16.09.2019 - 09:02

OB von Tübingen wehrt sich gegen E-Mobilität

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Tübingens grüner Boris Palmer hat bei einem Bürgerdialog auf der IAA die SUV-Strategie der Industrie kritisiert, auch mit Bezug zur Elektromobilität. Auch schwere Elektro-SUVs hätten nach Meinung von Palmer nichts in den Städten verloren.

Und beim Thema Ladeinfrastruktur wurde er fast radikal: „Schmieren Sie sich das in die Haare, ich grabe nicht ganz Tübingen um, damit Sie Ihre Ladesäulen kriegen.“
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7 Kommentare zu “OB von Tübingen wehrt sich gegen E-Mobilität

  1. Sonnenwanderer

    In Bezug auf: „schwere Elektro-SUVs hätten nach Meinung von Palmer nichts in den Städten verloren „.
    Da bin ich ganz genau der Meinung.
    Es macht für den Fußgänger, Radfahrer, Stadtbewohner ,nicht so viel aus, ob der SUV nun ein Verbrenner ist, oder eben elektrisch fährt. Er schminkt sich etwas grün ohne Abgase und Lärm. Er beansprucht aber unnötig viel Raum, nur für sich. Kommt genauso als panzerähnliches Fahrzeug daher. Passt nicht in ein zeitgemäßes, städtisches, Mobilitätskonzept hinein.
    Das ist keine Aussage gegen die Elektromilität. Im Gegenteil. Aber es gibt noch ganz andere Kriterein in der Mobilitätswende außer elektrich mit regenerativem Strom zu fahren.
    Das sollten sich auch mal alle elektrichen- SUV – Fahrer selbstkritisch hinter die Ohren schreiben.

    Langjähriger E-Mobilist

  2. notting

    Elektrobusse dürften noch schwerer sein auch hinsicht. Achsgewicht und noch mehr elektr. Anschlussleistung zwecks Ladung brauchen. Damit ist dann also auch nix…
    Und die Straßenbahn bitte auch entsorgen, die brauchen noch viel höhere also viel gefährlichere Spannungen auf einem ggü. Berührung unisolierten Draht, wo’s immer wieder Tote gibt -> Weg damit!

    notting

    • ElMart

      Naja, wenn man bei Bussen und Straßenbahnen die Indikatoren pro Fahrgast mit denen eines SUV Panzers vergleicht, sieht es schnell ganz anders aus. Es muss halt jedem klar sein, dass grosse SUVs im Stadtverkehr schon eher problematisch sind, vor allem, wenn jeder fünfte so ein Ding fährt.

  3. Christian Z.

    Da hat der OB Recht. Die Aussage der Automobilvertreter, das würde nicht nachgefragt, ist ungefähr die gleiche wie die für das E-Auto an sich. Ich bin auch einigermaßen enttäuscht vom ID.3. Ich kann mich dran erinnern, dass es mal hieß, der hätte die äußeren Maße eines Polo und sei innen so groß wie der Golf. Das schien VW aber wohl nicht zu genügen. Daher sind die Außenmaße nun Golf und innen Passat. Hätte meiner Ansicht nach nicht sein müssen.

    Der aktuelle Polo ist breiter und größer als der Golf 1.
    Solange aber Autojournalisten meinen, ein Auto sei nur gut, wenn es in der nächsten Modellgeneration wieder einige Zentimeter breiter geworden ist, wird sich das nicht ändern.

    Das Angebot bestimmt leider auch die Nachfrage (sonst wäre Werbung überflüssig). Und so lange jede Menge Werbung dem potentiellen Käufer suggeriert, dass er nur in einem SUV sicher sei, wird sich die Nachfrage nicht ändern.
    Es gibt einfach zu wenig gute und bezahlbare Autos im Kleinwagensegment, die dann auch entsprechend beworben werden. Gerade in der Elektromobilität scheint sich das immer mehr durchzusetzen.
    Mein Nissan Leaf oder eine ZOE sind da durchaus eine Ausnahme. Aber auch mein Leaf (Gen1) ist so breit wie mein vorletzter 5er BMW es war. Der neue Leaf ist breiter.

    • Peter Schwierz

      Es hieß seitens VW immer, der ID.3 hätte die Größe des Golf und den Innenraum eines Passat. Von Polo war tatsächlich nie die Rede, insofern passen zumindest an dieser Stelle Ankündigung und Realität zusammen. Der ID.3 hat auch nichts mit einem SUV zu tun. Ich saß auf der IAA in dem Wagen: Das ist ein Modell der Kompaktklasse. Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin absolut kritisch in Sachen SUV. Aber in disem Fall sind es Äpfel und Birnen.

  4. L-Tric

    Die Einstellung finde ich völlig kontraproduktiv.
    Wir sollten doch froh sein für jeden potentiellen SUV-Kunden, der statt einem Verbrenner einen E-Antrieb wählt. Jahrelang ging es um Feinstaub, Stickoxid und CO2. Wenn man jetzt trotzdem E-Autos bekämpft, nur weil sie in Form eines SUV daher kommen ist das für mich einfach nur noch Ideologie. Und „die Stadt umgraben um Ladesäulen zu bauen“ – das muss man grade für kleine Autos, denn müssen mit ihrer geringen Reichweite viel öfters laden.

  5. Markus

    Wir können nicht über erhöhten CO2 Ausstoß reden aber auf unseren Autobahnen kann jeder so schnell fahren wie er möchte.

    Viele der heutigen Verbrennungsmotoren haben geringen Hubraum, aber dafür viel PS. Bedingt durch Turbolader und höhere Verdichtung.
    Das bedeutet das viele Motoren bei moderater Geschwindigkeit sehr sparsam sind, jedoch bei hoher Geschwindigkeit sehr viel Kraftstoff verbrauchen. Das wäre ein erster Schritt.

    Solange es in Deutschland und Europa keine vernünftige
    Ladeinfrastruktur gibt, wird sich das E-Auto nicht durchsetzen. In größeren Städten in denen die Menschen in Wohnblocks oder Hochhäusern leben wird es mit dem Laden der Fahrzeuge schwierig, da diese draußen auf einen Parkstreifen stehen.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2019/09/16/ob-von-tuebingen-wehrt-sich-gegen-e-mobilitaet/
16.09.2019 09:35