt eine völlige Zweckentfremdung der begrenzten Lademöglichkeiten dar, mit einem BEV oder PHEV auf einem Ladepunkt zu PARKEN – weil es da ja meist so schön frei ist…

    Da sind mit Schnarchlader allemal lieber, als diese Verbrenner-Hirnis mit ihrem alibi-eAuto!!!

    Habt euch lieb!

  4. Hardy

    Es kommt doch immer auf die Anwendung an.
    Ich würde gerne als Firmenwagen einen PHEV fahren, homeoffice also kann ich auch tagsüber mit meiner Photovoltaikanlage mit entsprechend niedrigem Ladestrom zu hohem Prozentsatz Sonnenenergie tanken.
    Dafür gibt es ja mittlerweile auch gut regelbare Wallboxen ( z.B. OpenWB )
    War für mich ein Grund zunächst eine PV zu installieren.
    Gruss
    Hardy

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