19.10.2019 - 14:16

Zipse sichert zu: BMW i3 wird weiter produziert

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Der neue BMW-Chef Oliver Zipse hält weiterhin an der Produktion des Elektro-Modells i3 fest. Nachdem Vertriebsvorstand Pieter Nota im September geäußert hatte, dass es keine Pläne für einen Nachfolger des i3 gebe, stellt sich Zipse nun Gerüchten um einen etwaigen Produktionsstopp entgegen.

Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ stellte er klar: „Der i3 wird weiter produziert werden, keine Frage. Der Wagen ist heute schon eine Ikone. Welches Auto kann das nach nur sechs Jahren von sich behaupten? Ikonen ticken nach einer anderen Logik, die haben keinen klassischen Nachfolger, die bleiben sich im Kern immer treu.“ Der i3 sei heute gefragter denn je und werde „bei Batterie und Bedienkonzept nochmal einen Sprung“ machen.

„Wir wachsen mit dem i3 jedes Jahr – in Europa dieses Jahr um rund 20 Prozent. Die Investitionen sind abgeschrieben, wir verdienen mit jedem i3 Geld. Wieso in Gottes Namen sollten wir dieses Auto, das jetzt auf der Höhe seiner Zeit ist, aufgeben? Wir sind uns sicher: Der i3 hat noch großes Potential!“, äußert der BMW-Chef.

Der i3 gehört bekanntlich zu den Pionier-Elektroautos auf dem Markt. BMW brachte das Modell 2013 quasi als Testballon in den Handel, um die Marktchancen auszuloten. Es basiert auf einer eigens konzipierten Plattform, was den Stromer von Anfang an zu einem für den Konzern teuren Unterfangen machte. Die erste Generation war mit Batteriewerten von 60 Ah und 22 kWh noch nicht so reichweitenstark wie das heutige. Das erste Akku-Update folgte 2016 mit 94 Ah und 33,2 kWh Kapazität. Mit dem abermaligen, 2018 realisierten Umstieg auf 120-Ah-Zellen wuchs die Reichweite dann nach WLTP-Messung auf bis zu 310 Kilometer. Erhalten blieb bis heute die Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff.
faz.net (Paywall)

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9 Kommentare zu “Zipse sichert zu: BMW i3 wird weiter produziert

  1. Gonzo

    bei 40.000€ Einstiegspreis habe ich aufgehört zu Konfigurieren. Da lohnt es sich mehr nen Tesla Model 3 SR zu kaufen

    • D-tric

      Ja, der Preis muss auf jeden Fall runter, wenn der i3 auf Dauer konkurrenzfähig sein will. Leider wird das wohl nicht so ganz einfach werden mit der aufwändigen Karbonbauweise. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass man damit auf das Kostenniveau einer klassischen Stahlkarosserie kommt. Ich fand es gut, dass BMW damals diesen mutigen Schritt gemacht hat. Schliesslich hies es ja immer, die Autos müssen leichter werden. Aber jetzt, mit all der Konkurrenz an günstigeren „Stahlautos“ hat BMW hier einen klaren Nachteil. Schade eigentlich.

      • TL431

        „Ja, der Preis muss auf jeden Fall runter, wenn der i3 auf Dauer konkurrenzfähig sein will“
        Nicht unbedingt. Größerer Akku, schnelleres Laden, bei gleichem Preis geht auch.

    • BM

      Mit den entsprechenden Prämien kommt man locker deutlich unter 40k€. Ich habe für meinen neuen i3s sogar nur knapp 30k€ bezahlt, bedingt durch eine Attraktive Altauto-Prämie (ohne diese wäre der fast vollausgestattete i3s aber immer noch deutlich unter 40k€ gewesen). Ein einfacher i3 ist problemlos für um die 30k€ zu kaufen – neu ab Band.

  2. Marc

    @Gonzo

    Ja stimmt und so fürchte ich, wird aus der Ikone schnell ein Auslaufmodell.

  3. TS

    Bei BMW gibt es im Gegensatz zu Tesla Rabatte und das momentan nicht zu knapp. Angebote bei sehr guter Ausstattung von um die 40.000€ sind bei i3 Neufahrzeugen keine Seltenheit.

    Die beiden Modelle sind meiner Meinung nicht vergleichbar. Der i3 ist das perfekte Stadtauto, der M3 ist mit einem 3er BMW vergleichbar (den es natürlich nicht elektronisch gibt)

  4. i3Fahrer

    Ja, die Listenpreise sind hart. Aber da kostet ein 3er auch schnell 70.000. Zahlt aber keiner. So ist es auch beim i3.
    Listenpreis war meiner 52000, gezahlt hab ich inkl. BMW Welt und Typ2 Ladekabel 38000.

  5. Rene

    Der Weiterverkauf des i3 ist m.E. dann gesichert, wenn an weiteren Batteriegrößen und damit Reichweiten gearbeitet wird – schade, dass es zum i3s mit den 120 Ah keinen REX mehr gibt.

    • Philipp Herbert

      Ich bin ein i3 60Ah-Modell mit REX geschäftlich gefahren – der REX hat mich damals einige Male vor dem Liegenbleiben bewahrt, weil häufig Ladesäulen nicht funktioniert haben und weit auseinander lagen. Ich bin auch Langstrecke bis 370km mit dem Auto gefahren – REX gleich eingeplant. Aber der Tank ist winzig (9L), der Verbrauch des Benziners hoch (7L/100km). Und wenn man den REX nicht rechzeitig an macht, kommt man die Berge nur noch langsam hoch. Also läuft er frühzeitig mit und die Batterie wird parallel entladen. Leider kann die Motorwärme nicht für die Heizung genutzt werden, das ist im Stromverbrauch stark spürbar. Heute würde ich mir einen i3 120Ah ohne REX kaufen. Dafür mit Wärmepumpe und Sitzheizung.

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19.10.2019 14:08