28.09.2018

120-Ah-Zellen: BMW spendiert dem i3 mehr Reichweite

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Jetzt ist es offiziell: BMW spendiert dem BMW i3 und dem Sport-Ableger i3s wie erwartet ein weiteres Batterie-Upgrade. Durch neue Samsung-Zellen mit 120 Ah wächst die Gesamtkapazität um fast 30 Prozent auf 42,2 kWh. 

Bei der Markteinführung im Jahr 2013 lagen die Werte noch bei 60 Ah und 22,6 kWh. Das erste Akku-Update folgte 2016 mit 94 Ah und 33 kWh. Mit dem Wechsel auf 120-Ah-Zellen wächst die Reichweite nach WLTP-Messung auf bis zu 310 Kilometer. Der Marktstart der neuen Batterie ist für diesen November vorgesehen.

Neben dem von der Hochvoltbatterie beanspruchten Bauraum und dem Fahrzeuggewicht bleiben auch die Fahrleistungen und der Energieverbrauch nahezu unbeeinflusst. Der BMW i3 wird auch weiterhin von einer 125 kW starken E-Maschine angetrieben. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft er in 7,3 Sekunden. Noch etwas spritziger geht’s in der Sportversion (Fahrbericht hier) zu: Der Elektromotor im BMW i3s leistet 135 kW und vollzieht den Spurt in nur 6,9 Sekunden.

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Die Energie erhalten beide Modelle künftig aus der bereits erwähnten Lithium-Ionen-Batterie mit 42,2 kWh Brutto-Kapazität. Sie besteht aus acht Modulen mit jeweils zwölf Zellen. Der Akku soll beim i3 für eine Reichweite von 285 bis 310 Kilometer – abhängig von der Ausstattung – nach WLTP sorgen. Der i3s hingegen kommt 270 bis 285 Kilometer weit. Aufgeladen werden kann der neue chemische Speicher an der Haushaltssteckdose in rund 15 Stunden auf 80 Prozent. Schneller geht es mit der entsprechenden Wallbox. Denn das Elektroauto beherrscht weiterhin das dreiphasige Laden mit bis zu 11 kW. Dann sind die 80 Prozent in 3,2 Stunden erreicht. Schneller geht es mit Gleichstrom via CCS mit bis zu 50 kW. Dann werden die 80 Prozent laut BMW-Angabe innerhalb von 42 Minuten erreicht.

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Ebenso wie die Elektromotoren und die Leistungselektronik sind auch die Batterien Bestandteil der BMW eDrive-Technologie, die von BMW in Eigenregie entwickelt wird. Ihre Lithium-Ionen-Zellen werden laut BMW exklusiv anhand einer vom Autobauer definierten Spezifikation gefertigt. So werde in Kooperation mit dem Zellhersteller Samsung SDI durch Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine konsequente Optimierung der Speichereinheiten bewirkt. Von dem aktuell im Bau befindlichen Kompetenzzentrum für Batteriezellen in München profitiert der i3 allerdings noch nicht.

Parallel zur Einführung der neuen Batterie werden für den BMW i3 und den BMW i3s eine neue Außenlackierung, eine neue Farbgebung für das optionale Interieurdesign Loft und adaptive LED-Scheinwerfer mit Matrix-Funktion für das Fernlicht angeboten. Für den BMW i3 ist darüber hinaus künftig ein Sportpaket erhältlich, das schwarze Radhauseinfassungen sowie ein Sportfahrwerk mit spezifischen Dämpfern, Federn und Stabilisatoren, einer Fahrzeugtieferlegung, einer Spurverbreiterung und 20 Zoll großen Leichtmetallrädern umfasst. Die optimierte Menüführung im Kachel-Design des Bediensystems iDrive steht jetzt auch in Verbindung mit dem optionalen Navigationssystem Business zur Verfügung. Außerdem sind für den BMW i3 und den BMW i3s künftig auch die Optionen Telefonie mit Wireless Charging sowie WLAN-Hotspot verfügbar.

Markstart ist November 2018. Bestellstart in Deutschland ist bereits der 8. Oktober. Dank der sinkenden Batteriepreise kann BMW die höhere Reichweite ohne Preiserhöhung an seine Kunden weitergeben. Statt 37.550 Euro kostet der i3 jetzt 38.000 Euro und der i3s statt 41.150 Euro nun 41.600 Euro in der Basis. Allerdings ist jetzt das dreiphasige Laden und die Gleichstromladefähigkeit inklusive. Vorher kostete diese 990 Euro Aufpreis. Und Neukunden dürfen sich freuen: „Wenn Kunden jetzt einen i3 bestellen, der ab dem 1.11. produziert wird, dann bekommen sie den neuen i3“, teilte eine BMW-Sprecherin gegenüber electrive.net mit. Der Range Extender fällt in Europa übrigens laut „Autonotizen“ aus dem Programm. Produziert wird er weiterhin jedoch für Exportmärkte. Eine Möglichkeit auf ein Batterie-Upgrade gibt es jedoch nicht. Auf Nachfrage erfuhr unsere Redaktion, dass die weltweite Nachfrage beim letzten Mal nicht groß genug gewesen sei.

BMW i3 BMW i3s
Leistung 125 kW 135 kW
max. Drehmoment 250 Nm 270 Nm
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h 160 km/h
0 – 100 km/h 7,3 Sekunden 6,9 Sekunden
Reichweite (WLTP) 310 km 285 km
Verbrauch 13,1 kWh/100km 14,6 kWh/100km
Batteriekapazität 42,2 kWh 42,2 kWh
Ladeleistung DC 50 (CCS) 50 (CCS)
Ladezeit DC 42 Minuten (80 Prozent) 42 Minuten (80 Prozent)
Ladeleistung AC 11 kW (Typ 2, dreiphasig) 11 kW (Typ 2, dreiphasig)
Ladezeit AC 3,2 Stunden 3,2 Stunden




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12 Kommentare zu “120-Ah-Zellen: BMW spendiert dem i3 mehr Reichweite

  1. BMW ist auf dem richtigen Weg. Die 13,1 kWh/100 km sind praktisch jedoch kaum umsetzbar. Realistisch muss mit 20 kWh/100 km kalkuliert werden.
    Hoffen wir, dass BMW es schafft, bald eine Batterie mit 60 oder sogar 80 kWh im i3 zu platzieren. Damit wäre ein durchschlagener Erfolg im Bereich „Firmenwagen“ im Zusammenhang mit der 0,5% Regelung sehr wahrscheinlich und die Bestellungen würden durch die Decke gehen…

    • Also ich fahre meinen i3 (Bj. 2014) im Sommer mit 11,3 kWh/100 km und im Winterhalbjahr mit ca. 14,5 kWh/100 km.

      Allerdings wenig Autobahn und die Pendelstrecke ist Tiefgarage zu Tiefgarage – also wenig Klimaanlagenbetrieb.

  2. Interessant wäre, ob der Akku in bestehende Fahrzeuge nachgerüstet werden kann. Für das erste Akku-Upgrade gab oder gibt es diese Option wohl für 8000€.

    • Hi Philipp,

      mittlerweile haben wir den Artikel am Ende ergänzt. BMW wird ein Batterie-Upgrade mangels Nachfrage leider nicht mehr anbieten.

      • Schade!!! Woher wollen Sie das wissen, der Wagen kommt doch erst noch.
        Oder wurden die Käufer schon vorher aufgeklärt?

        • Nun, ich habe direkt bei BMW dies nachgefragt und oben im Beitrag auch als Quelle erwähnt. BMW wird für Besitzer eines i3 kein Upgrade auf die größere Batterie anbieten.

          • Ich habe auch nachgefragt und BMW hört seine Kunden und als endgültig abgesagt kann man das Thema nicht sehen. Ich würde sagen, die Reaktionen auf das fehlende Retrofit-Programm werden beobachtet. Alle mit ersten Absichten sollten also ihren Wunsch äußern.

    • 8000€ für den Akku ist zuviel, ich habe im Juli 18 den neuesten mit Rex bekommen, bin voll zufrieden, warum 8000€ zuzahlen mein Akku Laufleistung 1550km ist dann Schrott?
      Lieber mit dem Rex auf der sicheren Seite.

  3. Schade, dass der Bauraum für den fehlenden Range Extender nicht für zusätzliche Zellen verwendet wird. Zusätzliche 50 km Reichweite wären schön, bzw. weniger Kriechen auf der Autobahn.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2018/09/28/120-ah-zellen-bmw-spendiert-dem-i3-mehr-reichweite/
28.09.2018 08:01